HOME

Stern Logo Dschungelcamp

"Is' mir egal", singt die Furzfrau

Nach Gunter Gabriels Auszug dreht sich im Dschungelcamp gottlob nicht mehr alles um menschliche Ausscheidungen. Nur der Legat haut noch mal so richtig einen raus. Und Höllena? Singt trotzig Durchhalte-Partylieder.

Von Simone Deckner

Helena Fürst im Dschungelcamp

Und tschüss: Helena Fürst verweigert im Dschungelcamp die Prüfung

Das ist heute im Dschungelcamp passiert:

Ein guter Tag im Camp! Fragen sie mal die Klobrille, die von weiteren fäkalen Fall-Outs verschont blieb. Andererseits: Niemand erzählt mehr launige Räuberballaden, in denen durchgeknallte Nutten mit nicht durchgeladenen Knarren hantieren. Doch die Camper verkrafteten den Auszug von Grumpy Gunter erwartungsgemäß bestens. Fehlte eigentlich nur noch, dass Dschungel-Pate Rolf verschwörerisch in seinen leeren Blechnapf genuschelt hätte: "Gunter, wer war Gunter?" Legat, der das Verhalten seiner Erzfeindin Helena eigentlich nicht mehr kommentieren wollte, nennt sie in einem gänsehauterregenden Monolog "eine Furzfrau, die nichts geleistet hat". Höllena verweigert erstmals eine Dschungelprüfung und motiviert sich mit einer Neufassung des Youtube-Hits der Berliner Verkehrsbetriebe: "Prüfung verkackt? Is' mir egal! Streit gehabt? Is' mir egal!"

Szene des Tages:

Die Camper sollen raten, wie häufig Männer und Frauen beim Sex zum Orgasmus kommen. Sie verschätzen sich. Im Dschungeltelefon sollen Legat und Ortega das Wort Orgasmus definieren. Überraschung: Einem Legat kann es doch die Sprache verschlagen. Minutenlang passiert nichts, nur Augenrollen. Bis ihm entfleucht: "Wir müssen mehr Liebe machen!" Das kann nur David Ortega toppen, der nach mehrmaligem lauten Vorsagen des Wortes Orgasmus feststellen muss: "Ich bin unterfragt." Schnell fallen ihm aber wieder ein paar Worte ein. "Das ist eine Art von Punkt. Wo man eine Grenze erreicht hat. Dann kann man schlafen."

Dschungelcamp, Tag 6: Ich wollt' ich wär' ein Huhn
Helena Fürst Dschungelcamp

Und täglich grüßt das Murmeltier: Auch am sechsten Tag musste Helena Fürst zur Dschungelprüfung antreten. Die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich erwarten sie schon - und erklären ihr "Das Dschungellabor".


Wer musste in die Dschungelprüfung?:

Hell yes, schon wieder! Der Prüfung – irgendwas mit Labor und Tieren von klein bis groß – verweigerte sie sich in der ihr ureigenen Art: maximal trotzig. Gegen so viel "Is' mir egal"-Haltung wirken selbst die missratenen jugendlichen Rumtreiber, die Kabel Eins sonst immer nach Nowosibirsk oder Kasachstan zu den strengsten Eltern der Welt schickt, wie blasse Bibelschüler. Höllenas Begründung für das Ausschlagen der Prüfung: "Ich habe eine Traumatisierung bekommen."


Nervensäge des Tages:

Laut Lästerschwester Sophia und Brigidde: Nathalie aka "die Frau ohne Persönlichkeit". Wenn es Robert Lembkes heiteres Beruferaten noch gäbe, hätte Nathalie es leicht, sich mit einer Handbewegung vorzustellen: "Immer nur Haare, Spiegel, Haare, Spiegel", ätzten die zwei neidischen Nattern. Aber mehr als Selbstbespiegelung hat man von der als Megazicke angekündigten Ex-GNTM-Kandidatin wirklich noch nicht gesehen.

Gewinner der Dschungelherzen:

Menderes. Wieder einmal. Die klugen Menschen von Brand Eins verfassten schon im Mai ein Porträt über ihn. Titel: "Der Watschenmann". Darin seherische Zeilen wie diese: "Manchmal sagt Menderes Bagci Sätze voller trauriger Poesie." Wie beim geflüsterten Gespräch am Lagerfeuer mit Onkel Jürgen. Er sei ja immer allein. Da habe er schon ein wenig Angst, wie das im Alter werden wird. Onkel Jürgen: "Dass so ein toller Typ keine Frau hat, macht mich schon ein bisschen traurig." Flugs fordert er öffentlich Liebesbewerbungen für Menderes ein. Das hat aber vergangenes Jahr bei der Bravo schon nicht geklappt. Erwähnten wir eigentlich schon, wie unfassbar charmant Menderes das "r" rollt?

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools