. .
TV und Fernsehen
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
12. Januar 2007, 16:52 Uhr

stern.de-Leser wollen Maischberger

Nach Günther Jauchs spektakulärer Absage läuft bei der ARD alles auf Frank Plasberg als Christiansen-Nachfolger hinaus. Die stern.de-Leser haben sich in einer Umfrage für Sandra Maischberger ausgesprochen. Von Carsten Heidböhmer

Christiansen

Die stern.de-Leser wünschen sich Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger als Nachfolgerin von Sabine Christiansen© Fabian Matzerath/DDP

Mit seiner überraschenden Absage, die Nachfolge von Sabine Christiansen anzutreten, hat TV-Moderator Günther Jauch die ARD brüskiert - und vor ein Problem gestellt: Bis September muss bei dem Senderverbund ein Moderator gefunden werden, der das Format hat, einen Sonntagabendtalk auf dem begehrten Sendeplatz nach dem "Tatort" zu leiten.

Nach der Blamage mit Jauch will die ARD nun schnell handeln. Am kommenden Dienstag wird in Frankfurt die Fernsehprogrammkonferenz des Senderverbunds zusammentreffen. Als ein Thema wird auch die Christiansen-Nachfolge auf der Tagesordnung stehen. Dort soll auch ein personeller Vorschlag für die Intendantentagung am 5. Februar erarbeiten werden.

Maischberger zunächst in Baby-Pause

Nachdem zunächst Frank Plasberg vom Westdeutschen Rundfunk ins Spiel gebracht wurde, sind inzwischen weitere Namen gefallen: Sportexperte Gerhard Delling, "Tagesthemen"-Moderatorin Anne Will und Ulrich Wickert. Auch der Name Sandra Maischberger ist bereits gefallen. Die 40-jährige Talkerin wird zwar demnächst Mutter, könnte aber im Herbst wieder auf den Bildschirm zurückkehren.

Wenn es nach den stern.de-Lesern geht, wäre dies die optimale Lösung. Bei einer Umfrage unter mehr als 3000 Teilnehmern haben sich 32 Prozent für Maischberger als Christiansen-Nachfolgerin ausgesprochen. Knapp dahinter auf Rang zwei rangiert Harald Schmidt, für den sich 26 Prozent der stern.de-Leser aussprachen. Allerdings dürfte der Entertainer für diesen Job nicht ernsthaft in Betracht kommen. Frank Plasberg stand bei dieser Abstimmung nicht zur Wahl.

Tatsächlich scheint jedoch alles auf Plasberg hinauszulaufen. Der Moderator hat mit seinem Polit-Talk "Hart, aber fair" im WDR unter Beweis gestellt, dass er höchste journalistische Kompetenz mit guten Einschaltquoten verbinden kann. Plasberg selbst wäre zu der neuen Aufgabe bereit. "Wenn man mich fragen würde, stünde ich selbstverständlich zur Verfügung für eine politische Talksendung am Sonntagabend in der ARD", hatte der Moderator den "Lübecker Nachrichten" gesagt. Für eine weitere Stellungnahme steht Plasberg derzeit nicht zur Verfügung.

Kritik an der ARD

Währenddessen nimmt die Kritik an den Abstimmungsprozessen innerhalb der ARD zu. Jauch selbst nannte die Verhandlungen im stern.de-Interview "eine Mischung aus Gesundheits- und Föderalismusreform, mit dem entsprechenden - bedauerlichen - Ergebnis." Ulf Birch, Vorsitzender des Programmausschusses des NDR-Rundfunkrats, bemängelte die Äußerungen des ARD-Vorsitzenden Fritz Raff und der neuen WDR-Intendantin Monika Piel, die den Vertrag mit Jauch nach der internen Absprache torpediert hätten. "Dieser Club der Heckenschützen hat der ARD einen Bärendienst erwiesen", sagte Birch.

Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sprach im RBB-Inforadio von einem "erheblichen Imageschaden" für die ARD. Auf Anfrage von stern.de stand Reim jedoch für keine weitere Stellungnahmen bereit. Man habe sich innerhalb der ARD darauf verständigt, dass sich nur noch der Vorsitzende Fritz Raff zu dem Fall Jauch äußern soll. Am Freitag zeigte Raff wenig Verständnis für die Kritik an dem geplatzen Vertrat. Die ARD sei nun einmal ein Verbund von einzelnen Sendern: "Was für die einen ein Nachteil ist, ist für andere gelebter Föderalismus." Bereits zu Wochenbeginn hatte er verlautbart, dass die ARD-Welt ohne Jauch nicht untergehe.

