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Ein Haus ist im Erdboden versunken, zwei Menschen starben in den Trümmern - das erschütternde Resultat eines Bauskandals, der ganz Deutschland bewegte. Aber was wurde eigentlich aus den Dokumenten, die im Kölner Stadtarchiv eingelagert waren? Eine Ausstellung zeigt die Rettungsversuche.
Nach dem schweren Unglück in Köln gibt es harte Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung: Der Einsturz des Stadtarchivs sei absehbar gewesen, sagt ein Mitarbeiter. Die Unglücksstelle gleicht einer Trümmerwüste, drei Personen werden derzeit noch vermisst. Unschätzbare Kulturschätze dürften für immer verloren sein.
Noch ist nicht klar, wie viele Dokumente aus dem Kölner Stadtarchiv gerettet werden können. Nur eines steht fest: Es wird viel Arbeit auf die Restauratoren zukommen. Dokumente schockfrieren, "Stoffwechsel" herunterfahren, um Schimmel zu stoppen - das passiert beim Restaurieren.
Der Versicherungswert der im eingestürzten Kölner Stadtarchiv gelagerten Objekte beträgt 400 Millionen Euro. Doch was besagt schon der materielle Wert? Das Archiv beherbergte unschätzbare Dokumente aus mehr als 1000 Jahren Geschichte. Eine Bestandsaufnahme.
Oberbürgermeister Fritz Schramma stellt nach dem Unglück in der Kölner Südstadt den Bau der U-Bahn infrage. U-Bahn-Bau in einer Großstadt werde für ihn zu einem grundsätzlichen Problem. Mittlerweile rechnen die Helfer kaum noch mit Überlebenden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt.
Noch zwei Vermisste: Am Tag nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs versuchen Rettungskräfte weiter, mögliche Verschüttete zu finden. Doch die Bergungsarbeiten sind riskant, da die Unglücksstelle einsturzgefährdet ist. Immerhin: Einige der unersetzlichen Dokumente wurden gerettet.
Noch immer werden Menschen vermisst, Historiker machen sich große Sorgen um die wertvollen Dokumente, doch am Abend eines Schreckenstages in der Kölner Südstadt wird deutlich: Die ganz große Katastrophe ist beim Einsturz des Historischen Stadtarchivs ausgeblieben. Immer mehr deutet darauf hin, dass der nahe U-Bahn-Bau das Unglück ausgelöst hat.
32 Jahre hat Manfred Reimer in der Kölner Severinstraße gewohnt. Sohn Florian verbrachte in dem Haus sein gesamtes Leben. Als in unmittelbarer Nachbarschaft das Kölner Stadtarchiv einstürzte, verloren die beiden Männer ihre Heimat, aber nicht ihr Leben. Chronologie eines Totalverlustes.
Die Bergungsarbeiten in Köln gestalten sich weiterhin schwierig: Spezialisten aus Japan und den USA konnten nicht helfen. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Gutachten bereits 2004 "Hohlraumbildungen" auf Grund der Tunnelarbeiten feststellte.
Die Bergungsarbeiten in Köln gestalten sich weiterhin schwierig: Spezialisten aus Japan und den USA konnten nicht helfen. Es gibt kaum noch Hoffnung, die beiden vermissten jungen Männer noch lebend zu finden. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Gutachten bereits 2004 "Hohlraumbildungen" auf Grund der Tunnelarbeiten feststellte.
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