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Wer ist dieser Typ eigentlich?

Claudia Effenberg kannte man, ja, Paul Janke auch. Gänzlich neu war bei "Promi Big Brother" aber vielen Zuschauern dieser Aaron, der jetzt erdrutschartig gewonnen hat. Wer ist der überhaupt?

Quasselte sich zum Erfolg: Aaron Troschke

Quasselte sich zum Erfolg: Aaron Troschke

Ganz aufmerksame TV-Junkies hätten es vielleicht ahnen können. Schon 2012, als dieses Babyface bei Günther Jauch seinen ersten Auftritt hatte, drohte Aaron Troschke, dass er jetzt noch so einige Pläne habe. Er habe da ein paar Ideen "in Sachen Fernsehen", sagte der damals 23-Jährige, die er gerne umsetzen würde. Was, verriet er noch nicht.

Und nun also das. Zweiter Auftritt, zweite Sendung. Zweiter Erfolg. 125.000 Euro gewann er bei Jauch, nun kommen noch einmal 100.000 dazu. Macht insgesamt eine knappe Viertelmillion. Nicht schlecht für eine so kurze TV-Karriere und für einen, der sich zu Beginn dieser "Promi Big Brother"-Staffel selbst den Status eines D-Promis erstmal noch erarbeiten musste.

Junge von nebenan oder Rampensau?

Aaron Troschke: Vor zwei Wochen noch nahezu unbekannter früherer Backshop-Besitzer, dessen loses Mundwerk ihn als ersten Kandidaten über sage und schreibe drei (!) "Wer wird Millionär"-Folgen trug. Nach diesen ersten Schritten in der Öffentlichkeit hatte er die bescheidene Prominenz für einen Youtube-Kanal genutzt. In "Hey Aaron" stellte er sich verschiedenen "Herausforderungen", Knete essen, Böller in die Mikrowelle stecken, ein Besuch bei einer Domina. Nebenbei quasselte er sich ein bisschen durchs Berliner Radio und zog dann still und heimlich ins Big-Brother-Haus ein.

Und nun hat er das Ding also gewonnen. Wie? Mit einer Berliner Schnauze, der man anmerkt, dass sie keine große PR-Schule durchgemacht hat. Dass Ronald Schill, wenn er blank zieht, zwar für Quote sorgt, aber nicht für Sympathien, hätte er sich eigentlich ebenso denken können wie Porno-Sternchen Mia. Denn dass die plumpe Sex-Masche beim Publikum nicht zieht - das wissen wir spätestens seit Micaela Schäfers Auftritt im Dschungelcamp.

Dass der Erfolg Troschke selbst überrascht, ist übrigens nicht sehr wahrscheinlich. Nach eigenen Angaben war der 25-Jährige schon immer ein bisschen "kamerageil" - und letztlich vielleicht sogar weniger aufs Geld als auf das Rampenlicht aus. Falls es so war, hat er selbiges jedenfalls gekonnt genutzt. Zumindest für kurze Zeit dürfte er nun sogar zum C-Promi werden.

car

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo