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"Die Simpsons" treffen Wikileaks-Sprecher Assange

"Das ist doch Kinderprogramm" hört man selbst heute noch. Aber "Die Simpsons" haben Preise und Millionen, ja Milliarden, eingespielt. Und sie haben als spitze Satire das Fernsehen verändert. Jetzt feierte die gelbe Familie ihre 500. Folge. Mit dabei war Gaststar Julian Assange.

  Der Erfinder der gelben Familie: Matt Groening inmitten der "Simpsons"

Der Erfinder der gelben Familie: Matt Groening inmitten der "Simpsons"

Welche Serienstars können das schon von sich sagen? Sie haben ihre eigenen Briefmarken, werden von Weltstars umschwärmt und die Hauptdarstellerin zog sich sogar für den "Playboy" (fast) aus. "Die Simpsons" sind größere Stars als mancher nichtgezeichneter Kollege. Um sie entstand eine ganze Subkultur und obwohl sie mehrfach totgesagt wurden, flimmern sie seit mehr als 20 Jahren zur besten Sendezeit über die Bildschirme in Dutzenden Ländern. Am Sonntag lief in den USA die 500. Folge.

Die Serie fing, damals noch mit bizarr-kantigen Figuren, als Lückenfüller der Comedy-Sendung "Tracey Ullman Show" an. Die wurde 1990 abgesetzt, aber ein Jahr vorher hatten sich die "Simpsons" selbstständig gemacht - und das sofort mit Erfolg. Dem jungen Sender Fox verhalfen sie zum Aufstieg, den Erfinder Matt Groening machten sie zur Kultfigur. Der hatte sich, inklusive der Namen, an seiner eigenen Familie orientiert und einen ganzen Mikrokosmos geschaffen, mit dem alle Teile der Gesellschaft aufs Korn genommen wurden.

Da sind der zynische Arzt, der oberflächliche Journalist, der gierige Kapitalist, der schleimige Rechtsanwalt und der frömmelnde Nachbar. Irgendwie kann man jeden - und natürlich auch sich selbst - unter den Springfield-Bewohnern erkennen. Keiner bleibt ungeschoren. Ein paar Deutsche etwa werden in einer Halloween-Folge von einem menschenfressenden Homer verschlungen: "Was haben wir Deutschen denn getan, dass wir so etwas verdienen?", klagt ein Lederhosenträger. Kurzes Nachdenken. "Ach ja, stimmt ja!"

"Simpsons"-Fan Tony Blair sprach seine Figur selbst

Zum Trost: Die Folge "Burns Verkaufen der Kraftwerk" (hieß wirklich so) ist ein reiner Werbefilm für Deutschland. Vor einem Jahr war ein Deutscher ein integrer Pharma-Unternehmer. Die Stimme lieh der Filmemacher Werner Herzog, den man nicht in einer US-Trickserie erwarten würde. Aber Stars reißen sich darum, einmal zwischen der gelben Familie aufzutauchen.

Als Groening vor ein paar Tagen seinen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood bekam, zählte er ein paar auf: "James Brown, Johnny Cash, George Harrison, Bob Hope, Michael Jackson, Jack Lemmon, Tito Puente und Elizabeth Taylor - und das sind nur die Toten!" Und 2003 sprach sich mit Tony Blair, ein erklärter Simpsons-Fan, sogar ein amtierender Regierungschef selbst.

Nicht schlecht für "Kinderfernsehen". Denn als solches sehen viele, die die Serie nicht kennen, die "Simpsons" immer noch an. Zu ihrer Verteidigung: Selbst Groening sagte kürzlich: "Ich dachte mir, dass es bei Kindern ankommt. Aber ich war nicht sicher, ob Erwachsene darauf abfahren." Sie taten es und mit 23 Staffeln sind die "Simpsons" die am längsten laufende Fernsehserie im Abendprogramm.

Synchronsprecher bestbezahlte, ungesehene Schauspieler

Dabei gab es genug Kritik. Nicht gemeint ist, dass es in vielen muslimischen Ländern und auch in Russland immer wieder Versuche gibt, die Serie zu verbieten. Schließlich verderbe es die Jugend, wenn homosexuelle Charaktere da als gleichberechtigte Mitspieler auftauchen oder Diktatoren verulkt werden. Auch in den USA selbst stand die Zukunft der Serie schon auf Messers Schneide. Von den einst 8,7 Millionen Zuschauern hat die Serie ein Fünftel verloren. Und mancher Kritiker sagt, dass die Zeit der "Simpsons" vorbei sei. Mittlerweile gebe es viel bissigere Serien wie etwa "Family Guy".

Und dann wurde noch über Gagen gestritten. Die Hauptsprecher, von denen man höchstens Hank Azaria noch als Nebenfigur aus Realfilmen kennt, bekamen bis vor kurzem 400.000 Dollar (fast 300.000 Euro) für jede 23-Minuten-Folge. Damit waren die sechs die bestbezahlten Schauspieler, die nie jemand sieht. Nach einer Kürzung von fast einem Drittel wurden dann doch die 24. und die 25. Staffel bestellt.

Julian Assange in der Jubiläumsfolge

Die Jubiläumsfolge flimmerte am Sonntagabend (Ortszeit) über die Bildschirme und zeigte die gelbe Familie als Ausgestoßene: Die Stadt Springfield beschließt, ihre berühmtesten Bewohner rauszuwerfen. Der Grund: Barts Streiche ("kostet zu viel"), Homers Unfug ("kostet zu viel") und Lisas Umweltbewusstsein ("kostet nicht viel, nervt aber").

Zu Beginn muss nicht Bart die Strafarbeit an der Schultafel machen, wie in den 499 Folgen davor. Stattdessen schreibt sein Freund Milhouse Dutzende Male "Bart hat sich einen freien Tag verdient". Und der Couchgag, das fast rituelle Versammeln der Familie vor dem Fernseher zum Schluss des Vorspanns, war in der Jubiläumsfolge ein Zusammenschnitt aus allen bisherigen Folgen.

Gaststar des Abends: Wikileaks-Sprecher Julian Assange. Der Australier war nur wenige Sekunden zu sehen und sein Beitrag wirkte etwas hölzern. Als Bart ihn fragt, wie es ihm gehe, verweigert er die Antwort: Das sei eine private Information, die nur ihn etwas angehe.

Von Chris Melzer, DPA/DPA

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