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Menderes entlockt Thorsten Legat Missbrauchsgeschichte

Thorsten Legat gibt im Dschungelcamp gerne den starken Max und betont seine Männlichkeit. Doch ausgerechnet der sanfte Menderes brachte Legat dazu, eine dunkle Geschichte aus seiner Kindheit zu erzählen.

Thorsten Legat im Dschungelcamp

Thorsten Legat schockierte im Dschungelcamp mit Erzählungen aus seiner Kindheit.

Die Rollen schienen zu Beginn des Dschungelcamps klar verteilt: Thorsten Legat ist der harte Kerl, der sich den vermeintlich weichen Menderes Bagci zur Brust nimmt und zum Mann macht. So in etwa muss sich der Ex-Fußballprofi das vorgestellt haben. Und so ließ Legat seine üblichen Macho-Sprüche vom Stapel: "Du bist ein Junge, mach mal Kasalla!", riet er dem DSDS-Kultkandidaten, "du hast doch Klötze in der Buxe."

So recht fruchten mochten diese Worte bei Menderes nicht. Denn der Sohn türkischer Einwanderer hat in seinem Leben tapfer allen Versuchen standgehalten, ihn zu einem überzeugten Vertreter des Patriarchiats zu machen. So war es absehbar, dass sich auch Legat an dem weichen Möchtegern-Sänger die Zähne ausbeißen würde.

Menderes spricht im Dschungelcamp über Gefühle

Doch was die Zuschauer am Sonntagabend im Dschungelcamp zu sehen bekamen, war weit mehr als das: Nicht nur scheiterte Legat dabei, Menderes zum Mann zu machen. Vielmehr gelang es dem 31-jährigen Deutsch-Türken, die harte Schale des Bochumers zu knacken.

Bagci tat im Dschungelcamp nämlich etwas, was nach wie vor als unmännlich gilt: Er sprach über seine Gefühle. So erzählte er von dem schlechten Verhältnis, das er zu seinem inzwischen verstorbenen Vater gehabt hat. Und das noch immer an ihm nagt: "Als ich ihn im Sarg gesehen habe, da war ich einerseits wütend, aber auch traurig." Unumwunden gab er zu, dass er Geborgenheit vermisst. Im fehle ein Vater oder eine Mutter, die ihm sagten "Hey, mein Sohn, ich liebe dich. Oder ich vermisse dich. Ich bin stolz auf dich."

Diese offenen Worte machten dann auch den harten Legat ganz weich. Und er erzählte noch einmal, was er bereits in seiner Autobiografie "Wenn das Leben foul spielt" geschrieben hat: Wie er früher von seinem Vater misshandelt und missbraucht worden sei. "Mein Vater hat meine Familie tyrannisiert. Ich habe ihn gehasst wie die Pest", bekannte er.

Ein bewegender Moment im Dschungel, den die Journalistin Lara Fritzsche perfekt auf den Punkt brachte: "Legat wollte Menderes zum Mann machen. Jetzt macht Menderes Legat zum Menschen."

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