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Finale Freudentränen sind nur gespielt

Im Finale der Casting-Show von Bar Refaeli dürfen die Zuschauer live abstimmen. Kein Grund, auch live zu senden, dachte sich wohl Sat.1 - und ließ jede der drei Finalistinnen schon mal den Sieg üben.

Von Ina Linden

  Bungee-Jumping und Fast-Nackt-Aufnahmen im Meerjungfrauenkostüm: Bar Refaeli, Fotograf Oliver Gast (l.) und Model-Agent Peyman Amin veranstalteten Spektakuläres - spannend fanden das allerdings nur wenige.

Bungee-Jumping und Fast-Nackt-Aufnahmen im Meerjungfrauenkostüm: Bar Refaeli, Fotograf Oliver Gast (l.) und Model-Agent Peyman Amin veranstalteten Spektakuläres - spannend fanden das allerdings nur wenige.

  • Ina Linden

Sandy ist ein Glückspilz. Zum einen hat sie es ins Finale von Bar Rafaelis Modelshow "Million Dollar Shooting Star" geschafft, zum anderen hat ihr das Supermodel beim Shooting im Toten Meer den Glitter aus den Haaren gewaschen. Seitdem fühlt sich Sandy umso privilegierter - sagt sie in einem Interview. Ob sich die blonde Hamburgerin von der Israelin wohl auch das Talent zum Schauspielern abgeguckt hat?

Das Finale könnte es zeigen. Da das Fernsehen nur ungern etwas dem Zufall überlässt, hat Sat.1 wohl auch den Abschluss seiner gefloppten Castingshow bereits fertig im Kasten. Da die Zuschauer per Live-Voting die Siegerin küren sollen, mussten die drei Finalistinnen schon einmal vorjubeln.

Eine Sprecherin des Senders bestätigte, das Finale der Sendung sei in drei verschiedenen Fassungen in Kroatien aufgezeichnet worden. "Je nach Ausgang des Live-Telefon-Votings zeigt Sat.1 das entsprechende Ende", so die Sprecherin. "Die von den Anrufern gewählte Siegerin bekommt den Schlüssel zu ihrem Safe und darf das von ihr erspielte Preisgeld in sechsstelliger Höhe mit nach Hause nehmen." Zuvor hatte bereits das Medienmagazin DWDL.de von dem vorproduzierten Finale berichtet.

Models zeigten extremes Talent zum Leiden

Wer in den vergangenen Wochen einmal bei Model-Mama Bar reingezappt hat, dürfte ahnen, dass wohl jede der drei Varianten vor Freuden-, Schmerz- und Trauertränen nur so trieft. "Million Dollar Shootingstar" hat in waghalsigen und extrem offenherzigen Shootings von der heißen israelischen Wüste bis hin zum bitterkalten Island die Leidensfähigkeit seiner Models auf eine harte Probe gestellt. Die Zuschauer schalteten dennoch weg: Schon die zweite Folge wurde wegen schlechter Quoten von der Primetime in die Nacht verbannt – und lief statt um 20.15 Uhr erst um 23.15 Uhr.

So dürften viele Zuschauer die Augen nicht mehr lange genug offen halten, um zu erfahren, welches Mädchen seine körperlichen und seelischen Wunden vom Geldregen lindern lassen kann. Schließlich zeigt Sat.1 am 21. Dezember zunächst den Spielfilm "Santa Clause 3" und im Anschluss zwei Folgen der Comedy "Knallerfrauen", bis bei "Million Dollar Baby" um 1.40 Uhr die Lichter ausgehen.

Ina Linden, mit DPA

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