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Chancen und Grenzen der Nächstenliebe

Mit der Kampagne "The Giving Pledge" konnte Warren Buffett zig US-Milliardäre dazu animieren, einen Teil ihres Vermögens zu spenden. Warum er in Europa keine Anhänger findet, ergründet diese ARD-Doku.

Warren Buffet (L.) fand in Microsoft-Gründer Bill Gates einen begeisterten Unterstützer seiner wohltätigen Kampagne "The Giving Pledge"

Warren Buffet (L.) fand in Microsoft-Gründer Bill Gates einen begeisterten Unterstützer seiner wohltätigen Kampagne "The Giving Pledge"

Ich wäre mit weit weniger Geld genauso glücklich. Pleite wäre ich allerdings nicht gerne." - Aus dem Mund eines der reichsten Männer der Welt klingen diese Worte ein wenig unwirklich. Und doch ließ Warren Buffett, amerikanischer Investmentguru, Taten folgen und gründete 2010 die philanthropische Kampagne "The Giving Pledge" ("Die Verpflichtung, zu geben"). Welche Überzeugungen hinter dem Gefühl stecken, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu müssen, und warum Buffett für seine Initiative in Europa keine Unterstützer findet, ergründet die ARD-Dokumentation "Das Gewissen der Superreichen". 18 Monate begleiteten Gisela Baur und Ralph Gladitz den Unternehmer Buffett und sprachen mit Mitstreitern und Kritikern von "The Giving Pledge".

Den Gedanken, mit seinem angehäuften Reichtum etwas Sinnvolles anstellen zu wollen, hegte Warren Buffett schon lange bevor er 2010 seine Kontakte spielen ließ und sich mit anderen schwerreichen Menschen zusammensetzte. Seine Idee war es, andere dazu zu animieren, mindestens die Hälfte ihrens Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden - egal ob zu Lebzeiten oder nach ihrem Tod. Inzwischen hat "The Giving Pledge" viele prominente Unterstützer, darunter Microsoft-Gründer Bill Gates, Kult-Regisseur George Lucas und Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg.

Die Beziehung zwischen Demokratie und Kapitalismus

70 US-Milliardäre haben Warren Buffett bereits ihr loses Versprechen gegeben, bloß in Europa findet "The Giving Pledge" bislang keine Anhänger. Dass die deutschen oberen Zehntausend kein soziales Verantwortungsbewusstsein haben, bedeutet das allerdings keineswegs. Der Blickwinkel ist nur ein anderer.

Die französische Baronin Ariane de Rothschild, der Hamburger Reeder Peter Krämer sowie der SAP-Gründer Hasso Plattner sind der Überzeugung, Warrens Initiative verfolge den falschen Ansatz. So merkt der Hamburger Peter Krämer an: "Es darf doch im demokratischen Staat nicht im Belieben von Milliardären stehen, wofür gespendet wird, sondern es ist Aufgabe des Staates, und damit letztlich der Bürger, für das Richtige zu sorgen."

Der 75-minütige Film von Gisela Baur und Ralph Gladitz hält sich mit Wertungen stark zurück, räumt Vertretern beider Seiten gleich viel Raum ein und lässt zuletzt Baronin Rothschild sogar mit Warren Buffett zu Abend essen, den sie zuvor nicht kannte. Es wird klar: Es ist nicht der philanthropische Grundgedanke, an dem sich die Geister der Französin und des Amerikaners scheiden. Schon eher die Definition von der Beziehung zwischen Demokratie und Kapitalismus.

Die Dokumentation von Gisela Baur und Ralph Gladitz läuft am heutigen Dienstag, den 3.7.2012 um 22:45 Uhr in der ARD.

hw/Teleschau/TELESCHAU

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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