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"Game of Thrones"-Spoiler als Erziehungsmaßnahme

TV-Serien verdrängen Filme, Bücher - und herkömmliche Erziehungsmethoden. Ein Lehrer hat sich sein Wissen zum Fantasy-Spektakel "Game of Thrones" offenbar zunutze gemacht. Mit verblüffendem Ergebnis.

Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) ist eine der Hauptpersonen der Serie "Game of Thrones". Noch ist die Figur am Leben. Doch bei George R. R. Martin weiß man nie, wie lange.

Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) ist eine der Hauptpersonen der Serie "Game of Thrones". Noch ist die Figur am Leben. Doch bei George R. R. Martin weiß man nie, wie lange.

Serienwissen kann beim Erziehen helfen: Ein französischer Mathelehrer hat angeblich eindrucksvoll bewiesen, dass man einfach nur wissen muss, was die Schüler beschäftigt. Das Problem: Die Schüler schnatterten oft durcheinander. Als es eines Tages wieder besonders schlimm war mit der Lautstärke, soll er seine Klasse gefragt haben, wer "Game of Thrones" schaue. Etwa drei Viertel der Schüler hoben die Hand. Er sagte: "Ich habe alle Bücher gelesen. Sollte es wieder zu laut sein, werde ich einfach die Namen der Charakter an die Tafel schreiben die sterben." Die Liste sei lang und reiche für das gesamte Jahr aus. "Ich kann euch sogar dazu schreiben, wie sie sterben." Von da an herrschte Ruhe.

Mathevorbereitung: Martin-Romane lesen

Wirklich wahr? In dem französischen Forum "DansTonChat" wird die Szene so beschrieben, der Eintrag stammt angeblich von einem betroffenen Schüler. Die belgische Zeitung "Nieuwsblad" hat den Eintrag entdeckt und online einen kurzen Text dazu verfasst, die Geschichte verbreitet sich nun über das amerikanische Techblog "io9". Ob es diesen Lehrer wirklich gibt, ist also schwer zu überprüfen. Aber unvorstellbar ist es nicht. Und der Autor der Reihe, George R. R. Martin, ist berüchtigt dafür, dass er Hauptfiguren einfach mal so sterben lässt.

Egal ob wahr oder nicht: Vielleicht lässt sich der ein oder andere Lehrer von dieser Geschichte inspirieren. Der ultimative Lesetipp lautet dann: Die fünf bisher erschienen Romane "Das Lied von Eis und Feuer" von George R. R. Martin, zwei weitere sind in Planung. So hat man seinen Schülern was voraus, ein moderates Druckmittel zur Hand - und spannende Bücher gelesen.

ukl

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo