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18. Januar 2011, 15:14 Uhr

"Sarah Knappik ist ein absolutes No-Go"

Er weiß, wovon er spricht: Vor sechs Jahren ging Willi Herren selbst ins Dschungelcamp. Im stern.de-Interview erzählt er, wann der Lagerkoller ausbricht, wer ihn damals am meisten genervt hat - und wagt eine Prognose, wer Dschungelkönig 2011 wird.

© Picture-Alliance Willi Herren Seine bekannteste Rolle war der fiese Olli Klatt in der "Lindenstraße", die er von 1995 bis 2007 spielte. Willi Herren stand aber auch schon für Regisseure wie Hermine Huntgeburth und Sönke Wortmann vor der Kamera. 2004 ging er in der zweiten Staffel der RTL-Show ins Dschungelcamp - und belegte den dritten Platz. Seither hat er sich vor allem als Stimmungssänger auf Mallorca betätigt. Herren ist mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten, inzwischen hat er aber nach eigener Aussage alle Probleme in den Griff bekommen.

Herr Herren, derzeit läuft die fünfte Staffel von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus". Sie selbst haben bei der zweiten Staffel mitgemacht ...

... ich war schon bei der ersten Staffel dabei, als Ersatzkandidat. RTL hat mich danach gefragt, ob ich nicht bei der zweiten Staffel mitmachen will.

Schauen Sie sich die aktuelle Staffel an?

Ja natürlich. Das weckt alte Erinnerungen. Das Dschungelcamp hat mein Leben geprägt.

Haben Sie Ihre Teilnahme jemals bereut?

Nein, es war eine der tollsten Erfahrungen meines Lebens. Allerdings hat mir das Dschungelcamp einen Imagewandel beschert: Ich bin vom Charakterdarsteller zum Jeck gedreht worden.

Fühlen Sie sich von RTL fair behandelt?

Ja. Ich bin im Fernsehen nicht falsch rübergekommen. Ich bin so wie ich bin. Man kann sich nicht zwei Wochen lang verstellen. Und anscheinend muss ich ein witziger Kerl sein. Vorher galt ich durch meine Rolle als Olli Klatt in der "Lindenstraße" als fieser Typ. Nach dem Dschungelcamp kann ich keinen Mörder im "Tatort" mehr spielen. Ich werde nur noch für komische Rollen angefragt.

Bekommt man im Dschungelcamp mit, wie man im Fernsehen in Deutschland rüberkommt?

Ich wusste damals schon, auf was ich mich einlasse. Für mich war's insgesamt positiv. Auch Günther Kaufmann oder Ross Antony haben von der Sendung profitiert. Jemand wie Carsten Spengemann hat sich dagegen mit der Teilnahme ins Aus geschossen.

Nach einem guten Start sind die Quoten von "Ich bin ein Star" etwas runtergegangen. Wohl auch, weil es im Camp noch arg kuschelig zugeht. Wie lange dauert es, bis die Leute den Lagerkoller bekommen?

Ab dem dritten, vierten Tag geht das los. Elf eigenwillige Charaktere hausen auf 25 Quadratmetern zusammen. Man darf nichts alleine machen - nicht einmal zum Klo geht man ohne Begleitung. Man weiß nie, wann Tag und Nacht ist. Man sitzt die ganze Zeit rum, muss das Feuer am Kochen halten und ständig Wasser abkochen. Und dann das Ungeziefer: Am Ende hatte ich 385 Mückenstiche. Da fängt man dann irgendwann an, sich über Sachen aufzuregen, die einen sonst nicht stören würden.

Wer hat Sie damals besonders genervt?

Desirée Nick. Im Camp hat sie mich total genervt. Ich hätte sie damals am liebsten im Teich ertränkt. Trotz alledem ist Desirée Nick für mich eine sehr intelligente Frau und ich schätze sie sehr als Kabarettistin.

Sind von damals Feindschaften geblieben? Wie ist zum Beispiel Ihr Verhältnis zu Jimmy Hartwig?

Es gibt so Kollegen, die sind nett, solange die Kamera an ist. Ich habe inzwischen gar kein Verhältnis zu ihm. Um es klar zu sagen: Jimmy Hartwig braucht keiner.

Welcher Teilnehmer der aktuellen Staffel hat Sie negativ überrascht?

Sarah Knappik geht gar nicht. Die würd' ich sofort rausschmeißen. Sarah ist ein absolutes No-Go.

Ihre Prognose: Wer wird Dschungelkönig?

Froonck Mathée oder Katy Karrenbauer. Beide haben mich positiv überrascht. Katy Karrenbauer kenne ich persönlich - sie ist eine herzensgute Frau. Einer von beiden wird's!

Interview: Carsten Heidböhmer
 
 
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