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Im "Dschungelcamp" wurde zu verträumt am Schokoriegel geschnuppert

RTL droht juristischer Ärger wegen Produktplatzierungen: Ein Gericht beschäftigt sich mit der Frage, ob Schokoriegel in einer Folge des "Dschungelcamps" womöglich stärker als erlaubt ins Bild gerückt wurden.

Dschungelcamp-Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow

Dschungelcamp-Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow: Der RTL-Erfolgsshow droht juristischer Ärger

Die Produktplatzierung von Bahlsen-Riegeln in der RTL-Erfolgsserie "Dschungelcamp" hat ein Nachspiel vor Gericht. Am nächsten Donnerstag (18. Februar) beschäftigt sich das Verwaltungsgericht Hannover mit der Frage, ob der Kölner Privatsender bei einer 2014 ausgestrahlten Folge von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" Bahlsen-Riegel stärker als erlaubt hervorhob.

Die Süßigkeiten waren eine Belohnung für die Teilnehmer im australischen Busch, die tagelang nur Bohnen und Reis vorgesetzt bekamen - und sich bei den Riegeln dann entsprechend begeistert zeigten. Die für RTL zuständige Niedersächsische Landesmedienanstalt hat die Szene beanstandet. RTL klagt nun dagegen. Der Sender wollte sich am Dienstag mit Verweis auf das schwebende Verfahren nicht zu Details seiner juristischen Auffassung äußern.

Dschungelcamp-Teilnehmer schnupperten verträumt an Schokoriegel

Der Justiziar der Landesmedienanstalt, Christian Krebs, sagte auf Anfrage, dass das Verbot einer zu starken Herausstellung viele Facetten haben könne. So sei es zum Beispiel von Bedeutung, wie lange ein Produkt zu sehen sei oder wie sehr es die Kameraeinstellung dominiere, etwa indem oft oder länger auf das Produkt gezoomt werde. "Auch zu viel positive Bewertung durch die Protagonisten könnte eine Rolle spielen", sagte Krebs. In den fraglichen Dschungelcamp-Szenen riechen die Bewohner unter anderem länger verträumt an den Riegeln.

Im Rundfunkstaatsvertrag heißt es in der entsprechenden Passage, dass "Schleichwerbung, Produkt- und Themenplatzierung" grundsätzlich erlaubt seien, jedoch unter bestimmten Voraussetzungen. So gelte unter anderem: "Das Produkt darf nicht zu stark herausgestellt werden; dies gilt auch für kostenlos zur Verfügung gestellte geringwertige Güter."

fin/DPA
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