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Dieses Camp hat Eier

Vorfreude aufs Dschungelcamp ist die schönste Freude? Umso herrlicher, wenn sie restlos bestätigt wird. Als schon nach wenigen Minuten der erste Penis aus der Hose flutscht, ist klar: Dieses Jahr werden Träume wahr.

Von Ingo Scheel

Dschungelcamp 2016: Thorsten Legat verliert Teil vom Zahn

Thorsten Legat bringt gleich an Tag 1 Schwung ins Dschungelcamp - er will schließlich, dass die Mitbewohner zeigen, dass sie "Eier in der Buxe" haben

Vergeben, vergessen und wieder vertrauen: Das Dschungelcamp ist zurück und fast ist man schon über den Tod von David Bowie weg. Sorry, das war vielleicht etwas hart. Aber im Ernst: Nach dem Echtzeit-Schlaflabor aus dem Vorjahr mussten sich die RTL-Altvorderen aus der Abteilung Lagerkoller etwas einfallen lassen. Und mit diesem dreckigen Dutzend hat der Sender einen Cast zusammengestellt, gegen den wirken Stallones Expendables wie ein Bad Doberaner Kegelverein auf `nem Bierbike.

Man hat kaum am Persico genippt, da rasseln bei Gunter Gabriel schon die Hosen runter. Im Lager? Von wegen. Der Mann steht noch an der australischen See beim Kennenlern-Treff, als ihn der Harndrang übermannt. Pitstop an der Keramik? Dafür ist keine Zeit. Und was auf dem Hausboot hinterm Billbrooker Deich recht ist, das ist down under teuer: Geschifft wird über die Reling. Oder halt von der Wasserkante. Da schlägt selbst Thorsten Legat die Hände überm blitzeblanken Kopf zusammen und der war immerhin mal bei Schalke.

Dschungelcamp 2016: Realitiy-Schlachtrosse und große Titt.. äh Herzen 

Mit zwölf Kandidaten haben wir es in diesem Jahr zu tun, einer mehr als sonst. Als der krasse Cast schon komplett war, rutschte dem Team auch noch Jürgen Milski in die Reisegruppe. Ein Reality-Schlachtross, wie gezeugt für dieses Format. Ex-Big-Brother-Bewohner, Sladdi-Kumpel, später zu sehen in Shopping-Kanälen, Quizfoltereien und natürlich - steht nicht umsonst "Malle“ auf seinem T-Shirt - eine feste Größe in der Schinkenstrasse des 17. Bundeslandes. Jürgens Augenwinkel spannen etwas, aber sonst ist uns Milski ein ganz bodenständiger Junge. Ein großes Herz ist ihm immer noch lieber wie die deutsche Sprache. Siehstewoll.

Das dürfte eine wie Sophia Wollersheim ähnlich sehen. Das Titt-, Verzeihung, das It-Girl ist die einzige Kandidatin mit gleich zwei Postleitzahlen und so beeindruckend die Hupen sich auch ins Bild schieben - dass sie bei derartigem Auftriebholz vor der Hütte am Ende bei der Dschungelprüfung ausgerechnet tauchen muss, ist nicht ganz fair. Altersmäßig steht ihr Natalie Volk am nächsten. Die durfte sich einst bei Wolle Joop unterhaken, hat schon mal auf Klassenfahrt gezeltet und isst auch Fischaugen. Die jungen Leute von heute. Sehr beeindruckend.


Rolf Zacher, dieser ledrige Lord

Einer, der von dem nicht allzuviel mitbekommt, ist Rolf Zacher. Der ledrige Lord trägt Nadelstreifen, hat kurzzeitige Schreianfälle - von denen wir in den nächsten Sendungen hoffentlich mehr zu sehen bekommen -  und sieht schon nach wenigen Stunden im Lager, mit Kopfwindel und schiefem Mund, aus, als würde auf der Demenz-Station des Uni-Klinikums Heilbronn "Lawrence von Arabien“ nachgespielt. Ein toller Mann. Muss sich nur noch etwas akklimatisieren. Oder vielleicht besser nicht. Hauptsache, Opi-Wan Kenopi hält noch etwas durch.

Wer ist da sonst noch unterwegs - bei der Masse könnte man glatt jemanden übersehen. Thorsten Legat, mit ordentlich Vorschusslorbeeren in der hochgezogenen Turnhose angereist, braucht vielleicht noch ein wenig bis zur Betriebstemperatur. Dass der Mann vom FC Remscheid sich jedoch ad hoc die Zähne an einem Penis kaputtbeißt, das gibt von hier einen Extra-Stern. So einen bekommt auch derjenige, der den Kuchen-Monolog von David Ortega nacherzählen kann. Auf jeden Fall gut, dass wenigstens einer dabei ist, den man nicht kennt.

Ricky Harris durfte auch mit. Der Ex-Talker hat Feuchttücher im Gepäck, ist nicht schwindelfrei und sieht am Kopf aus wie Gollum nach einem Dom-Rep-Urlaub. Sünde. Aber nett. Nicht so nett die Fürstin der Dunkelheit, dafür aber ähnlich frisiert: Helene mag auch geflochtene Zöpfe, Dschungelprüfungen weniger und redet sich im Vorfeld bereits jegliche Erfolgschancen fast so leidenschaftlich aus wie einst die Knappik.

"Einfach never give up“ - also das völlige Gegenteil der flatterhaften Fürsten ist Menderes Bagci. Dem ist egal, ob da Küstennebel oder Bullensperma im Glas ist, Kuh-Pipi oder Multi-Sanostol- der schluckt alles, gewinnt, zieht durch und ist ein echter Teamplayer. Eine Prognose: Wenn ihn in der Zwischenzeit nicht irgendein DSDS-Casting weglocken sollte, ist das hier der kommende Dschungelkönig.

Brigitte Nielsen: Alles schon erlebt

Eine, die ihm da gefährlich werden könnte, ist natürlich Brigitte Nielsen. Schon mal gewonnen, alles schon erlebt, kennt das Camp, die Spielchen und weiß, wo das Klo ist. Auch dass Gunter Gabriel nur eine Unterbuxe mit ins Lager genommen hat, lässt Frau Nielsen völlig kalt. Bleibt abzuwarten, wie es um ihr Temperament bestellt ist, wenn das Xanax abklingt. Vielleicht kann ihr Jenny Elvers dann zur Aufmunterung ein paar Schmuckstücke entwerfen. Warum die Heidekönigin dabei ist? Aus freien Stücken. Aber sicher.


Nicht ganz so sicher ist sich am Ende ausgerechnet One-Slip-Günni: Abkanzler-Kandidat Gabriel schwächelt nach nur einem Tag im Camp, verflucht seine Entscheidung, bei dem ganzen Zirkus mitgemacht zu haben. Und erwägt Auszug. Das Gefährt dürfte dabei schon feststehen: Der letzte Wagen ist immer ein Kombi. In diesem Sinne: Busch Kasalla! Wenn doch nur schon Abend wäre …

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