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"Das geht mir alles so auf den Sack"

So lang kann die Lunte ja gar nicht sein, dass das Ding nicht irgendwann hochgeht. Beim Legat britzelt es weiter. Nicht mal das Wellness-Programm hilft.

Von Ingo Scheel

Thorsten Legat, Tag 12

Klötze in der Buxe haste doch. Musste mal Eier zeigen. Ein Mann sein: Thorsten Legat rasiert sich im Dschungelcamp die Glatze

Was müssen die Testikel des Alegators noch alles aushalten? Das Scheißwetter, die Fürstin, die Weiber, die nix, aber auch gar nix machen, außer sich mal die Muschi rasieren. Die Hinterfotzigkeit, die Schleimerei … - das geht dem Legat alles so auf den Sack. Verstehen Sie? Auf den SACK! Draußen ist sein Ruf doch längst erhört worden. Ist ja auch laut und vor allem deutlich genug. Klötze in der Buxe haste doch. Musste mal Eier zeigen. Ein Mann sein. Drinnen stößt all das auf taube Ohren. In Paderborn hat sich Kollege Proschwitz das aber schon zu Herzen genommen. Und wie. Vielleicht spielt der gute Mann ja demnächst Landesliga. Sein Coach in spe braucht Typen wie ihn. Die Partie Remscheid gegen die Sportfreunde Baumberg wird ihnen präsentiert von Ei Ei Ei Verpoorten.


Dabei kann der FC Rembo auch anders, zumindest ganz kurzzeitig. Das Amt des Team-Captains hatte gerade Brigitte von ihm übernommen, da gibt sich uns Legat einer kurzen Pause, einem komprimierten Wellness-Programm hin: Rasieren, duschen, dösen, Platte polieren und leidenschaftliche Unterbodenwäsche - selbst das alles aber so angespannt wie die Dorfjugend beim Wettnageln.

Männerfraktion nicht gut auf Wollersheim zu sprechen

Von einem, der auszog, die Fürstin zu lehren. Einfacher ist das auch am 12. Tag nicht geworden, im Gegenteil: Dass die Stimmung immer noch nur eine Armlänge vom Siedepunkt entfernt ist, fällt sogar der Wollersheimschen auf. "Ich habe das Gefühl, dass die Männerfraktion nicht so gut auf mich zu sprechen ist! Ich habe das Gefühl, dass die negativ auf mich abstrahlen. Die negativen Wellen, die greifen mich persönlich an." Männerfraktion? Also, Menderes kann damit nicht gemeint sein, der hat ja noch nicht mal … Sie wissen schon. Also Thorsten und Jürgen.


Die alberten dann auch erstmal am Dschungeltelefon in feinster Kumpelmanier los. Jürgen über den Energiefluss: "Ich glaube schon daran, dass man positive und negative Energie spüren kann." Thorsten tat das alles natürlich ab: "Ich glaube absolut an so einen Quatsch nicht." "Energieströme und Philosophisches - alles Mumpitz. Dass ihm jemand in der Halbzeitpause bei irgendeinem Dorfkick ein fernöstliches Symbol mit einer Nähnadel in den Oberarm geritzt hat? Drauf gepfiffen. Wahrscheinlich hält Legat Ying und Yang für zwei ehemalige WM-Maskottchen.

Die Hirnflüssigkeit köchelt

Als Sophia und Brigitte schließlich am Lagerfeuer saßen, war das mit den Energien fast schon wieder vergessen. Stattdessen erging sich Berts Beste in einer kruden Arschkriech-Eloge - deine Beine, dein Hintern, deine Klamotten - dass einem selbst zu Hause so langsam die Hirnflüssigkeit zu köcheln begann. Mann, geht einem das aufn Sack. Auf den SACK! Aber auch das knallt man schnell weg. Die Dschungelprüfung nämlich, sonst oft zäher Sendezeitverlängerer, geriet diesmal zu einem der appetitlicheren Spektakel. Wer sich noch an Barbara Herzsprung und ihren Känguruh-Hoden erinnert, weiß, wovon die Rede ist.

Dabei hatten die RTL-Sadisten dem an sich schon schweren Eingeweide-, und Gammel-Verzehr zudem eine Erfolg fast unmöglich machende Gewichtsschätzung vorinstalliert. Brigitte, das Schlachtross, trat an mit gewohnter Vehemenz, wenn es darum geht, Dinge in den Mund zu stecken. Wie sie da Maden und fermentierte Bohnen und Truthahn-Hoden auf Ex inhalierte - so leidenschaftlich, sie würde es wohl auch machen, gäbe es keine Sterne dafür. Na gut, gab es am Ende dann ja auch nicht. Sophia war unverständlicherweise beim oralen Vergnügen etwas zarter besaitet, also wieder mal Reis und Bohnen als Nachtmahl.

Effenberg und die Transe

Etwas erträglicher gemacht wurde der statische Ernährungsplan von einem Karton Kekse, den der Sendungssponsor ins Camp kippte. Nicht umsonst natürlich. Die Frage nach der Penis-Affäre  - wir sprachen bereits darüber - musste beantwortet werden. Hat a.) Pep Guardiolo (sic!) sie an den Hacken oder b.) Stefan Effenberg? Sophia hatte die richtige Antwort parat, die Begründung ließ jedoch aufhorchen: Antwort b. sei richtig, Effe hätte, so ihre Ausführungen, eine Affäre mit einer Transe gehabt. Erstaunlich, Frau Wollersheim, was man bei einem Junggesellen-Abschied im Flatrate-Puff von Bad Salzuflen so alles erfährt.

Der Rest von Tag 12 ist schnell zusammengefasst: Bei der Feldpost gab es wie gewohnt Tränen. Bei der Schatzsuche durfte Menderes einen BH aufmachen. Und Nathalie Volk wurde vom Publikum aus dem Camp gekickt. Irgendwo mittendrin bellte Legat noch ein Fanal aus der Fankurve in die Nacht: "Steht auf, wenn ihr Thorsten Legat seid". Dass er selbst bei diesen Worten saß, sollte einem dann doch zu denken geben. Ebenso wie die Tatsache, dass, obwohl die Krönung unaufhaltsam näher rückt, kaum vom Titel die Rede ist. Was ist das hier - das klassische "Von Spiel zu Spiel" denken? Es geht um königliche Ehren und da kann das niedlichste Faultier da draußen noch so possierlich über die Straße robben, einem wie ihm kann in Sachen Cuteness hier keiner das Wasser reichen:

Lange schallt’s im Dschungel noch - Menderes, er lebe hoch...

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