Nun ist es offiziell: Peer Steinbrück (SPD) tritt gegen Angela Merkel (CDU) an. Möge der Bessere gewinnen. Aber wer ist das? Die halbamtliche stern.de-Auswertung.
Eiskalt war es in Hannover am Sonntag, aber nur außerhalb der Halle 7 auf dem Messegelände. Drinnen klatschten sich die Genossen vor herzroten Stellwänden die Finger wund - für einen Mann, von dem sie noch vor zwei Jahren gesagt hätten: Schön, dass der jetzt langsam in Rente geht. Nun ist Peer Steinbrück, Überraschung, Überraschung, offizieller Kanzlerkandidat der SPD und muss 2013 "Mutti" schlagen, die über allem thronende, über alles hinweg schwebende Kanzlerin Angela Merkel. Hat er eine Chance? Der head-to-head-Vergleich.
So steht es nach der amtlichen stern.de-Auswertung derzeit 3:3 zwischen Merkel und Steinbrück - und das ist weit mehr, als die Sozialdemokraten nach der verheerenden Wahlniederlage 2009 wohl jemals zu träumen wagten. Es ist eine reizvolle Situation für den Start in den Bundestagswahlkampf, den Steinbrück nun permanent, und Merkel, nach Kräften, gar nicht führen wird. Sie hat ihre Linie im Umgang mit der SPD schon gefunden: einfach ignorieren. Sich selbst als Handelnde und die Opposition als Quengelköpfe präsentieren.
Allein: So einfach wird es für die Kanzlerin diesmal nicht werden.