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Ehebrecherin gegen Königin der Herzen

Mit einem brisanten Duell startet die vierteilige ZDF-Dokumentarreihe "Rivalinnen": Diana, die "Königin der Herzen" gegen die ehemalige "Ehebrecherin" Camilla Parker-Bowles, die um die Gunst von Charles buhlen.

In Originalbildern und dokumentarischen Filmaufnahmen sowie Äußerungen von Biografen und Hofexperten zeichnet der Film den Lebensweg der beiden Frauen und ihren Kampf um die Position in Charles’ Leben nach. Private Szenen, die nicht bildlich dokumentiert sind, wurden in verschwommenen Szenen nachgestellt.

Was kaum jemand unter den Hunderten von Millionen Menschen ahnt, die 1981 die "Traumhochzeit" von Charles und Diana am Fernsehschirm verfolgen: Der britische Thronfolger und Camilla sind seit über zehn Jahren ein Liebespaar. Die selbstbewusste junge Frau hat sich nie der Illusion hingegeben, sie könnte Charles heiraten und Königin werden. Aber sie will ihm so nah wie möglich sein und ihn besser kennen als irgendjemand sonst. Charles’ Geliebte zu sein ist für sie die zweitbeste Wunschvorstellung und die beste aller möglichen Lösungen. "Wie wär’s mit uns?" soll sie ihn beim ersten Treffen 1970 bei einem Polo-Turnier anzüglich gefragt haben.

Als die noch nicht 20 Jahre alte Diana Spencer vor ihrer Hochzeit mit Charles zum ersten Mal Camilla trifft, hält sie die Affäre ihres künftigen Mannes mit der inzwischen verheirateten Mutter von zwei Kindern für längst beendet. Doch sie muss feststellen, dass - wie sie später nach dem Scheitern ihrer Ehe in einem TV-Interview sagt - "wir zu dritt waren".

Kampf um Charles' Herz brachte Monarchie in Gefahr

Die Rivalinnen Diana und Camilla kämpfen mit gegensätzlichen Mitteln um ihre Rolle an der Seite des Prinzen. Camillas Position beruht auf ihrer tiefen Kenntnis von Charles' Persönlichkeit. Diana setzt zunächst auf ihre Rolle als Mutter des nächsten Thronfolgers und macht ihrem Mann emotionale Szenen, mit denen dieser nicht umgehen kann. Und je mehr ihre Ehe zerfällt, umso stärker erkennt Diana ihre große öffentliche Wirkung auf Menschen - im direkten Kontakt und auf dem Weg über Fotos und das Fernsehen. Diese setzt sie auch nach der Trennung Ende 1992 so wirkungsvoll gegen Camilla und Charles ein, dass zeitweilig sogar die Monarchie in Gefahr scheint.

Königin wird Camilla nie

Nach der Scheidung 1996 und Dianas Unfalltod 1997 vergehen weitere Jahre, bevor die 1995 geschiedene Camilla und Prinz Charles im Jahr 2005 doch noch heiraten können. Doch weder führt Camilla den Titel der Princess of Wales, der zu sehr an Diana erinnert, noch wird sie sich voraussichtlich jemals Königin nennen dürfen.

In den weiteren Folgen werden an den nächsten Dienstagen drei andere "Rivalinnen"-Paare vorgestellt: Soraya und Farah Diba, die nacheinander mit dem Schah von Persien verheiratet waren (18. Juli), Jackie Kennedy, die als Witwe des US-Präsidenten den griechischen Reeder Aristoteles Onassis heiratete und die Operndiva Maria Callas von seiner Seite verdrängte (25. Juli) sowie Eva Braun und Magda Goebbels, die um die Liebe des Nazi-Diktators Adolf Hitler buhlten (1. August). Die erste Folge wird am Dienstag, den 11. Juli um 20.15 Uhr zu sehen sein.

DPA/DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo