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26. Januar 2008, 10:54 Uhr

Das Licht am Ende des Dschungels

"Im Großen und Ganzen war es ein Spiel, das, wenn es anders läuft, auch anders hätte ausgehen können!" Eine alte Fußballerweisheit des großen Dschungel-Philosophen Eike Immel. Und so bezeichnend für das anstehende Finale. Das Spiel ist vorbei. RTL sendet ein letztes Mal aus dem australischen Busch, bevor im Camp die Lichter ausgehen. Von Katharina Miklis

Dieser Gegner ist in der Überzahl: Michaela und Isabel im Kampf gegen Wasserfontänen© Menne/RTL

Es scheint ein Licht am Ende des Dschungels. Während in Hessen und Niedersachsen am Sonntag die Landtagswahlen stattfinden, geht im australischen Urwald schon am Sonnabendabend die Wahl über die Bühne, die Deutschland wirklich bewegt: Die Ernennung des Dschungelkönigs beziehungsweise der Dschungelkönigin 2008. Nach 16 Tagen unter härtesten Wahlkampfbedingungen, von denen sich Roland Koch und Christian Wulff eine Scheibe abschneiden könnten, entscheidet das Volk: Wer soll den Dschungel regieren? Nachdem Isabel Edvardsson ihr Amt niederlegen und das Camp verlassen musste, stehen noch drei Kandidaten zur Wahl: Bekommt Bata, der Dschungel-Minister für innere Gelassenheit, die meisten Stimmen? Oder Michaela, Ministerin für Gesundheit, Familie, Frauen, Männer und alles, was sonst noch anfällt? Oder soll Selbstverteidigungsminister Ross den Dschungel regieren?

"Ich möchte den Haus rocken"

Die letzten "Überlebenden" des 16-tägigen RTL-Dschungel-Boheis sind bereit für den letzten Kampf vor der Wahl. Aufbruchstimmung im Camp. Alle Tränen sind geweint, alle Ängste durchgestanden. Und auch die finale Dschungel-Prüfung hat Ross Antony mit Bravour bestanden. Gut drei Wochen vor dem Kinostart von "John Rambo" machte er Sylvester Stallone Konkurrenz und trat im Ramboss-Outfit zur Challenge an. Seine Motivation: "Ich möchte den Haus rocken". Und den, äh... das hat er. Wie mutig er über den mit Schlangen und Blutegeln gefüllten Dschungelsee balancierte und dabei quiekte - der echte Rambo kann einpacken.

Netter anzusehen war da doch die letzte Schatzsuche der mittlerweile dritten Dschungel-Staffel. Hier setzte der Sender ein letztes Mal auf die viel versprechende Erotik-Schiene. Man kam nicht umhin, sich die RTL-Redakteure bei der Arbeit vorzustellen, wie sie diese letzte Teamaufgabe ausheckten. "Nun gut", werden sie sich gedacht haben, "wir haben jetzt noch zwei Blondinen im Camp - einen Ex-Pornostar und eine echt heiße schwedische Tänzerin. Wie kriegen wir das hin, dass die sich noch mal ausziehen? Irgendetwas mit Wasser wäre nicht schlecht. Das glänzt so schön auf der Haut. Und rekeln sollten sie sich auch..." Gesagt, getan - ein paar Löcher in ein Brett gebohrt und los geht's. Die Aufgabe der alternden und der angehenden Sexbombe war es, die elf Löcher, aus denen Wasser spritzte, mit ganzem Körpereinsatz zuzuhalten. Warum? Ist doch jetzt egal! Isabel muss ihren hübschen Po hinhalten und Michaela spreizt die Beine. So hat man sie lange nicht mehr gesehen. Und bei RTL wird mal wieder eifrig gezoomt.

Ross auf dem rollenden Schwebebalken - unter ihm Wasser, Schlangen, Egel© Menne/RTL

Bluten für die Quote

Die Prüfung ist bestanden, die Quote gerettet. Trotzdem musste nach Eike, dem singenden Reisewecker, nun auch sexy Isabel ihr Schminktäschchen packen und den Busch verlassen. Einen Tag vor dem Finale. Am Abend ist sie dann vorbei, die große Show. Die, die kein Mensch braucht, keiner will und erst recht keiner anschaut. Die, die trotzdem Abend für Abend eine Traumquote erreicht. Aus den 4,6 Millionen Zuschauer der Auftaktshow sind in der zweiten Woche des RTL-Dschungelcamps über fünf Millionen geworden. Eine sensationelle Quote. Eine, für die die Camp-Bewohner bluten mussten. Im wahrsten Sinne des Wortes. DSDS-Mäuschen Lisa Bund spuckte schon nach einer Woche Blut und musste raus aus dem Camp, Barbara Herzsprung platzten die Füße auf, und Eike Immel wurde an Tag 13 von einer Ratte in die Lippe gebissen. Die Liste der Verletzten ist lang. Aber was tut man nicht alles, um das unschöne "Ex" loszuwerden? Ex-Pornostar, Ex-Bro'Sis-Sänger, Ex-Schlagerbarde - das klingt nach Scheitern, Abstieg und geplatzten Träumen. Dschungelkönig, das wär's doch! Und dann klappt es dank Dschungelcamp auch mit der großen Karriere. Ganz bestimmt...

Von Katharina Miklis
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Sionnach (27.01.2008, 01:34 Uhr)
Ex- Pornostar
Eines kann ich grundsätzlich zu ihr sagen, ihre Filme mit entsprechenden Körpereinsatz habe ich nicht gesehen. Aber was ich jetzt gelesen und gesehen habe, das die Frau taff ist, und mehr zu bieten hat, als ihren Körper! Schade eigenlich das man sie immer wieder in der Schublade stecken will!
troller (26.01.2008, 18:19 Uhr)
Ich
bin immer noch entsetzt, mit welcher Ausführlichkeit sich der STERN diesem Thema widmet... Bekommen Sie SOVIEL Geld, daß Sie Ihre Seriosität den Bach runtergehen lassen?! Bedauerlich...
troller (26.01.2008, 18:14 Uhr)
Ich
bin immer noch entsetzt, mit welcher Ausführlichkeit sich der STERN
master_of_chaos (26.01.2008, 14:22 Uhr)
Ex-Pornostar--
Warum sollte Frau Schaffrath darauf erpicht sein, den Zusatz "EX" wieder loszuwerden?
Manche Autoren scheinen mir lernresistent zu sein..
humaluma (26.01.2008, 13:22 Uhr)
Schade eigentlich...
...aber wenn's am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören...ich fand es eine nette Abwechslung im Abendfernsehen und wer keinen Bock drauf hat, braucht es ja nicht zu kucken...ich freu mich auf jeden Fall auf die nächste Staffel...
Eisenbaer (26.01.2008, 12:40 Uhr)
Aha, vorbei. Schön. Und?
Alles vorbei und ich habe keine Folge davon gesehen. Gut. Ein paar Trailer vielleicht zu Anfang, bis ich bemerkte, wovon diese handelten. Dann Channelhopping. Hoffentlich hört jetzt auch der Stern damit auf, auf diese Weise zu nerven. Und alles bleibt wie immer. Keiner wurde im Dschungel gefressen, die großen Schlagzeilen blieben aus. Schade, was? Nur Stumpfsinn. Zwei Wochen Stumpfsinn. Jeden Abend. Endlich vorbei, nun wieder der ganz normale Stumpfsinn bei RTL. Keiner Erwähnung wert.
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