Cascada erhält mäßige Unterstützung der Zuschauer

19. Mai 2013, 12:38 Uhr

Das Lied von Cascada wurde im Vorfeld zerrissen, das Kleid der Sängerin erntete viel Hohn. Vielleicht lag es ja am wenig begeisterten Echo der Presse: Der ESC 2013 sorgte für mäßiges Interesse.

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Cascada erfuhr von den deutschen Fernsehzuschauern nicht annähernd die gleiche Unterstützung wie Lena Meyer-Landrut vor ihr©

Die Quote war ordentlich: 8,21 Millionen Zuschauer schalteten die Live-Übertragung des Eurovision Song Contest auf der ARD ein. Das ist eine solide Quote, aber dennoch weit hinter den Jahren der "Lena-Manie". Beim Sieg von Lena Meyer-Landrut in Oslo schauten 2010 14,69 Millionen Menschen ein. Bei ihrem Versuch der Titelverteidigung ein Jahr später in Düsseldorf waren es 13,93 Millionen Zuschauer. Der Branchendienst "Quotenmeter.de" vermutet, dass die Plagiatsvorwürfe gegenüber Cascada, welche ausführlich in der Presse diskutiert wurden, für das mäßige Interesse verantwortlich waren.

Dennoch konnten sich mehr deutsche Zuschauer für Cascada begeistern als etwa für die No Angels im Jahr 2008 (6,38 Millionen) oder die Nackt-Darbietung mit Dita von Teese und der Combo Alex swings Oscar sings 2009 in Russland (7,33 Millionen).

Für die ARD bedeutete das ein Marktanteil von 34 Prozent zur besten Sendezeit ab 21 Uhr. Ein großer Teil der Zuschauer, nämlich 4,25 Millionen Menschen, gehörte zur hart umkämpften Gruppe der 14- bis 49-Jährigen. Hier lag die Quote bei überragenden 42,6 Prozent – ein glatter Tagessieg bei Jung und Alt.

"Das Wort zum Sonntag" mit Öffentlichkeit

Von dem großen Interesse konnten auch die Sendung im Umfeld des ESC profitieren. Der 45-minütige "Countdown für Malmö" moderiert von Barbara Schöneberger erzielte 15,7 Prozent beim Gesamtpublikum, die "Grand Prix Party" im Anschluss ab halb eins konnte sogar 26,5 Prozent erreichen. Selbst das sonst vor sich hindämmernde "Wort zum Sonntag", zwischen Countdown und Show, erreichte 4,38 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 16,5 Prozent beim Gesamtpublikum.

2010 entschied sich die ARD gemeinsam mit Stefan Raab und ProSieben den Vorausscheid zum Grand Prix zu revolutionieren. In einer Casting-Show wurde nach jungen Talenten gesucht und Meyer-Landhut gefunden. Die aufsehenerregende Kooperation, das flotte Lied "Satelite" und der damals erfrischend direkte Charme der Sängerin sorgten für ware Jubelstürme in der Presse und großes Interesse beim Publikum. Der anschließende Sieg in Oslo wurde gefeiert als wäre es der Gewinn der Fußball-Europameisterschaft gewesen.

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