1. Oktober 2012, 19:15 Uhr

Zwischen Komik und Wahnsinn

Plötzlich und unerwartet: Der Schauspieler und Moderator Dirk Bach ist in Berlin gestorben. Die Bilder seines Lebens, seiner Karriere.

Am kommenden Samstag sollte Dirk Bach auf der Bühne des Berliner Schlosspark Theaters stehen und in "Der kleine König Dezember" spielen. Doch am Montagabend musste Intendant Dieter Hallervorden eine traurige Nachricht bekanntgeben: Der Schauspieler ist tot. Der 51-Jährige wurde leblos in seiner Wohnung gefunden. Hallervorden, die Theaterleitung und der Regisseur des Stücks schreiben auf der Facebook-Seite des Theaters: "Wir haben Dirk Bach als lebenslustigen und sehr liebeswerten Kollegen kennen gelernt, umso mehr schmerzt der Verlust. In der geplanten Premiere am 6. Oktober 2012 hätte er als kleiner König Dezember sagen sollen: "Und wer tot ist, wird ein Stern!"

Bach soll in seiner Wohnung gestorben sein. Die Todesursache ist bislang noch unklar. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut Polizei nicht.

Mit schreiend bunten Hemden und schmuckem Tropenhelm amüsierte der schwergewichtige Entertainer Millionen TV-Zuschauer in sechs Staffeln des RTL-Dschungelcamps "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" an der Seite von Sonja Zietlow in Australien.

Doch das Dschungelcamp war aber bei Weitem nicht das einzige Standbein von Dirk Bach. Er spielte auch leidenschaftlich und viel Theater, etwa bei den Nibelungen-Festspielen in Worms oder beim Musical "Kein Pardon!" in Düsseldorf, das auf dem gleichnamigen Film des Komikers Hape Kerkeling beruhte.

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Das RTL-Dschungelcamp wurde durch die bissigen Kommentare von Dirk Bach zu einem Quotenerfolg. Am Freitagabend widmete der Privatsender dem verstorbenem Entertainer eine letzte Sendung.

Trauer um Dirk Bach Fans können in Köln Abschied nehmen

Eine öffentliche Trauerfeier soll es nicht geben. Trotzdem können sich Fans und Freunde von Dirk Bach verabschieden. Am Montag liegt in Köln ein Kondolenzbuch aus.

Samstag auf Sendung Dirk Bachs letztes großes Radio-Interview

Das Gespräch fand wenige Tage vor seinem Tod statt: Dirk Bach plaudert knapp eine Stunde mit Radiomoderator Thomas Koschwitz. Von Erschöpfung oder Krankheit keine Spur - im Gegenteil.

 
 
 
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