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"Siniora raus!" forderten Hunderttausende pro-syrischer Demonstranten vor dem Beiruter Regierungspalast und kesselten die Minister ein. Die Hisbollah-Sympathisanten verlangen den Rücktritt der vom Westen unterstützten Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora.
Regierungskrise im Libanon: Die schiitische Hisbollah und verbündete Parteien haben das Bündnis unter Ministerpräsident Saad Hariri verlassen. Auslöser ist ein Streit über die UN-Ermittlungen zum Mord an Hariris Vater.
Hamid Karsai gilt als treuer Verbündeter des Westens. Seine jüngsten Ausfälle zeigen nun: Der afghanische Präsident macht nur das, was er schon immer macht - seine Macht sichern.
Silvio Berlusconi schlägt zurück: Nachdem das Oberste Gericht Italiens die Immunität von Ministerpräsident aufgehoben hatte, kritisiert der "Cavaliere" nun massiv die Justiz seines Landes. Trotzdem droht ihm die Wiederaufnahme mehrerer Verfahren.
Kaliforniens First Lady Maria Shriver zeigt, wohin beim interaktiven Lernen und Informieren die Reise gehen könnte. Ach, diese Touristen. Immer wieder, erzählt Maria Shriver, wollen sie das Gleiche wissen: "Was gibt's bei euch denn sonst noch so zu sehen, außer Disneyland und Golden-Gate-Brücke?" Jetzt kann Arnold Schwarzeneggers Frau, die First Lady von Kalifornien, die Ahnungslosen einfach auf die Website des California Museum verweisen: Dort gibt es seit Montag interaktive Trampelpfade zu bestaunen, angefangen mit dem "Remarkable Women Trail" , einem virtuellen Wanderweg durch Kalifornien auf den Spuren von Frauen, die in der Geschichte des größten US-Bundesstaats auf die eine oder andere Weise Bemerkenswertes geleistet haben. Die Reise, die gespickt ist mit Fotos, Videos und informativen Texten, führt von der Korbflechterin Mabel McKay im Weinanbau-Städtchen Sonoma über die Autorin Joan Didion in Berkeley und viele andere namhafte Damen bis zu Sally Ride in San Diego, die 1983 als erste amerikanische Astronautin ins Weltall startete. "Wir können Ähnliches für Künstler machen, für die Umwelt, für Weinanbau - die Möglichkeiten sind schier endlos!", sprudelte es aus Shriver heraus, als sie das Projekt am Montag in San Francisco vorstellte. Zunächst auf der Bühne, anschließend bei einem privaten Empfang warb sie für die "Legacy Trails" als Neuerfindung des Lernens mit anderen, moderneren Mitteln: "Dies ist etwas, das Spaß macht", sagte die Gouverneurs-Gattin, und Schulen könnten "eine ganz neue Art des Unterrichtens" entwickeln - spannend, mitreißend, Übungen eben, bei denen man durch Mitmachen beinahe nebenbei etwas dazu lernt. Lehrer könnten dann auf Basis der Website Hausaufgaben stellen, die ebenfalls digital gelöst werden - etwa Foto-Essays oder Rätsel. All das basiert auf Adobes Flash-Technologie, die bisher noch allzu zu oft für kunterbunte, zeitraubende und nicht immer sehr nützliche Web-Animationen eingesetzt wird. Schön also, wenn künftig Kinder auf diese Weise lernen können, dass rund um San Francisco 112 Sprachen gesprochen werden und dass allein im Großraum Los Angeles mehr als 14 Millionen Menschen leben - was reichen würde, um L.A. zum viertgrößten Bundesstaat nach Texas, New York und Florida zu machen. (Vielleicht bekommen künftige Gouverneurinnen von Alaska, die jetzt noch zur Schule gehen, dann sogar mit, dass Afrika kein Land ist, sondern ein ganzer Kontinent.) Natürlich leistet Lernsoftware, die es seit langem zu kaufen gibt, Ähnliches. Aber Flash hat den Vorteil, dass nichts extra installiert werden muss, und die Informationen kommen immer frisch, immer neu aus dem Netz - ganz umsonst. Da kann kein Hersteller von Lernprogrammen mithalten, zumal in Zeiten, in denen Schulen noch knapper bei Kasse sind als sonst. "Ziemlich cool" findet jedenfalls der neunjährige Isaiah Hammond aus einer Grundschule in San Francisco die Museums-Website, die er am Montag ausprobieren durfte. "Man kann sich all die berühmten Kalifornierinnen anschauen und etwas lernen", schwärmte der Kleine - der allerdings, das muss man einschränkend erwähnen, nicht ganz unvoreingenommen war: Sein Lehrer hatte denen, die sich in letzter Zeit gut benommen hatten, versprochen, dass sie die First Lady treffen würden. Und dann ging's ab ins Edelhotel, wo er zusammen mit seinen Klassenkameraden am Laptop herumspielen konnte, während Maria Shriver und ein Dutzend Fernsehteams und andere Reporter um sie herumschwärmten. Dazu noch Snacks und Cola - klar, dass Isaiah nichts zu meckern hatte. Trotzdem: Dieser erste "Legacy Trail" ist gut gemacht, und die Idee verdient Erfolg und viele Nachahmer rund um den Erdball. Schließlich ist das Ganze nicht nur für kalifornische Augen gemacht. "Das Ziel war zu informieren, zu inspirieren und Menschen in aller Welt die Geschichte Kaliforniens zu erzählen", erklärte Shriver bei ihrem Auftritt am Rande der Adobe-MAX-Konferenz. Sie selbst, umzingelt von Programmierern, Entwicklern und sonstigen Menschen, die Computer-Kauderwelsch sprachen, fühlte sich "wie auf einer Konferenz von Star-Trek-Fans", erklärte sie dem lachenden Publikum, als sie auf der Bühne saß. Das Erlebnis gab ihr gleich die Idee für einen neuen "California Trail": einen interaktiven Rundgang, der hinter die Kulissen einer Technik-Konferenz führt und zeigt, was wir normalerweise nicht zu sehen bekommen. Klingt interessant, liebe First Lady, nur zu! Und als Nächstes dann vielleicht eine digitale Wanderung durch den Regierungspalast, die uns vorführt, wie es sich im Hause Schwarzenegger wirklich lebt? Macht der Governator den Abwasch? Fährt der Hummer mit Biodiesel? Zeigt das Heimkino "Conan der Barbar", "Total Recall" oder "Heidi"? Fragen über Fragen... Da soll noch einer sagen, Museen seien langweilig.
Der lateinamerikanische Kampf Arm gegen Reich ist so alt wie der Halbkontinent selbst - die Unruhen in Bolivien machen da keine Ausnahme. Der im Kern soziale Konflikt artete schon oft zum Stellvertreterkrieg zwischen den Weltmächten aus, nun droht ein neuer Kalter Krieg.
Lebensmittel sind knapp, die Preise explodieren. Das Agrarland Argentinien ist in der Krise. Nur die Exporteure verdienen wie nie. Die Argentinier wenden sich von ihrer Präsidentin Cristina Fernández ab. In ihrer Not besinnt sich die modebewusste Staatschefin auf die Gepflogenheiten der Demokratie.
Hugo Chavez vollzieht derzeit überraschende Kehrtwendungen: Der venezolanische Präsident kippt kurzerhand eine Verordnung für billigere Busfahrscheine und entzieht den lang gehätschelten kolumbianischen Farc-Rebellen seine Liebe - was ist mit dem populistischen Haudrauf los?
So wie in Buenos Aires hatte man sich das in Peking vorgestellt: Ein Fackellauf mit lächelnden Sportlern, sowie einer Auftakt- und Abschlussfeier, ohne Zwischenfälle. Was aber nicht bedeutet, dass die Argentinier mit Chinas Tibet-Politik einverstanden sind.
Trotz der dramatischen Lage im Tschad hat sich der UN-Sicherheitsrat nicht auf eine offizielle Erklärung einigen können. Davon ist abhängig, ob die UN auch militärisch gegen die Rebellen eingreifen könnte. In Tschads Hauptstadt kämpfen Regierungstruppen und Rebellen um die Macht; erste ausländische Flüchtlinge wurden in Sicherheit gebracht.
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