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Laut, üppig und teuer hat Regisseur P.J. Hogan den bekannten Stoff verfilmt. Peter Pan fliegt und zaubert hier so schnell wie noch nie. Doch die Magie kommt aus der Konserve, der Funke springt nicht immer über.
Als junges Mädchen schipperte Jeanette Nihlén mit einem Motorboot durch die Schären. Zur See fährt sie immer noch, nur das Schiff ist deutlich größer geworden. Die Schwedin ist Kapitän des Fährschiffs "Peter Pan".
Oder: Phantasie, das Wunderbarste, um sich magisch zu verlieren. Worum es heute geht: Kinder-Gedanken, Dunkelheit, eine Bettdecke, süssen Tee, einen Pfirsich, Elisen-Lebkuchen, das Kissen, Peter Pan, die Schwester, Naseweiss, Käptn' Hook, die Schatzinsel, eine Zeitmaschine, Camelot. Als er klein war, mochte der getrennte Papi den Herbst nicht gern; es wurde ihm zu früh dunkel; im Sommer war es ihm lieber, im Hellen ins Bett zu gehen und dann, wenn es nur ein ganz kleines bisschen düster wurde, einzuschlafen. Die Dunkelheit des Herbstes oder gar des Winters geriet dem kleinen getrennten Papi doch zu suspekt. Und manchmal hatte er ziemliche Angst unter seiner viel zu großen und viel zu schweren und viel zu warmen Bettdecke mit diesem leicht muffigen Geruch, der ihm gleichwohl eine gewisse Wohligkeit verbreitete. Sie wirkte wie ein Schutzschild über dem Bett, falls böse Feen, hässliche Riesen oder gefährliche Zwerge doch noch durch den Türschlitz schleichen sollten. Das war eine Crux: die Tür musste einen spaltbreit offen stehen bleiben, so dass ein Lichtstreifen ins Kinderzimmer fiel, das war das; nur, wenn die Tür einen spaltbreit zu offen stand, konnten die unheimlichen Märchen- und Sagen-Gestalten sich ihre Schleichwege bis vor die Bettdecke suchen, das war jenes. Und wenn der kleine getrennte Papi dann so versteckt unter seiner Bettdecke kauerte, überkam ihn dieser Heißhunger, obwohl das Abendbrot wie immer sehr lecker gewesen war. Nur, dieser Hunger rief leise nach Süssem; also, zum Beispiel dieser Wunsch, einen zuckrigen Tee ganz langsam auszuschlürfen mit einem möglichst kleinen Löffel. Oder einen Pfirsich zu zerteilen, in genau sieben, ziemlich gleiche Stücke und sie mit einer Kindergabel aufzuspiessen und sie eher auszusaugen als zu essen. Oder die liebste aller Süssigkeiten, diese kleinen Elisen-Lebkuchen, mit und ohne Schokolade, Stück für Stück auf der Zunge zergehen zu lassen und obwohl noch einige auf dem Teller lagen, schon vor deren Verzehr zutiefst zu bedauern, dass keiner für morgen übrig bleiben würde, aber wirklich keiner, nicht einmal Krümmelchen. Und obwohl schon die Zähne geputzt waren, ging der kleine getrennte Papi in dem blau-weiß gestreiften Pyjama, in seiner Phantasie eine Peter Pan-Uniform, noch einmal zu den Eltern, um zu fragen, ob er ausnahmsweise, wirklich nur ausnahmsweise, aus-nahms-weise zwei dieser fabelhaften Elisen-Lebkuchen haben dürfte, einen ohne, einen mit Schoko-Überzug? Und weil die Eltern ihn verstanden, nickten sie und die Mutter ging an die hölzerne Süssigkeiten-Truhe und es gab die Zwei - Himmel, war das ein herrliches Gefühl, es kribbelte im Magengrübchen und kitzelte im Gaumen und die Hände wurden lecker klebrig. Das Kissen, dass er zur Geburt geschenkt bekommen hatte, roch dann irgendwie nach den Lebküchlein. Für einen unbestimmten Zeitraum wurde aus dem Lichtstrahl ein geheimnisvoller Pfad in ein fabelhaftes Land, in dem es vor Gefahren nur so wilmmelte, die allesamt bestanden werden wollten, mit der einen oder anderen Blessur, sie gehörte selbstverständlich dazu, wie ein Ritterschlag. Schließlich wollte - immer zum Happy End - die Prinzessin gerettet und mit einem Kuss erweckt und mit einer Umarmung wiederbelebt sein. Was bei diesen zu bestehenden Abenteuern enorm half: das Photo der großen Schwester, schon ziemlich zerknautscht und zerknuselt und zerschaut, unter dem dicken Kopfkissen, es war gleichsam eine Art Schutzengel - davon konnte man ja nie genug um sich haben. Was natürlich etwa half, war der Zauberstaub von Naseweiss, wenn Käptn' Hook wieder mal eine Attacke mit seinem fliegenden Schiff ritt, um Peter Pan in dem blau-weißen Pyjama in Schrecken zu versetzen, was ihm hier und da gelang, aber das gute Ende hat immer Peter Pan. Dass er fliegen konnte, wohin er wollte, das war das unschlagbar Tollste! Schon die Vorstellung, er