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Berliner Schnauzen siegen

Die zweite Auflage des Bundesvision Song Contest hat die Band Seeed mit "Ding" gewonnen. Der knapp vierstündige Musikmarathon blieb jedoch mit durchschnittlich 2,48 Millionen Zuschauern hinter den Erwartungen zurück.

In dem von Stefan Raab initiierten "deutschen Grand Prix" der 16 Bundesländer konnte sich die Berliner Dancehall-Truppe Seed mit ihrem Titel "Ding" gegen teils starke Konkurrenz durchsetzen. Auf die Plätze zwei und drei kamen beim Finale in Wetzlar die Bremer Rockband Revolverheld mit dem Song "Freunde bleiben" sowie die Thüringer Gothic-Gruppe In Extremo mit dem Hit "Liam".

"Wir sind sehr stolz, hier gewonnen und den Wettbewerb nach Berlin geholt zu haben", sagte Seeed-Sänger Pierre Baigorry. Der Länderwettkampf sei für die deutsche Musik außerordentlich wichtig. Sänger Frank A. Dellé zeigte sich überwältigt, als Raab ihm die Siegertrophäe überreichte: "Deutschland ist das coolste Land." Der TV-Total-Moderator sagte: "Jetzt fahren wir nächstes Jahr nach Berlin. Und da freue ich mich schon drauf, obwohl ich ja gehört habe, dass die Olympiahalle dort nicht im besten Zustand ist." Als "großartige Plattform für deutsche Musik", bezeichnete der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff den Wettbewerb: "Das sollte eine Tradition begründen." Wulff war Gast bei der regionalen Song-Contest-Party in Hannover.

Durchwachsende Quote

Mit durchschnittlich 2,48 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 9,1 Prozent blieb die Musikshow aber hinter den Erwartungen zurück, den ARD-Contest zu verdrängen. 18,3% Prozent bei den 14 bis 49-Jährigen stellen jedoch einen klaren Erfolg bei der werberelevanten Zielgruppe dar.

Die elfköpfige Multi-Kulti-Truppe Seeed begeisterte das Publikum in der Mittelhessen-Arena auch durch ihre Bühnenshow. Die in rote Anzüge gekleideten Musiker heizten den rund 4.000 Zuhörern mit ihrem von arabischen Einflüssen geprägten Hip-Hop-Titel ein. Dazu ließen sie ein Ballett aus stämmigen Damen antreten, die in rot-weiße Berlin-Fahnen mit dem Berliner Bären gehüllt waren. Der Siegertitel dreht sich um ein junges "Ding", das einen verheirateten Mann betört.

Ex-No-Angel auf Platz vier

Über den Sieger des musikalischen Wettstreits konnten die Zuschauer per Telefon- und SMS-Abstimmung Land für Land entscheiden. Schon nach der Stimmabgabe von Nordrhein-Westfalen, das die Abstimmung eröffnete, lag Seeed in Führung und sollte diese bis zum Ende nicht mehr verlieren. Am Ende konnte die Berliner Band 151 Punkte für sich verbuchen.

Bis zuletzt lieferten sich Revolverheld und In Extremo ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei, bei dem die Bremer Band schließlich mit 136 zu 134 Punkten knapp die Nase vorn hatte. Auf Platz vier folgte die Sängerin Nadja Benaissa mit dem Titel "Ich hab dich". Das Ex-Mitglied der Mädchenband No Angels war für Hessen gestartet und erhielt 104 Punkte.

Die restlichen Platzierungen:

Alle übrigen Mitwirkenden landeten weit abgeschlagen. Der Hamburger OleSoul kam mit 70 Punkten auf Platz fünf. Der für Niedersachsen gestartete Marlon erhielt 59 Punkte und Platz sechs, die Elektropopband Tiptop aus Bayern 53 Punkte und Platz sieben, Rapperin Pyranja aus Mecklenburg-Vorpommern 50 Punkte und Platz acht.

Auf Platz neun kam die Hip-Hop-Band Massive Töne, die für Baden-Württemberg gestartet war (47 Punkte), auf Platz zehn Ex-Lemonbaby Diane als Beitrag des Landes Brandenburg (35 Punkte) und auf Platz elf die Rockband TempEau aus Schleswig-Holstein (26 Punkte). Platz zwölf belegte die Rockband 200 Sachen, die für Rheinland-Pfalz ins Rennen ging (18 Punkte), Platz 13 die saarländische Combo Reminder (17 Punkte), Platz 14 Sängerin Toni Kater aus Sachsen-Anhalt (zwölf Punkte) und Platz 15 die sächsische Elektropopband Die Raketen (zehn Punkte). Auf den letzten Platz kam die Frauenrockband AK4711, die für Nordrhein-Westfalen am Start war (sechs Punkte).

AP/AP

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