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Zombie-Zacher erwacht von den Scheintoten

Verkehrte Welt: Der Legat greift sich Höllena und drückt ihr einen Knutscher auf. Zombie-Zacher erwacht von den Scheintoten und pfeift den Mitbewohnern erst mal ordentlich den Marsch.

Von Simone Deckner

Rolf Zacher Dschungelcamp

Und er lebt doch: Rolf Zacher erhebt sich völlig überraschend aus seiner Bettstatt

Das ist heute im Dschungelcamp passiert:

Ziemlich wenig. Die Stimmung: irgendwie viel zu harmonisch. Lag es am gestrigen Weltknuddeltag? Erst wurde gepfiffen und gesungen, irgendwann tanzte der Camp-David in einem Teer-und-Federn-Regen und am Ende hatten sich alle Bewohner voll lieb. Ja, sogar der Legat die Höllena. RTL - tu was, aber zackig!

Szene des Tages:

Ein Legat wird weich in der Birne. Nach der gelungenen Prüfung zieht er die von ihm Tags zuvor noch als „Furzfrau“ verunglimpfte Helena an sich, umarmt und küsst (!) sie sogar auf die Wange. „Sie hat eine Schlacht verloren, aber einen Krieg gewonnen.“ Helena verblüfft: „Respekt!“ Während ganz Twitter tobt und die Rückkehr zur Konfro fordert, gibt es für Legats Verwandlung nur eine Erklärung: den verdammten Weltknuddeltag.

Nervensäge des Tages:

Auch, wenn er zur Musik mit dem Arsch gewackelt und so Sterne geholt hat: Camp-David konnte zuvor wieder nicht die Klappe halten. Mit Helena und Menderes streitet er darüber, was gute Ernährung ist. Fleisch, kein Fleisch? Milch, keine Milch? Bevor das Gespräch zu niveauvoll wird, redet der enge Buddy des Dalai Lama („Ich habe den auf Facebook geadded“) mal wieder das, was er für Tacheles hält. Helena: „David, wofür ist Milch eigentlich da?“ David: „Für die Cornflakes?“ Keine Pointe.

Gewinner der Dschungelherzen:

Flitzpiepe Rolf! Wenn das Ilse Werner noch hätte miterleben können, hach. Wie der scheintote Zacher sich völlig überraschend aus seiner Bettstatt erhebt, die Lippen schürzt, und ein Liedchen pfeift. Und noch eins. Und weil es so schön war noch eins – das war beste Unterhaltung. Dafür ist er ja auch drin im Camp, wie der Rolf selber raunt, „für die Kultur“. Man möge sich an dieser Stelle einen anerkennenden Pfiff denken, altmodisch auf den Fingern fabriziert.


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