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Porno-Patrick packt aus

Das Rezept nach dem Auszug von Helmut Berger aus dem Camp lautete: So viel nackte Haut wie möglich. Der Musiker Patrick Nuo meinte es mit der Entblößung aber etwas zu gut.

Von Mark Stöhr

  Patrick Nuo überraschte seine Camp-Kollegen mit einem unerwarteten Eingeständnis. Olivia Jones (r.) hört bei den Themen Sex und Pornos sehr gern zu.

Patrick Nuo überraschte seine Camp-Kollegen mit einem unerwarteten Eingeständnis. Olivia Jones (r.) hört bei den Themen Sex und Pornos sehr gern zu.

  • Mark Stöhr

Tag 1 nach Berger. Während der abgedankte König an der Hotelbar im Versace seinen Kreislauf wieder in Ordnung brachte, schaute das Fußvolk nach vorne. Neue Perspektiven mussten her, neue Träume von einer besseren Zukunft. Und so träumte Joey Heindle vom Stadtpark ("Sollen wir hier verrecken mit den Palmen?"), Iris Klein von einer Frisur ("Ich würde so gerne meinen Ansatz färben") und Fiona Erdmann von einer Wurst ("Ich würde gerne mal wieder kacken").

Nichts ahnen die führungslos gewordenen Camper von den bösen Gerüchten, die draußen die Runde machen: Dass sie und wir einem großen Berger-Beschiss aufgesessen sind. War alles nur ein abgekartetes Spiel? Kam der dicke Klaus gar nicht von der Nordseeküste ins Dschungelcamp, sondern saß schon die ganze Zeit hinter einem Bambusstrauch und kratzte sich am Bauch? Dass RTL immer mindestens einen Ersatz-Promi pro Staffel in der Hinterhand hat, ist bekannt. Die Frage ist nur: War Helmut Berger von vornherein bloß als Krawallbruder für die Werbekampagne und gar nicht als Dschungelmitglied von Dauer vorgesehen?

Klaus Baumgart, der Schunkel-Bär von der Waterkant, wurde jedenfalls sofort nach seinem Einzug gleich wieder abgestellt. Er ließ sich wie ein nasser Sack auf die Schlafstelle von Berger fallen und stand nicht mehr auf. Nein, es war nicht die Stunde der Schnauzbärte und Schmerbäuche in dieser Folge. Nur austrainierte und epilierte Körper waren zu sehen, so weit das Auge reichte.

Verrenkungen wie aus dem Kamasutra-Lehrbuch

Billig-Bohlen Silva, von seinen WG-Genossen auch "Tarzan für ganz Arme" (Olivia Jones) und schlicht "Suppenkasper" (Iris Klein) genannt, rutschte mit Georgina bei der Dschungelprüfung über eine gläserne Wippe und hielt danach der Kamera seinen zuckenden Bizeps unter die Nase. Weniger sportlich als schlüpfrig ging es bei Patrick Nuo und Claudelle Deckert während der Schatzsuche zu. Sie sollten mit allen verfügbaren Körperteilen gleichzeitig mehrere Wasserfontänen abdecken. Müssig zu erwähnen, dass sie dabei kaum einen Fetzen Stoff am Leib trugen. Es entwickelte sich eine Choreografie teils sehr bizarrer Verrenkungen, die man so sonst nur von Abbildungen in Kamasutra-Büchern kennt. Man bekam schon vom Zusehen einen Leistenbruch.

Eine noch schwerwiegendere Verstörung stellte sich aber kurz danach ein: Patrick Nuo im Bekenntnisrausch. Was war bloß in den Schweizer gefahren, nach dem Spagat auf den Düsen urplötzlich mit einer nicht sehr appetitlichen Drüsengeschichte um die Ecke zu kommen? "Was für andere Alkohol oder Heroin ist", gestand er, "waren für mich früher Pornos."

Wie bitte? Man sah über den Köpfen der umstehenden Campinsassen dicke Fragezeichen aufsteigen. Wovon redet der Typ? Er war süchtig nach Sexfilmen? Nuo ging tiefer ins Detail. Er habe eine Zeitlang die Hälfte des Tages mit Selbstbefriedigung verbracht, fuhr er fort, ein regelrechter Masturbationsmarathon sei das gewesen mit bis zu fünf Pornofilmen am Stück. Man sah über den Köpfen der Camper die gleichen Bilder aufsteigen.

Patrick Nuo ist päpstlicher als der Papst

Doch Nuo war noch nicht fertig, er kam genaugenommen erst so richtig in Fahrt. Nach weiteren unerfreulichen Fakten ("Ich war so süchtig, dass ich bei den geilsten Frauen nichts mehr gespürt habe") folgte die Analyse: "Porno ist dein Ecstasy, es zerfrisst deine Persönlichkeit. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir die Pornosucht die Energie frisst." Und er hörte einfach damit auf? Oder machte er eine Therapie? Dazu schwieg der Musiker. Stattdessen sprach er von seinem Glauben an die "mentale und körperliche Treue", soll heißen: Schon allein der Gedanke ist Sünde, von Pornos gar nicht zu reden. Patrick ist jetzt päpstlicher als der Papst.

Es war wie eine Szene bei den Anonymen Pornografikern, die sich dort im Dschungel zutrug, aber der Applaus – wie sonst bei dieser Art von Outings üblich – blieb aus. Die Camper glotzten eher Löcher in die Luft und zupften sich peinlich berührt am Ohr. Georgina Fleur machte noch den Hinweis, dass das alles im Fernsehen ausgestrahlt würde. Sehr rührend, doch es half nichts. Patrick Nuo musste offenbar raus mit seiner Beichte. Hat der Mann denn keine aktuelle Platte, die er promoten könnte?

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