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Gesucht, gefunden, gefloppt

Mit "DSDS Kids" und "The Winner is..." gehen heute Abend die vermutlich größten Quotenflops in der Geschichte der Castingshows zu Ende. Ihr Scheitern macht Hoffnung: Hat das Format etwa ausgedient?

  "DSDS Kids"-Kandidat Timmy ist erst elf, rasiert sich aber schon - zumindest an den Augenbrauen.

"DSDS Kids"-Kandidat Timmy ist erst elf, rasiert sich aber schon - zumindest an den Augenbrauen.

Der zahme Dieter zieht nicht. Das Experiment Kinderquatsch mit Dieter Bohlen ist bei RTL grandios gescheitert. Die Idee, mit "DSDS Kids" heranwachsende Castingshow-Kandidaten schon im Alter von vier Jahren vom Kindergarten auf die große Showbühne zu ködern, entwickelte sich beim Privatsender zum Quotenfiasko. Und das, obwohl der Ableger des Originals "Deutschland sucht den Superstar" doch eigentlich dem Mutterschiff frischen Fahrtwind in die Segel blasen sollte.

Die Show, in der Vier- bis 14-Jährige vor einer Jury auftreten, stand von Anfang an in der Kritik von Kinderschützern. Aber das schien nicht das größte Problem von "DSDS Kids" gewesen zu sein. Die Show wirkte wie ein liebloser Abklatsch des Originals - nur zahmer, gekünstelter, langweiliger. Nur 1,25 Millionen Zuschauer in der werberelevanten Zielgruppe wollten die Kindercastingshow, die am 5. Mai startete, am vergangenen Freitag sehen. Selbst das schwächelnde Original hatte zuletzt im Schnitt fünf Millionen Zuschauer. Und schon diese Zahlen veranlassten den Sender dazu, das einst so starke Format "Deutschland sucht den Superstar" kräftig umzukrempeln: In der nächsten Staffel soll alles anders werden - nur Dieter Bohlen bleibt auf seinem Chefposten.

Der Quotenschwund zieht sich durch alle Castingformate

Wenn "DSDS Kids" heute Abend mit zehn kleinen Finalisten zu Ende geht, endet also auch einer der größten Flops, den der erfolgsverwöhnte Privatsender in diesem Jahr zu verzeichnen hat. Doch mit dem Phänomen, dass das Interesse an Castingshows im deutschen Fernsehen abnimmt, hat nicht allein RTL zu kämpfen. Auch Sat.1 schließt heute Abend mit dem katastrophalen Quotenflop "The Winner is..." ab. Es sollte ein großes Comeback der Moderatorin Linda de Mol werden - und endete im Desaster. Gerade mal 0,86 Millionen Zuschauer schalteten in der jungen Zielgruppe das Halbfinale ein. Zwei Sender, zwei Castingshows, zweimal große Erwartungen - und für beide Sender ein tiefer Absturz in den Quotenkeller.

Die mäßigen Einschaltquoten der Castingsshows ziehen sich durch sämtliche Formate. Schon die RTL-Suche nach dem besten Promi-Tänzer bei "Let's Dance" enttäuschte in diesem Jahr mit mäßigen Zahlen. Heidi Klums Modelsuche "Germany's next Topmodel" auf ProSieben verzeichnet aktuell die schwächste Staffel. Das Prinzip des Aussiebens vor laufenden Kameras scheint sich abgenutzt zu haben. Bei RTL muss man zugeben, dass "DSDS Kids" gescheitert ist. "Das Konzept hat am Freitagabend in der Hauptsendezeit leider nicht eine breite Zuschauerschaft angesprochen", sagt eine Sprecherin. Ob und wie es mit dem Kinderformat weitergehen soll, will man nun beim Sender in Ruhe besprechen. Dass RTL jedoch tatsächlich eine Wiederholung des Flops wagt, ist unwahrscheinlich. Die ewige Suche scheint auch bei RTL ein Ende zu nehmen.

kmi
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