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30. Januar 2011, 11:55 Uhr

König Peer knackt den Quotenjackpot

Fast neun Millionen Menschen verfolgten am späten Samstagabend die Krönung von Peer Kusmagk zum neuen Dschungelkönig. Grund zur Freude auch für RTL: Nie zuvor sahen so viele Zuschauer eine Folge des Dschungelcamps.

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Dschungelkönig Peer Kusmagk hat Grund zur Freude - ebenso wie der Fernsehsender RTL© RTL

Am Samstagabend ist um Mitternacht eine turbulente Ausgabe von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zu Ende gegangen. Selten zuvor war das Geschehen innerhalb des Lagers von solcher Dramatik geprägt wie in dieser fünften Staffel. Und nie zuvor sahen so viele Menschen eine Folge des Dschungelcamps: Durchschnittlich 8,93 Millionen Zuschauer waren dabei, als Peer Kusmagk zum neuen Dschungelkönig gekrönt wurde. Zeitweise waren es sogar 9,99 Millionen Menschen. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag für RTL damit bei 34,3 Prozent.

In der werberelevanten Zielgruppe lag der Marktanteil bei fast 50 Prozent: Insgesamt 49,1 Prozent der 14- bis 49-Jährigen sahen am späten Abend RTL. Damit kann der Kölner Sender einen gigantischen Triumph verbuchen: In den letzten zwei Wochen errang das Dschungelcamp jedes Mal den Tagessieg. Wie groß der Erfolg der Ekelshow war, zeigt der Vergleich mit der Ausgabe vor zwei Jahren: Damals verfolgten lediglich 7,17 Millionen Zuschauer das Finale. Diesmal waren es fast zwei Millionen mehr.

Das Publikum wurde von der Eigendynamik gepackt

Schien das große Interesse anfangs vor allem dem exzentrischen Auftreten der Model-Zicke Sarah Knappik geschuldet, so zeigte sich nach ihrem Auszug am vergangenen Montag, dass die Zuschauer auch ohne sie bei der Stange bleiben.

Offenbar wurde das Publikum von der Eigendynamik gepackt, die das Gruppenleben nahm. Gerade die Auseinandersetzungen um den blonden Quälgeist nahmen dramatische Formen an und lieferten damit eine Qualität, die der Zuschauer im deutschen Fernsehen sonst nicht bekommt: Das war Reality-TV at its best, meilenweit entfernt von der "scripted Reality" der vielen Pseudo-Dokus, die der Privatsender sonst im Programm führt.

Nachdem die Gruppenprozesse einmal Fahrt aufgenommen hatten, waren sie nicht mehr zu stoppen: In dem Moment, wo Knappik das Camp verlassen hatte, bedurfte die Herde eines anderen Sündenbocks, um den Zusammenhalt zu gewähren. So geriet Peer Kusmagk zwar innerhalb des Lagers ins Abseits - gleichzeitig gewann er aber die Herzen der Zuschauer. Seine Wahl zum Dschungelkönig - er hat sie auch denen zu verdanken, die ihn im Camp gemobbt haben.

che
 
 
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