8. November 2011, 07:36 Uhr

Saarland-"Tatort" setzt Ermittler ab

Der Saarländische Rundfunk verabschiedet sich von seinem Ermittlerduo aus Saabrücken. Maximilian Brückner und Gregor Weber werden am 22. Januar das letzte Mal als Kommissare zu sehen sein. Der "Tatort" von der Saar soll damit aber nicht begraben werden.

Saarland, Tatort, Krimi, ARD, Fernsehen, Saabrücken, Maximilian Brückner, Franz Kappl, Gregor Weber, STefan Deininger

Gregor Weber (alias Stefan Deininger, l) und Maximilian Brückner (alias Franz Kappl) bei den Dreharbeiten zu "Das schwarze Grab"©

Aus für das Duo vom Saarbrücker "Tatort": Mit der Folge "Verschleppt" am 22. Januar verabschiedet der Saarländische Rundfunk (SR) nach sieben Ausgaben die Ermittler Maximilian Brückner (Franz Kappl) und Gregor Weber (Stefan Deininger). "Wir glauben, dass diese Geschichte auserzählt ist", sagte SR-Sprecher Peter Meyer über das ungleiche Paar, das erstmals 2006 zusammen auf Verbrecherjagd ging. Mit dem Auslaufen der Verträge endet für die Schauspieler nun die Ermittlerkarriere an der Saar. Einen "Tatort" soll es von dort künftig aber trotzdem geben, neue Konzepte dafür würden entwickelt, sagte Meyer. Zu Einzelheiten wollte er zunächst keine Angaben machen.

Ihren gemeinsamen Einstand hatten Brückner und Weber im Oktober 2006 mit dem SR-"Tatort"-Krimi "Aus der Traum", der 6,76 Millionen Zuschauer (18,2 Prozent) vor den Bildschirm lockte. Brückner spielte den Hauptkommissar Franz Kappl, der aus Traunstein nach Saarbrücken kommt und dort die Nachfolge von Max Palu (Jochen Senf) antritt. Weber war schon seit 2001 dabei, als Palus Assistent. Der emotional angelegte Saarländer bildete den Gegenpart zu dem Hirn-Menschen aus Bayern. "Dass beide Ermittler die Welt des anderen nicht wirklich verstehen und völlig unterschiedliche Methoden haben, machte den Reiz des Paares aus", wurde der für den SR-Tatort zuständige Redakteur Christian Bauer in der Mitteilung zitiert.

Doch damit ist nun Schluss. An den Quoten habe das nicht gelegen, versichert SR-Sprecher Meyer. Die seien zuletzt "völlig ok" und stabil gewesen, "das ist aber nicht der einzige Maßstab". Wer die Nachfolge der geschassten Ermittler antritt und ob dies ein oder zwei Ermittler sein werden, könne man derzeit noch nicht sagen. Es sei aber nicht zu erwarten, dass es diesbezüglich vor der Ausstrahlung der letzten Folge Neues geben werde. Abgedreht und abgenommen sei sie bereits.

hw/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
TV-Kritik zum "Tatort" Nie war Schweden so nah

"Borowski und der coole Hund" heißt der aktuelle "Tatort" aus Kiel. Doch dieser Fall ließ niemanden kalt: Selten ging ein Sonntagskrimi so unter die Haut wie dieser. Gerade deshalb ist die Folge nach einer Geschichte von Henning Mankell die beste seit Langem.

Berliner "Tatort" Eine tödliche Überdosis

Ein Anwalt wird auf einem Schrottplatz erschossen. Es geht um Tod, Rache und die zweite Chance im Leben. Irgendwie. "Mauerpark" ist eine völlig überladene Geschichte mit völlig überladenen Bildern. Weniger wäre so viel mehr gewesen. Nicht nur für Ritter und Stark.

Neuer Ermittler für den Ruhrpott Dortmund wird zum "Tatort"

Nordrhein-Westfalen bekommt einen dritten "Tatort". Neben Münster und Köln wird ab 2012 auch in Dortmund ermittelt. Schauspieler Jörg Hartmann wird dabei Chef eines vierköpfigen Teams.

Münster-"Tatort" Das Erfolgsgeheimnis von Boerne und Thiel

Zehn Millionen Zuschauer sahen am Sonntagabend den neuen Fall des Münsteraner "Tatort"-Duos. Was macht Jan Josef Liefers und Axel Prahl beliebter als "Wetten, dass ..?" und alle Krimis?

"Tatort" Die ARD-Kultreihe und ihre Kommissare

Eine deutsche Erfolgsgeschichte: Seit rund 40 Jahren gehen wechselnde TV-Ermittler Sonntag für Sonntag auf Verbrecherjagd. Und die Fernsehnation sitzt gebannt vor dem Bildschirm.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2013)
Hoffen oder handeln?