könne sich empor schwingen wie Peter Pan, versetzte den kleinen getrennten Papi in einen Schwindelzustand, den er sehr mochte. Etwas später verzauberten ihn die Reisen als Jim Hawkins auf die Schatzinsel auch in jenen Schwindelzustand, den nur er zu kennen schien. Wenn er seinen Freunden verstohlen davon erzählte, gab es nur unverständige Blicke, die den kleinen getrennten Papi aber nicht weiter störten - wenn ihn niemand in seine phantastische Welt begleiten wollte, dann hatte er alleine zu bestehen, schon recht, er würde es ihnen zeigen und sich selbst sowieso. Der schwarze Hund, Long John Silver und andere Spiessgesellen waren ebenfalls zu besiegen, wobei die Rettung wovor-und-vor-wem-auch-immer der eigentlich abenteuerliche Akt war. Einen Schatz zu finden, gut und schön - nur, sich bis dahin durchzuschlagen: der weg war das Ziel. Einfach, wann immer es wollte, in die Zeitmaschine von Jules Verne zu steigen und sich in andere Zeiten zu befördern, nix schien dem kleinen getrennten Papi magischer zu sein. Damit konnten keine Wenns & Abers & Vielleichts konkurrieren, noch heute sehnt sich der große getrennte Papi zurück und dann wird Von der Erde zum Mond, Die Schatzinsel, Robinson Crusoe oder Prinz Eisenherz herausgeholt und was könnte es für einen wunderbareren Ort als Camelot und die Ritter der Tafelrunde geben? Ein völlig losgelöst, mystischer, weiser Ort von dem aus der heilige Gral zu suchen war - immer wieder auf's labyrinthisch Neue, denn er ist der Ort, in dem wir uns selbst aufsuchen können, an dem wir Eins werden mit unseren sagenhaften Wunschvorstellungen. Aber dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...
Oder: Warum Märchen schon so reichlich viel Wahres in sich tragen. Worum es heute geht: Tim & Struppi, trotzdem, ein Theaterbesuch wird auch eine Reise in die Vergangenheit, Peter Pan & Käpt'n Hook, zwei Krokodile und einiger Zauberstaub. Der getrennte Papi, Marie und Alexander waren am Wochenende in Tim & Struppi und dem Geheimnis der Einhorn . Okay, da hat Herr Spielberg verschiedene Tim & Struppi-Comics in einen Film gegossen (neben dem Einhorn u.a. noch "Die Krabbe mit den Goldenen Scheren" und "Der Schatz Reckham des Roten" ). Und er hat einen ziemlichen Roller-Coaster-Streifen abgedreht. Aber wir Drei - als eingefleischte  T&S-Fans - haben uns schon amüsiert und an den Händen gehalten und mit Tim & Struppi und Kapitän Haddock gefiebert und darauf gehofft, dass alles ein gutes Ende nimmt - nahm es natürlich, weiß man irgendwie, trotzdem hofften wir auf's Happy End. Einen Tag später gingen wir zu Peter Pan ins Schauspielhaus und bevor es losging, trat der getrennte Papi eine kurze Zeit-Reise in die Vergangenheit an - in die Zeit als die Familie eine Familie war und die Familie als Familie eingeladen wurde. Nach der Trennung ändert sich doch bisweilen das persönliche Umfeld ziemlich radikal und als Single-Papi ist man definitiv weniger gern gesehener Gast - denn man ist Single-Papi und nicht mehr Familien-Vater. Die Amerikaner haben für dieses Phänomen einen treffenden Ausdruck: "It comes with the territory", so ist es. Freilich, es hängt natürlich auch mit dem eigenen Verhalten zusammen, der Rückzug aus dem Rückzug fällt manches Mal wegen Bodennebel und anderer Nebel-Erscheinungen aus. Und es ist halt wie im wahren Leben: In bestimmten Lebenssituationen trennen sich Spreu und Weizen, einfach simpel und simpel einfach. Da passt ein andere Käpt'n ganz gut ins Bild, jener  Hook aus Peter Pan. Die Geschichte von dem Jungen, der ein Kind in Nimmerland bleiben will und den beiden Geschwistern Darling, die doch zu ihren Eltern zurückgehen wollen, weil sie ahnen, dass die sie wahnsinnig vermissen und weil sie wissen, dass sie ohne ihre Eltern lieber nicht leben wollen. Und Hook ist eben der mit dem Haken und getrennte Papis müssen verdammt aufpassen, sich nicht in dem Haken der Bitternis auf immer und ewig zu verfangen. Um schließlich nicht wie Käpt'n Hook im Schlund eines grausamen großen Bühnenkrokodils zu landen und dort einfach nicht mehr rauszukommen. Und auch der Schlund eines nur kleines Psycho-Krododils kann ganz schön ungemütlich sein. Dann streichelt der getrennte Papi jedenfalls seine Kinder in ihren Schlaf und braucht keinen Zauberstaub. Das ist doch auch schon mal was. Alsbald dann wieder mehr vom getrennten Papi...
Ein flotter Dreier mit Alice aus dem Wunderland? Mit "Lost Girls" brachte der Macher der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" einen umstrittenen Erotik-Comic auf den Markt. Der Band ist nun auch in Deutschland erhältlich. Kunst oder Trash?
Krachendes Ende einer Weltkarriere: Wieder wird Michael Jackson sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. "Sie wollen mich tot oder lebendig" - schon 1995 sang er davon, gejagt zu werden. Jetzt gibt es seinen Steckbrief.
Nachdem US-Experten die wichtigsten internationalen Comics gekürt hatten, haben nun die Sprechblasen-Leser über ihre Favoriten abgestimmt. Ein Titel gewann mit weitem Abstand. Da musste ich mir ganz schön kritische Kommentare anhören. Nicht nur, dass ich einen US-Blog fälschlicherweise Medien-Blog genannt hatte, auch habe ich unterschlagen, dass bei der Umfrage nach dem besten internationalen Comic Experten nach ihrer Meinung gefragt wurden. Das Ergebnis dieser Experten-Befragung nahm ich lediglich zum Anlass, die Sprechblasen-Leser nach ihren Favoriten zu fragen. Da hatte ich es mir nicht nur zu einfach, sondern auch die Rechnung ohne die Leser gemacht ( wie man an den Kommentaren unter dem Artikel nachlesen kann ). Mea culpa, kommt nicht wieder vor. Schön ist, dass trotz der Text-Makel viele Leser an der Sprechblasen-Umfrage nach ihren Lieblingscomics teilgenommen haben, mit interessanten Ergebnissen. Natürlich ist die Umfrage nicht repräsentativ. Es wurden knapp 700 Stimmen abgegeben, wobei Leser mehrere Comics nennen konnten. Neben vielen Klassikern fanden sich auch spannende Exoten auf der langen Liste. Insgesamt gab es rund 100 Nennungen! (Stand 2. September 2011) Das sind Ihre Top 20: Watchman (40) Graphic Novel von Alan Moore und Dave Gibbons Maus (30) Graphic Novel von Art Spiegelman Calvin & Hobbes (30) Comicstrip von Bill Watterson Asterix (27) Comic von Goscinny und Uderzo Tim & Struppi (26) Comic von Herge Donald Duck (18) Disney-Figur, gezeichnet u. A. von Carl Barks Batman – Die Rückkehr des dunklen Ritters (17) Graphic Novel von Frank Miller Akira (17) Manga von Katsuhiro Otomo Bone (16) Comic von Jeff Smith Sin City (16) Comicreihe von Frank Miller Wilhelm Busch (16) u. A. "Erfinder" von Max und Moritz John Difool (15) Comic-Serie von Aleandro Jodorwskiy und Moebius Persepolis (15) Graphic Novel von Majane Satrapi Sandman (15) Comic-Serie von Neil Gaiman Hellboy (14) Comic-Serie von Mike Mignola Peanuts (14) Comic-Serie von Charles M. Schulz Ein Vertrag mit Gott (14) Graphic Novel von Will Eisner V – wie Vendetta (14) Graphic Novel von Alan Moore und David Lloyd Prinz Eisenherz (13) Comic-Serie von Hal Foster Peter Pan (13) Comic-Serie von Régis Loisel Die Zahlen in Klammern sind die für den Titel / die Serie abgegebenen Stimmen. Ein spannendes Ergebnis – und für mich ein schöner Anlass, diese Serien oder Einzelcomics in unregelmäßigen Abständen hier vorzustellen. Ich werde versuchen, dabei den Blick eines Neulesers auf die Geschichten zu werfen. Ob das klappt? Ich bin sehr gespannt und freue mich schon darauf. Auf jeden Fall vielen Dank für die Teilnahme an der Umfrage!
Letztes Jahr sorgte der todkranke US-Professor Randy Pausch mit einer Vorlesung für Furore, die zum Symbol für einen beispiellosen Lebenswillen wurde. Nun hat der 47-Jährige mit "Last Lecture - Die Lehren meines Lebens" ein berührendes Buch über seine Krebserkrankung und den Mut zum Träumen geschrieben.
Vor vier Jahren rekelte sie sich durch François Ozons "Swimming Pool", galt sofort als Frankreichs neues Sexsymbol und war darüber selbst am meisten erstaunt. In Claude Chabrols Film "Die zweigeteilte Frau" spielt sie nun sehr überzeugend das genaue Gegenteil.
Wegen der winterlichen Temperaturen ist im Londoner Hyde-Park erstmals seit dem Jahr 1981 das traditionelle Weihnachtsschwimmen ausgefallen.
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