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Publikums-Joker kostet Kandidaten 124.500 Euro

Böses Erwachen für einen Kandidaten bei Günther Jauch. Bei der 125.000-Euro-Frage verließ er sich auf eine junge Frau aus dem Publikum. Die gab sich forsch, lag aber falsch - das Vermögen war futsch.

Ein Tipp aus dem Publikum hat den WWM-Kandidaten Jérôme Adjallé auf tragische Weise 124.500 Euro gekostet.

Ein Tipp aus dem Publikum hat den WWM-Kandidaten Jérôme Adjallé auf tragische Weise 124.500 Euro gekostet.

Guter Rat ist teuer, sagt der Volksmund - aber auch ein falscher Rat kann teuer werden: Ein Tipp aus dem Publikum hat einen Kandidaten der RTL-Quizshow "Wer wird Millionär?" auf tragische Weise 124.500 Euro gekostet. Ausgerechnet bei Frage 13 verließ den 32-jährigen Jérôme Adjallé in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung das Glück. Und das brauchte der Berliner, weil er im Gegenzug für diesen Zusatzjoker auf die Absicherung bei 16.000 Euro verzichtet hatte. Bei der 125.000 Euro-Frage verließ er sich auf eine 19 Jahre alte Studentin. Das Ergebnis: Adjallé musste mit 500 Euro heimgehen.

Es ging um die Frage: "Wer auf der "Tribüne" Platz nimmt, tut dies der Wortherkunft zufolge eigentlich, um ...?" - "A: gekrönt zu werden", "B: Recht zu sprechen", "C: Orgien zu feiern" oder "D: Almosen zu verteilen". Adjallé, der die ersten zehn Antworten souverän ohne Joker geben konnte, rief bei der verhängnisvollen 13. Frage zunächst seinen früheren Deutsch- und Geschichtslehrer an. Nach kurzem Zögern riet dieser Telefon-Joker zu Antwort B, war sich aber nicht ganz sicher.

Großes Latinum - aber keine Ahnung

Vorsichtshalber fragte Adjallé deshalb noch im Publikum nach - und verließ sich auf eine 19 Jahre alte Zuschauerin. Sie studiere Jura und habe das große Latinum, so untermauerte sie vor Günther Jauch, dem Kandidaten und fast fünf Millionen Fernsehzuschauern ihre Wahl. Antwort D, "Almosen zu verteilen", sei korrekt, sagte die junge Frau. Adjallé glaubte ihr - doch sie lag falsch. Die Antwort des Lehrers war korrekt gewesen.

Der Berliner, der als Magier arbeitet, trug das Pech einigermaßen gefasst und lachte sogar kurz. Völlig entgeistert schien dagegen die 19-Jährige im Zuschauerraum. Kurz nach der Sendung wurde die tragische Szene in sozialen Netzwerken lebhaft diskutiert.

Shitstorm nach der Sendung

Auf seiner Facebook-Seite forderte Adjallé noch in der Nacht zu Dienstag, die glücklose Studentin nicht weiter zu behelligen. "Nachdem ich in den letzten 3 Stunden Zeuge eines handfesten "shitstorms" gegen das junge Mädel aus dem Publikum bei WWM geworden bin, möchte ich doch ALLE bitten, sich zu zügeln, und sie in Ruhe zu lassen. Das hat NIEMAND verdient!!", schrieb er.

kng/DPA/DPA
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