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Olli Dittrich als rasender Reporter

Olli Dittrich schlüpft in seine nächste schrille Rolle. Im "Sandro-Report" spielt er den schrägen Reporter Sandro Zahlemann. Den kennen seine Fans schon aus früheren Formaten.

Der Sandro-Report

Olli Dittrich als Reporter Sandro Zahlemann

In der ARD bekommt Verwandlungskünstler wieder Gelegenheit, sein Talent unter Beweis zu stellen. Zuletzt verkörperte der 59-Jährige in einer TV-Satire mit "Schorsch Aigner" einen Mann, der vorgibt, in sämtlichen historischen Auftritten Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer vertreten zu haben. Jetzt bekommt Dittrich am Donnerstag (22.45 Uhr) für den "Sandro-Report" 30 Minuten Sendezeit im Ersten - darin spielt er den rastlosen Reporter Sandro Zahlemann, der schon in Dittrichs Formaten "Frühstücksfernsehen" und "Das Talk-Gespräch" mitwirkte.

Der Film "Der Sandro-Report: Zahlemann LIVE" wurde in einem Stück ohne Kamerastopp gedreht, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mitteilte. Zahlemann berichtet vom Staatsbesuch des Königs von Bhutan. Doch der Zug mit den Staatsgästen verspätet sich erheblich, und Zahlemann nutzt die Zeit, um Insiderinformationen zu sammeln und der versammelten Reporterkonkurrenz ein Schnippchen zu schlagen.
"Unser Mann ist stets am Ball, immer einen Hauch schneller und früher vor Ort als die Kollegen", sagt Dittrich über Zahlemann. "Das macht ihn so wertvoll, auch wenn es noch nichts zu sehen gibt."

Die Arbeit an dem ganzen Stück sei ein "Ritt auf der Rasierklinge"
gewesen - mit fast 100 Komparsen im Leipziger Hauptbahnhof. "Die Parodie ist doch umso stärker, je authentischer alles ist", sagte Dittrich weiter. "Bei einer Live-Reportage bedeutet das, alles muss auch wirklich live sein. Daher wurde das gesamte Ereignis, also alle dramaturgisch beabsichtigten Inhalte, alle vermeintlichen Zufälle und spontanen Ereignisse in Bewegung und Bild, zuvor minutiös choreografiert und geprobt." Seine Texte seien zwar inhaltlich vorbereitet, aber gesprochen aus dem Stegreif.

che/DPA

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo