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Entlassene Mitarbeiter verklagen Produktionsfirma der Geissens

In der Reality-Soap "Die Geissens" zelebrieren Robert und Carmen Geiss ein Leben auf großem Fuße. Mitarbeitern ihrer Produktionsfirma GeissTV geht es weniger gut: Sie klagen gegen ihre Kündigung und ausstehende Gehaltszahlungen.

Die Geissens

Carmen und Robert Geiss - besser bekannt als die Geissens

"Hallihallo! Auch die Geissens wünschen euch ein wunderschönes Fest. Denkt an uns - wir denken an euch. Lasst euch fleißig beschenken." Das wünschte Robert Geiss seinen Fans am 22. Dezember 2015 auf Facebook. Die frommen Wünsche galten offenbar nicht den Mitarbeitern seiner Produktionsfirma GeissTV. Die bekamen statt Weihnachtsgeld oder zumindest einer netten Karte eine fristlose Kündigung zum Fest. Produktionsleiter Sven Bischof erhielt sie sogar an Heiligabend zugestellt.

Die Kündigung kam für die betroffenen Mitarbeitern überraschend. "Es gab vorher keine Abmahnung", sagt Ulrich Rapp dem stern. Der Kölner Rechtsanwalt vertritt drei der früheren Mitarbeiter von GeissTV. Zwei seiner Mandanten erhielten eine fristlose Kündigung - ohne Begründung. Dagegen klagen die Angestellten, zudem fordern sie die Gehälter für Dezember und Januar ein. Ein dritter Mitarbeiter kündigte selbst, doch auch er fordert noch ausstehende Gehaltszahlungen ein.

Geiss TV dreht für RTL 2 "Die Geissens"

Von neun Mitarbeitern der Produktionsfirma sind nach Aussagen von Rechtsanwalt Rapp sechs gekündigt worden. Für ihn unverständlich: alle hatten befristete Verträge. Einer seiner Mandanten bis Ende März 2016, der andere sogar nur bis Ende Januar. 

Besonders enttäuschend für die Mitarbeiter ist: Sie arbeiten zum Teil seit Jahren mit Robert und Carmen Geiss zusammen, haben mit ihnen die RTL2-Reality-Soap "Die Geissens" gedreht - und werden nun von heute auf morgen vor die Tür gesetzt.

Die Produktionsfirma GeissTV GmbH gehört jeweils zu 20 Prozent Robert und Carmen Geiss. 51 Prozent hält die Roberto Geissini Verwaltungs GmbH, die ebenfalls von dem Ehepaar Geiss kontrolliert wird. Auch wenn als Geschäftsführerin offiziell die Rechtsanwältin Birke Lösch angegeben ist, steht für Ulrich Rapp ein Anderer hinter den Kündigungen: Robert Geiss. Birke Lösch stellt hierzu fest: "Die Entscheidungen der Geiss TV GmbH, welche Gegenstand der drei genannten Gerichtsverfahren sind, wurden von der Geschäftsleitung der Geiss TV GmbH getroffen. Die Eheleute Carmen und Robert Geiss, die lediglich Mitgesellschafter der Geiss TV GmbH, nicht aber Mitglieder der Geschäftsführung sind, haben diese Entscheidungen nicht zu verantworten."

Da es vor Gericht am Montag keine Einigung gab, wurde ein neuer Verhandlungstermin für den 20. April angesetzt. Der Privatsender RTL2 wollte sich über die Zusammenarbeit mit Geissen TV nicht äußern.

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