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Sie nennen ihre Krankheit "Lifestyle" und stiften sich gegenseitig an, immer mehr abzunehmen: Pro-Ana-Gruppen haben sich in der Online-Welt festgesetzt - soziale Netzwerke von Magersüchtigen, in denen gefährliches Gedankengut und tödlicher Ehrgeiz gedeihen.
Magersüchtigen Blogerinnen droht jetzt in Frankreich eine Strafe von bis zu 30.000 Euro - oder, wenn es hart kommt, bis zu zwei Jahre Haft: Das sieht ein neues Gesetz vor, dass die Anstiftung zur Magesucht unter Strafe stellen soll. Betroffene reagieren auf "Pro-Ana"-Seiten im Internet mit blanker Wut.
Sie tragen Anstecker mit der Aufschrift "Think thin", Victoria Beckham ist ihnen "Thinspiration" und ihre beste Freundin heißt Ana: Anorexia nervosa, Magersucht. Im Internet stilisieren Anhänger der "Pro Ana"-Bewegung die Krankheit zum Lifestyle.
Lässt sich Magersucht per Gesetz bekämpfen? Wer Menschen zur Magersucht verführt, dem drohen in Frankreich künftig bis zu zwei Jahren Haft und Geldbußen bis 30.000 Euro. Demnach könnten Betreiber von "Pro-Ana"-Seiten im Knast landen.
Hungern aus ästhetischen Gründen ist ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem, meint die Fotografin Ivonne Thein. In ihrer Fotoserie "Zweiundreißig Kilo" thematisiert sie das krankhafte Streben nach extremer Schlankheit. Ab heute sind die schockierenden Bilder in Berlin zu sehen.
Ein blasser, bis auf die Knochen abgemagerter Körper, die Wangen eingefallen, der greisenhafte Mund halb geöffnet: Isabelle Caro ist seit 14 Jahren magersüchtig. Der stern hat das Model in Paris besucht und das Interview mit der Kamera begleitet.
Beinahe jedes dritte Mädchen zeigt Symptome von Essstörungen. Nun will die Politik einschreiten - auf Initiative von Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Auf einer Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Schmidt bezeichnete Schwarzer Magersucht als "Massenpsychose".
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