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Bischof mit SM-Maske: So lacht Böhmermann über das Ösi-Burka-Verbot

Seit zwei Wochen gilt in Österreich das Verhüllungsverbot. Jetzt zog Jan Böhmermann das ohnehin schon absurde Gesetz gründlich durch den Kakao.

Jan Böhmermann über das Burkaverbot in Österreich

Jan Böhmermann hat sich mit dem  Burkaverbot in Österreich beschäftigt.

Auch ohne sorgt das österreichische Verhüllungsverbot für jede Menge Spott. Das seit dem 1. Oktober dieses Jahres geltende Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz, auch AGesVG genannt, produzierte bereits kurz nach dem Inkrafttreten seinen ersten kuriosen Fall: Am vergangenen Freitag war in Wien vor dem Shop der Apple-Resellers McShark ein Hai-Maskottchen zu einer Strafzahlung verdonnert worden. Der Fall demonstrierte die Absurdität des neuen Gesetzes und sorgte international für Schlagzeilen.

Am Donnerstag knöpfte sich Jan Böhmermann im "Neo Magazin Royale" das Verhüllungsverbot vor. "Der deutsche Separatistenstaat in den Alpen dreht völlig durch. Wie kann sich ein so kleines Land so großflächig blamieren?", sagte der Moderator in Anspielung an die Geschichte mit dem Hai. Zusammen mit Larissa Rieß, die eine in Österreich eingesetzte Polizistin spielte, begutachtete er verschiedene Kostüme und bat Rieß um eine Einschätzung.


Krankenhaus-Clowns seien laut Rieß in Österreich landesweit verboten. Doch es gebe eine Ausnahme: Christliche Krankenhaus-Clowns dürften weiter ihr Gesicht verhüllen, solange sie Kinder nicht zum Lachen brächten.

Grundsätzlich nicht erlaubt seien Burka-Träger mit Clowns-Perücke und roter Nase. Doch auch hier gebe es eine Ausnahme: "Ärzte, die im Rahmen von Brauchtumsveranstaltungen zur Wintersportsaison ärztliche Atteste ausstellen. Das bleibt ganzjährig erlaubt", sagt Rieß. "Außer an Pfingsten."

Doch was sagt die Polizistin zu einem verhüllten Hai? Das Kopftuch mache misstrauisch, urteilt Rieß: "Hier würde ich nichts riskieren und den Hai sofort nach Afghanistan abschieben."

Jan Böhmermann lässt nackte Männer und Frauen auflaufen

Gute Nachricht für nackte Frauen mit Gurkenmaske und Handtuch auf dem Kopf: "Hier ist das Verhüllungsverbot abhängig von der Figur der Frau." Auch Männer mit muslimischer Kopfbedeckung, Österreich-Fahne und roter Clownsnase auf dem Penis dürfen unter gewissen Bedingungen ins Freie. Das Kostüm sei auf der Skipiste erlaubt, an hohen katholischen Feiertagen sogar Pflicht.

Katholischer Bischöfe mit -Gummimaske können ihrer Neigung ebenfalls weiter nachgehen: Sie müssten nur nachweisen, dass eine derartige Verhüllung beruflich notwendig sei, zum Beispiel bei der kirchlichen Jugendarbeit in der Gemeinde. 

Eindeutig erlaubt sei die Nazi-Uniform: Die gehöre zum typisch österreichischen Brauchtum.

Kurzum: Jan Böhmermann ist es tatsächlich gelungen, Beispiele zu konstruieren, mit der er diese ohnehin schon hanebüchene Gesetzgebung ad absurdum führen konnte.

che

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