Von Carsten Heidböhmer
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
TomSch (13.01.2007, 18:19 Uhr)
Schön...
...dass Sie den Text nachträglich noch geändert haben. So stehe ich jetzt da wie der Volltrottel, der nicht mal richtig zitieren kann. Aber es bleibt dabei: Die Umfrage ist Müll. Wenn da Donald Duck zur Wahl gestanden hätte, wäre der mit Sicherheit auch nicht schlecht weg gekommen.
OttoB (13.01.2007, 15:44 Uhr)
Eine lustige Umfrage
Ich bin glücklich das Herr Jauch bei seinem Werbesender bleibt.
Eine Umfrage in dem der fehlt der noch für kurzem für seine Sendung ausgezeichnet wurde ist echt lustig.Die RTL Zuschauer werden Herrn Plasberg nicht kennen. Darum ist ihre Umfrage ein Flopp.
schiral (13.01.2007, 11:24 Uhr)
Wahlmanipulation
Die STERNLISTE hat die Wahlmöglichkeiten sehr eingeschränkt (wie die Kandidaten der etablierten Parteien). Plasberg vom WDR war gar nicht aufgeführt. Insofern ist es äußerst fraglich, ob die stern.de-Leser mehrheitlich Frau Maischberger wollen - vielleicht ist sie nur das kleinere Übel der Liste!
Kantabile (13.01.2007, 11:09 Uhr)
Vielen Dank, Herr Jauch!
Ein beruhigendes Gefühl, dass die ARD nun doch seriös und Herr Jauch den Privaten erhalten bleibt. Ich erinnere mich gut an seine unsägliche Reaktion, als Jauch, dmals noch verantwortlich für Stern-TV, gefälschte Sensationsbeiträge eines freien Journalisten gesendet hatte. Statt sich bei den Fernsehzuschauern zu entschuldigen, begnügte sich Jauch mit der Bemerkung, schließlich seien auch andere TV-Sender hereingefallen. Es ist mir unerklärlich, dass ein Hohlschwätzer wie Jauch in der deutschen Medienlandschaft einen solchen Platz bekommen hat.
Peter1958 (12.01.2007, 19:13 Uhr)
Zu viele Köche ...
verderben bekanntlich den Brei.Nach dem man nun Herrn Jauch endgültig vergrault hat...Aber daß man(Es lag wohl sicher an der zur Verfügung stehenden Auswahl) jetzt auf die Idee kommt Frau Maischberger als Nachfolgerin auszuloben???
Ich finde dieses Format verlangt nach Konsequenz im Nachhaken, und auch Bereitschaft zum Konflikt. Daß das von Frau Maischberger nicht beherrscht wird, zeigt zu Genüge Ihre Sendung "Menschen bei..." Aber vielleicht wird so etwas ja von den Öffentlichen gewünscht. Schade, dass Frau Christiansen geht !
TomSch (12.01.2007, 18:38 Uhr)
Unsaubere Umfrage...
So ist das mit Umfragen: Es kommt immer darauf an, was man als Vorauswahl anbietet. Absolut unannehmbar und journalistisch äußerst fragwürdig wird es aber, wenn Sie hier schreiben "Die stern.de-Leser wünschen sich hingegen (statt Plasberg) Sandra Maischberger", denn Plasberg stand gar nicht zur Auswahl. Ich habe auch Maischberger gewählt, aber das ändert an den Umständen rein gar nichts.
catchme (12.01.2007, 17:44 Uhr)
Es lebe die Vergangenheit ...
Das Verhalten der Provinz-Intendanten zeigt immer wieder, daß der Föderalismus nicht mehr zeitgemäß ist !
Die Nachfolgefrage einer minderbegabten Moderatorin entwickelte sich zum Komödienstadl deutscher TV-Verantwortlichen. Wenn jetzt Frau Maischberger Frau Christiansen ersetzen soll, dann schlage ich vor, dass Strickzeug und Rezeptbücher ausgegeben werden. So kann dann mit Frau von der Leihnen und Herrn Dr. Oethker das neue Hausfrauenbild in Deutschland diskutiert werden ...
MEHR ZUM ARTIKEL
Analyse Provinzfürsten vergraulen Jauch

Günther Jauchs Absage, im Ersten zu moderieren, ist eine peinliche Niederlage für die ARD. Der Senderverbund ist mit seiner föderalen Struktur offenbar nur bedingt handlungsfähig - und nicht in der Lage, Fernsehstars von Format an sich zu binden. mehr...

Günther Jauch "Der Vertrag war unterschriftsreif"

Entnervt hat Moderator Günther Jauch den ARD-Intendanten mitgeteilt, dass er "Christiansen" doch nicht übernehmen werde. Im stern.de-Interview spricht er über die Gründe - und seine neugewonnenen Einsichten in den ARD-Föderalismus. mehr...

Sonntagabend-Talk Günther Jauch gibt entnervt auf

Günther Jauch wird bei der ARD nicht die Nachfolge von Sabine Christiansen antreten. Als Grund nennt der Moderator unter anderem die vielen Wortmeldungen aus den ARD-Rundfunkräten. Als Nachfolger steht Frank Plasberg schon in den Startlöchern. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft