
Die hochgelobte US-Serie "Mad Men" startet in Deutschland am 5. Oktober auf ZDF Neo. Hier die Hauptdarsteller und der Erfinder der Serie bei der Emmy-Verleihung© Danny Moloshok/Reuters
Für Fans amerikanischer Serien liegt das Paradies auf der anderen Seite des Atlantiks - geografisch weit entfernt, aber auch per Internet nur schwer erreichbar. Denn die Webseiten der amerikanischen TV-Sender und auch Videoportale wie Hulu.com prüfen bei jedem User, welche IP-Adresse er hat. Die vergibt der Internetanbieter, über den man im Netz unterwegs ist. Die meist zwölfstellige Nummer gibt unter anderem darüber Auskunft, in welchem Land der User sitzt. Alle Internetnutzer, die nicht in den USA leben, erhalten den Hinweis, dass sie in ihrem Teil der Erde die neueste Folge der heißgeliebten Serie nicht sehen dürfen.
Eine Klippe, die Sie aber umschiffen können: indem Sie sich eine amerikanische IP-Adresse beschaffen. Das geht zum Beispiel mit Hotspot Shield. Das Programm ist kostenlos - dafür müssen Sie Werbung in Kauf nehmen, die im Browser-Fenster eingeblendet wird. Und: Wundern Sie sich nicht über amerikanische Suchergebnisse, wenn Sie mit Hotspot Shield im Netz unterwegs sind - denn natürlich denkt auch Google, dass Sie in den USA am Rechner sitzen. Noch reibungsloser und schneller als mit Hotspot Shield können Sie amerikanische Serien genießen, wenn Sie etwas Geld investieren und sich von einem kommerziellen Anbieter eine VPN-Verbindung aufbauen lassen. Das ist eine Art Tunnel, der die Datenübertragung so sicher wie möglich machen soll. Unternehmen wie Cyberghost oder Anonymizer bieten Abos für einen Monat oder auch ein Jahr an. Hier müssen Sie darauf achten, dass Sie ein Abo für einen Server abschließen, der in den USA steht. Denn nur dann surfen Sie mit einer amerikanischen IP-Adresse.
Rechtlich ist der Umweg über einen US-Server unbedenklich. "Ich sehe da kein Problem - solange der User nicht vorher versichern muss, dass er wirklich in den USA ist, das wäre dann nämlich ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen", sagt Rechtsanwalt Stephan Mathé. "Aber da droht im schlimmsten Fall auch nur der Ausschluss von der Seite."