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Andy Borg wettert gegen die ARD

Die verjüngte Variante fiel beim Publikum durch, deshalb muss der "Musikantenstadl" nun endgültig gehen. Der geschasste Ex-Moderator Andy Borg weiß, wer Schuld an dem Debakel hat.

Andy Borg

"Verlierer sind vor allem die Fernsehzuschauer", sagt Andy Borg über das Aus für die "Stadlshow".

Der "Musikantenstadl" geht - und zwar endgültig. Nachdem die moderne Variante "Stadlshow" beim Publikum durchfiel, verkündete die ARD nach 34 Jahren das Aus für die einst so erfolgreiche Volksmusiksendung. Andy Borg, der im vergangenen Jahr als Moderator rausgeworfen wurde, ist wenig überrascht über die Entscheidung.

"Das Publikum weiß genau, was es sehen will, und lässt sich nichts vorschreiben. Das haben die schlechten Quoten gezeigt", sagte er der "Bild"-Zeitung. Die erste Ausgabe der verjüngten Variante mit den Moderatoren Francine Jordi und Alexander Mazza hatte im September knapp 2,5 Millionen Zuschauer angezogen. Bei Borg schalteten im Schnitt um die vier Millionen ein.

"Die Zuschauer sind die Verlierer"

Schuld am Aus des deutschen Show-Klassikers haben laut dem 55-Jährigen die für die Show verantwortlichen Sender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Weil sie die Entscheidung getroffen haben, den Stadl zu verjüngen. "Das war eine Entscheidung gegen die Zuschauer", so Borg. Die Zuschauer seien neben seinen Gesangskollegen die großen Verlierer.

Schon im vergangenen Sommer hatte der Moderator und Sänger auf Facebook vor dem "in unserer Gesellschaft um sich greifenden Jugendwahn" gewarnt. Er sei stolz darauf, dass die Musikantenstadl-Zuschauer im Schnitt 68 Jahre jung seien. Er wünsche sich mehr Toleranz für das Bedürfnis nach Unterhaltung unserer älteren Mitbürger und für Menschen, die einen anderen Musikgeschmack haben.

"Es bricht mir das Herz"

Borg hatte den "Musikantenstadl" 2006 von dessen Gründer Karl Moik übernommen. "Es bricht mir, und ich glaube auch Millionen von 'Musikantenstadl'-Fans das Herz, auf die Trümmer eines 34 Jahre jungen Fernsehklassikers blicken zu müssen", sagte Andy Borg der "Bild"-Zeitung. Wie der Bayerische Rundfunk mitteilte, wolle man die "Stadlshow" zwar absetzen, den "Silvesterstadl" 2016 und 2017 jedoch wieder ausstrahlen.

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