29. September 2012, 09:36 Uhr

Trotz Xavier schmiert die Quote ab

Xavier Naidoo und Kool Savas gewinnen den Bundesvision Song Contest 2012. Trotzdem war die Einschaltquote so niedrig wie noch nie - oder gerade deswegen?

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Kool Savas und Xavier Naidoo holten erstmals einen Sieg für Baden-Württemberg beim Bundesvision Song Contest©

Für Baden-Württemberg und Xavas, ein Projekt von Soulsänger Xavier Naidoo und Rapper Kool Savas war der Bundesvision Song Contest 2012 ein Erfolg. Erstmals gewann das industrielle Herz Deutschlands Stefan Raabs Liederabend. Eine Überraschung war der Erfolg von Xavas hingegen nicht: Ihre Single "Schau Nicht Mehr Zurück" ist bereits ein Hit im Radio und in den deutschen Charts steht der Song auf Platz 2.

Für ProSieben war die achte Ausgabe des Bundesvision Song Contests allerdings eine herbe Enttäuschung. Die Rückkehr zum Freitagabend konnte keine Erhöhung der Einschaltquote bewirken - im Gegenteil. Nur 1,07 Millionen Zuschauer in der werberelevanten Zielgruppe (14- bis 49-Jährige) schaltet die Sendung ein. Das entsprach einem Marktanteil von 11,9 Prozent und liegt damit nur knapp über dem ProSieben Mittelmaß, berichtet der Branchendienst Meedia. Den bisherigen Tiefpunkt erlebte das Format im vergangenem Jahr. Die erste Ausgabe des Bundesvision Song Contest konnte im Jahr 2005 noch 21,2 Prozent der Zielgruppe erreichen. Besonders bitter: Raab musste sich dem RTL-Dauerbrenner "Wer wird Millionär" deutlich geschlagen geben.

Gewonnen und trotzdem ausgepfiffen

Hinter Xavas klaffte ein deutlicher Abstand von 30 Punkten. Auf Platz zwei landete die Elektropop-Band Laing, die für Sachsen angetreten war. Kurios war, dass Xavas zwar gewannen, anschließend aber vom Publikum ausgepfiffen wurden.

ProSieben übertrug die Show live aus der Berliner Max-Schmeling-Halle. Den Sieger bestimmten die Zuschauer per SMS und Telefonanruf. In der ausverkauften Halle verfolgten 6000 Zuschauer das Spektakel.

Es war der achte Bundesvision Song Contest. Musikproduzent Raab hatte den Wettbewerb 2005 ins Leben gerufen, Ziel ist die Förderung des deutschsprachigen Kulturguts. Die Titel müssen zu mindestens 50 Prozent deutschsprachig sein. Berlin gewann den Wettstreit dreimal. 2011 siegte Tim Bendzko ("Nur noch kurz die Welt retten") für die Hauptstadt.

ono/DPA
 
 
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