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RTL verpasst knapp den Quotenrekord

Das Ungeziefer kriecht wie eh und je durch's Dschungelcamp und die Teilnehmer sind wieder eher "sogenannte Prominente". Dennoch: Auch 2013 steht die Konkurrenz von RTL wie gelähmt am Bildschirmrand.

  Samstagabend dürfen sich die Finalisten um Olivia Jones mal wieder richtig den Bauch vollschlagen. Zum Finale des Dschungelcamps serviert RTL traditionell jede Menge Getier.

Samstagabend dürfen sich die Finalisten um Olivia Jones mal wieder richtig den Bauch vollschlagen. Zum Finale des Dschungelcamps serviert RTL traditionell jede Menge Getier.

Zwei-Meter-Transe Olivia Jones, Sängerbarde Joey Heindle und Vorabendserien-Biest Claudelle Deckert kämpfen am Samstagabend um die Dschungelkrone bei RTL. Eines werden die drei aber wohl nicht erreichen: Dass die siebte Ausgabe von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" die legendäre Staffel von 2011 übertrumpfen wird. Das philosophische Kaffeekränzchen um Peer Kusmagk, Sarah Dingens und die professionellen Turteltauben Jay Khan und Indira Weis bleibt der Quotengipfel, dem RTL dieses Jahr nur vom nassen Feldbett aus hinterhertrauern kann, schreibt der Mediendienst "Meedia".

Damals sahen knapp neun Millionen Menschen das Finale. Der Marktanteil lag teilweise über 50 Prozent.

Es reicht dennoch locker, um den Fernsehabend zu dominieren. 7,64 Mio. Zuschauer sahen am Freitag zu wie Claudelle Deckert ihren 37. oder 39. Geburtstag mit einer Sahnetorte, dekoriert mit Kakerlakenspuren, feierte. Jeder vierte Fernsehzuschauer (25,2 Prozent) landete bei RTL. Noch besser lief es in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen: 4,09 Mio. Zuschauer und 35,4 Prozent Marktanteil. Langfristig müsste RTL sich bei solchen Traumquoten darauf einstellen, dass die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich - oder kurz Kek - ihre Hebel in Bewegung setzt und den Kölnern aufzwingt Sendezeit an Fremdanbieter abzugeben.

Quotenfinale im Ekelfernsehen

Mit diesem Luxusproblem muss man sich in Unterföhring gerade nicht beschäftigen. ProSieben sendete Freitagabend den fünf Jahre alten Spielfilm "Jumper" und erzielte damit mäßiges Interesse – 1,74 Millionen Zuschauer in der Zielgruppe bedeuteten und 10,7 Prozent Marktanteil. Völliges Desinteresse löste Sat.1 aus. Gerade einmal 790.000 Menschen zwischen 14 und 49 sahen sich an wie der Australier Mel Gibson im Schottenrock Engländer massakriert und französische Herzen bricht. "Braveheart" erreichte eine schlechte Quote von 7,6 Prozent.

Am Samstagabend wird es die Konkurrenz wieder schwer haben gegen RTL. ProSieben versucht es mit der überlangen Abenteuer-Schmonzette "Scriptum – Der letzte Tempelritter". Sat.1 bringt mit "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" eine echte Blockbuster-Alternative. Ob es reichen wird gegen RTL? Im australischen Dschungel wird sicher groß aufgetischt. Zum Abschluss der siebten Staffel wird RTL das glückliche Finaltrio eimerweise mit Kakerlaken, Mehlwürmern und Ekelschleim foltern.

ono
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