Startseite

Bohlen-Casting startet schwächer als im Vorjahr

Über sechs Millionen Zuschauer insgesamt, 31 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. Die Quoten zum Staffelstart von "Deutschland sucht den Superstar" sind beeindruckend. Und dennoch: DSDS hat kräftig Federn lassen müssen.

Soll man tatsächlich von einem Misserfolg sprechen? Mehr als sechs Millionen Zuschauer sahen zu, als sich am Samstagabend wieder weitgehend talentfreie Nachwuchssänger vor dem Jury-Pult von Dieter Bohlen zum Affen machten. Vor allem junge Menschen schauen bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) zu: In der Zielgruppe der 14-49-Jährigen kommt die RTL-Sendung auf einen Marktanteil von 31 Prozent – ein Wert, den sonst meist nur Fußballübertragungen oder „Wetten, dass..?“ an guten Tagen erreicht. Und dennoch: Im Vergleich zum Rekordstart im Vorjahr hat das Bohlen-Casting abgebaut.

Das könnte tatsächlich an der neuen Konkurrenz liegen: Schon seit Wochen fährt "The Voice of Germany" bei den Konkurrenzsender ProSieben und Sat1 Topquoten ein. Die angeblich etwas andere Castingshow kommt an, weil es hier mehr um die Musik geht als um Fremdschämen. Und vielleicht auch, weil sich Juroren Nena oder Xavier Naidoo einfach netter sind, und sich nicht so peinlich aufführen wie Dieter Bohlen. Die "Prolldisco DSDS" hat Federn lassen müssen und das heißt konkret: 1,3 Millionen Zuschauer weniger als beim letzten Staffelstart.

"Stubbe" siegt am Samstagabend

Das Quotenrennen beim Gesamtpublikum am Samstagabend hat dann auch der ZDF-Krimi "Stubbe" gewonnen, während DSDS nur auf den zweiten Platz kam. Immerhin 7,03 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 21,1 Prozent) schauten sich "Stubbe - Von Fall zu Fall: Begleiterinnen" an. "Die Krone der Volksmusik" in der ARD verfolgten am Abend 5,43 Millionen (16,7 Prozent). "Harry Potter und der Halbblutprinz" auf Sat.1 interessierte 2,96 Millionen Zuschauer (9,3 Prozent). Den Film "Armageddon - Das jüngste Gericht" auf ProSieben sahen 2,12 Millionen (6,6 Prozent).

Für DSDS reichte es mit den 31 Prozent Marktanteil selbstverständlich dennoch für den Tagessieg in der werberelevanten Zielgruppe – und das sogar mit deutlichem Abstand. Doch alles andere wäre auch eine echte Enttäuschung gewesen. Es ist also Jammern auf hohem Niveau. Und doch kann man gespannt sein, wie sich die neue Konkurrenz auf die Quoten der weiteren Shows auswirkt. Vielleicht müssen Bohlen und Co. nach den Erfolgen der letzten Jahre tatsächlich kleinere Brötchen backen.

be

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools