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Die längste Raab-Show aller Zeiten

2,5 Millionen Euro sind eine Menge Geld für einen Abend. Trotzdem erscheint die enorme Summe, die "Schlag den Raab"-Kandidat Peter am Ende erhält, gerechtfertigt - für einen langen, harten Tag.

Es war ein langer Abend für alle: Für die Zuschauer zu Hause und im Saal. Für uns Journalisten. Für Moderator Steven Gätjen. Für den Kommentator Ron Ringguth (wo war eigentlich Buschi?). Für . Und natürlich für den Herausforderer: Kandidat Peter Meiners aus Berlin, 34 Jahre alt, Medienanalyst. Und da der nach mehr als sechs Stunden auch noch 2,5 Millionen Euro gewann, konnte er danach wahrscheinlich noch immer nicht schlafen, der Arme.

Es war lang, weil "Schlag den Raab" immer lang ist. Weil Raab sich mal wieder tausendfach die Spielregeln paraphrasieren ließ. Ach ja, und dann war da ja noch dieses Spiel, das einen großen Haken hatte - und die Sendung zur längsten Raab-Show aller Zeiten machte.

Besonders bizarr: die akustische Simulation einer hektisch tickenden Uhr während des vorletzten Spiels. Zu diesem Zeitpunkt ist die Sendung bereits eine Stunde länger als vorgesehen; längst sollte "Final Destination 2" laufen. Moderator Gätjen kennt den Film offenbar schon, denn er ruft immer wieder: "Lasst euch Zeit, lasst euch Zeit!" Um kurz vor halb zwei am Sonntagmorgen. Und da hatte das Drama noch nicht einmal begonnen. "Ringgate" nannten Twitterer das Spiel "Ring the Bull", das der Show einen bizarr-absurdes Finale bescherte. Ein Trinkspiel ohne Alkohol - na, wie könnte das auch nicht schiefgehen.

Um 2.24 Uhr ist es vorbei. Peter gewinnt - nein: verdient - 2,5 Millionen. So schön das klingt: Es bedeutet auch, dass der Kandidat der nächsten Show, der - Tusch! - 50. Ausgabe von um nichts weiter als eine halbe Million spielt.

Jenny Kallenbrunnen

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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