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"Du gibst etwas, aber du bekommst nichts zurück"

Ihr Rücktritt kam völlig überraschend: Im April gab WDR-Chefin Monika Piel ihren Job als mächtigste Fernsehfrau auf. Über die Gründe wurde seitdem gerätselt. Im stern hat sie sich offenbart.

Ex-WDR-Intendantin Monika Piel: Auch ihre Erfahrungen als Senderchefin machten die Gegnerin zu einer Unterstützerin der Frauenquote.

Ex-WDR-Intendantin Monika Piel: Auch ihre Erfahrungen als Senderchefin machten die Gegnerin zu einer Unterstützerin der Frauenquote.

trat im April als WDR-Intendantin zurück – völlig überraschend. Nur ein halbes Jahr vorher war sie für sechs Jahre in ihrem Amt bestätigt worden. Die 62-Jährige sprach bei der Staffelübergabe an Ex-Tagesthemen-Moderator Tom Buhrow von "privaten Gründen" - das Rätselraten, worum es da gehen könnte, war allseits.

Im neuen erzählt Monika Piel jetzt exklusiv, dass gesundheitliche Probleme, eine Arteriosklerose, eine echte Stresskrankheit, sie zum Rücktritt zwangen. Piel blickt auf ein Berufsleben unter enormem Druck zurück. Sie ist auch zu dieser Erkenntnis gelangt: Die wenigen Frauen an der Spitze hätten es schwer, ihre Qualitäten einzubringen. Beispielsweise vernünftige Kompromisse zu suchen. Das habe sie sich mit der Zeit abgewöhnt: "Du gibst etwas, das wird dankend angenommen – aber du bekommst nichts zurück."

Früher war Monika Piel eine Gegnerin der Frauenquote. Inzwischen befürwortet sie sie.

Nina Poelchau

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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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