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"Die härteste Dschungelprüfung war Tanja Tischewitsch"

Mit seiner unauffälligen Art schaffte er es auf den zweiten Platz beim Dschungelcamp. Im Interview spricht Jörn Schlönvoigt über die anderen Kandidaten - und verrät die Wahrheit über Aurelio.

Von Carsten Heidböhmer

Jörn musste am letzten Tag des Dschungelcamps noch einmal alles geben

Jörn musste am letzten Tag des Dschungelcamps noch einmal alles geben

Herr Schlönvoigt, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz beim Dschungelcamp 2015. Hätten sie das vorher erwartet?

Überhaupt nicht. Ich habe von Show zu Show gemerkt, wie massiv meine Fans hinter mir stehen. Aber irgendwann fängt man dann Feuer und wünscht sich, zu gewinnen. Aber ich gönne es von ganzem Herzen. Sie ist sich wie ich immer treu geblieben. hat die Krone verdient.

Sie wirkten nicht wirklich enttäuscht, als nur noch zwei übrig waren und dann Maren gewonnen hat.
Richtig. Es war nicht mein erklärtes Ziel, zu werden. Ich wollte neue Erfahrungen machen und etwas über mich lernen. Das hat man auch bei den Dschungelprüfungen gesehen, wo es mit jedem Mal besser wurde. Klar, am Schluss wollte ich dann auch den Sieg mit nach Hause nehmen. Ich fühle mich aber trotzdem wie ein Sieger, weil ich Dinge gemacht habe, die ich sonst nie getan hätte.

Was glauben Sie: Warum hat das Publikum immer wieder für Sie angerufen?
Weil ich authentisch geblieben bin. Ich habe keine Rolle gespielt wie Walter. Das wird einem irgendwann auf die Füße fallen. Ich habe auch keine Lust, eine Rolle zu spielen. Ich spiele seit zehn Jahren bei "GZSZ" den Philip Höfer, da bin ich als Schauspieler engagiert. Wenn ich bei einem Reality-Format mitmache, dann gehe ich als Jörn Schlönvoigt rein und nicht als jemand, der ich gerne sein würde.

Für die Zuschauer ist ein Kandidat wie natürlich interessanter, der immer irgendwas macht, der intrigiert und größenwahnsinnig ist. War es von Ihrer Seite auch Kalkül, lieber die Füße still zu halten, um nicht anzuecken?
Nein, überhaupt nicht. Ich hatte keine Strategie. Meine Strategie war, keine Strategie zu haben. Ich habe genauso reagiert, wie ich zu Hause in Berlin reagiert hätte. Ich hatte zu keiner Zeit Berechnung im Kopf. Unterm Strich gibt mir der zweite Platz auch Recht. Mit Authentizität kommst du viel weiter als mit irgendeiner Rolle.

Im Zusammenschnitt auf RTL wirkte es, als habe Walter das Dschungelcamp dominiert. War das auch der Eindruck, wenn man 24 Stunden im Camp saß?
Überhaupt nicht. Walter wurde sehr massiv in die Sendung integriert, weil er polarisiert, weil er einen Unterhaltungswert hat, das will ich ihm gar nicht absprechen. Aber man hat zum Beispiel Aurelio ständig beim Schlafen gezeigt, was gar nicht der Fall war. Aurelio hat genau wie wir 1-2 Stunden am Tag geschlafen. Jetzt hat er die Rolle des Schlafenden. Er hat sich aber sehr eingebracht und war sehr aktiv. Ich glaube, dass ich für die Zuschauer schon langweilig bin, aber ich hatte keine Lust mich zu verstellen.

Sind im Dschungel Freundschaften entstanden?
Es war eine schöne Gemeinschaft, es war ein friedliches Dschungelcamp – zur Trauer der Zuschauer. Aurelio hat mich positiv beeindruckt. Mit Rolfe habe ich mich verabredet. Maren habe ich in mein Herz geschlossen. Die härteste Dschungelprüfung war, mit Tanja Tischewitsch unter den letzten Drei zu sein (lacht). Nicht despektierlich gemeint. Tanja ist super lieb.

Sie haben sind nicht ins Dschungelcamp gegangen, um Ihre Karriere anzukurbeln. Was war dann Ihr Motiv für die Teilnahme?
Das war purer Egoismus. Weil ich was erleben wollte. Mein Leben ist seit zehn Jahren von der Zeit her sehr limitiert. Ich kann nicht oft in den Urlaub fliegen. Ich will nicht sagen, dass es Urlaub war, aber ich war noch nie so entspannt wie im Dschungelcamp. Das ist etwas, das ich positiv für mich herausgezogen habe: Dass ich versuche, mich nicht zu verzetteln. Nicht zehn Dinge auf einmal zu machen. Und natürlich das Essen viel mehr zu genießen! Man muss einfach mal zwei Wochen Reis und Bohnen ohne Geschmack essen. Danach rastet man aus, wenn man was Richtiges isst. Das Dschungelcamp war das Abenteuer meines Lebens.

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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