Joeys Krönung erzielt grandiose Einschaltquote

27. Januar 2013, 11:05 Uhr

Für Joey war es ein überraschender Triumpf, für RTL erweist sich "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" als sichere Quoten-Bank. 2013 entwickelte sich zum zweitbesten Dschungelcamp aller Zeiten.

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Wer so elegant und furchtlos Schweinesperma trinkt, kann gar nichts anderes werden: Joey Heindle ist der RTL-Dschungelkönig 2013©

Herzlichen Glückwunsch Joey Heindle, Dschungelkönig 2013. Aber trotz seiner überraschenden Aufholjagd gegenüber Top-Favoritin Olivia Jones - Sarah Dingens und Konsorten haben ihre Plätze in der grünen Fernseh-Ewigkeit verteidigt. Das narzisstische Model, das sich zum Über-Vorbild der perfekten Trash-TV-Zicke kämpfte, verhalf RTL 2011 zu nie gekannten Einschaltquoten. Daran konnte auch die diesjährige Ansammlung von Halb- und Möchtegern-Prominenz nichts ändern. Aber es war knapp.

8,76 Mio. Zuschauer sahen am Samstagabend wie Claudelle Deckert versehentlich ihre Brüste entblößte. Sieht man es mit den Augen von Trümmertranse Jones könnte man auch sagen: Die Deckert hat noch mal alles gegeben. 2011 – im Jahr der Knappik – schalteten zwar 9,04 Mio. Menschen ein, dennoch war "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!" auch in der siebten Staffel eine Quotenfurie, die der Konkurrenz kaum Luft zum atmen ließ. Jeder dritte Fernsehzuschauer (34,6 Prozent) schaltete gestern Abend RTL ein.

Andere Privatsender waren chancenlos

Dramatisch war der Abend allerdings für die private Konkurrenz. Während die öffentlich-rechtlichen Sender noch beim Publikum 50+ punkten konnte, schmierte ProSieben komplett ab. Der Fernsehfilm "Scriptum – Der letzte Tempelritte" hat nicht einmal eine Million Menschen in der werberelevanten Zielgruppe erreicht. Immerhin konnte Sat.1 mit der Free-TV-Premiere von "Die Chroniken von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte" 1,85 Mio. Menschen zwischen 14- und 49-Jahren begeistern. Das reichte für gute 15,6 Prozent. Für den Mediendienst Meedia war dies aber eine verschenkte Premiere, angesichts der sich abzeichnenden Dominanz durch das Dschungelcamp. Überraschend erfolgreich verlief der Abend für das ZDF. "Wilsberg: Die Entführung" erreichte sieben Millionen Menschen beim Gesamtpublikum.

Da auch "DSDS" und "Paul Panzer – Stars bei der Arbeit" sehr gut lief, ging der Abend komplett an RTL. Vielleicht sollten die Kölner im nächsten Jahr aber einfach die Hängematten abmontieren, um die Bewohner zu mehr Aktionen zu motivieren. Olivia Jones könnte als Co-Moderatorin für Stimmung sorgen. Oder, liebes RTL, schickt doch einfach wieder Sarah Knappik zu den Maden.

Oliver Noffke
 
 
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