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"Unsere Talking Heads sind kompetent und populär"

Volker Herres will die interne Kritik an den Talk-Formaten der ARD nicht hinnehmen. Der Programmdirektor verteidigt die Moderatoren des Senders vehement und wirft seinen Kritikern "Stimmungsmache" vor.

ARD-Programmdirektor hat sich in der Debatte um die Spät-Talker hinter seine Protagonisten gestellt. "Wir haben ein vielfältiges Angebot sehr unterschiedlicher Gesprächssendungen mit exzellenten Gastgebern", sagte Herres der "Süddeutschen Zeitung". "Die Talking Heads des Ersten sind kompetent und populär. Das sind erstklassige Journalistinnen und Journalisten."

In den vergangenen Tagen waren Reaktionen verschiedener ARD-Gremien aufgetaucht, die den ARD-Gesprächsrunden mangelnde Themenvielfalt und Gästedoppelung vorwarfen. Auch der Stil einiger Talker kam nicht gut an, betroffen war auch Günther Jauch. Seit seinem Einstieg im September 2011 strahlt die fünf Talkshows von Sonntag bis Donnerstag im Abendprogramm aus. Nach kritischen Kommentaren aus dem WDR- und NDR-Rundfunkrat war am Wochenende ein internes Papier des ARD-Programmbeirats aufgetaucht, das Jauch unter anderem "Stimmungsmache" vorwarf.

Jauch, so unterstrich Herres jetzt, sei eine Bereicherung des Programms. "Er ist Deutschlands populärster Moderator, und er ist ein Journalist, der die richtigen Fragen stellt und einen eigenen Stil prägt", sagte der Programmdirektor. "Seine Sendungen etwa zu Auschwitz oder zum Trauma Afghanistan sind von besonders einfühlsamer und eindrucksvoller Intensität und Qualität."

be/DPA/DPA
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