Weil Fabian Hinrichs im Urlaub war, bekam er den Kult um den von ihm gespielten Gisbert Engelhardt im Münchner "Tatort" nicht mit. Im stern.de-Interview spricht er über die Rolle und den Ruhm. Von Carsten Heidböhmer
Nein, nichts. Ich war nicht zu erreichen auf der Reise, eigentlich bin ich nie während einer Reise erreichbar. Ich habe wirklich nichts mitbekommen.
Jetzt. So langsam merke ich, was der Film alles angerichtet hat.
Ich wusste bereits nach dem Lesen des großartigen Drehbuchs von Alexander Adolph und nach dem ersten Treffen mit ihm, dass das ein besonderer Film wird. Und während der Dreharbeiten mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl und Jutta Pohlmann (Kamera) hat sich diese Einschätzung bestätigt. Es ist eben ein mutiges Drehbuch - tieflustig, tieftraurig, mit einem eigenen Atem. Es vereint Gegensätze, die viele gute Filme ausmachen: Leichtigkeit und Schwere, Konkretion und Abstraktion. Das ist schon selten.
Interesse gab es und gibt es immer wieder. Das kommt und geht. Ich bin den Zyklus gewohnt.
Es ist so nicht angelegt. Doch während der Dreharbeiten wuchs schon das Gefühl: Schade, das könnte jetzt auch weitergehen. Das hätte ich gar nicht gedacht.
Sie meinen, der Vater als Teil des Über-Ichs, dessen moralische Normen und verinnerlichten Wertvorstellungen meine Laufbahn merklich oder unmerklich gesteuert haben? Nein, nicht dass ich wüsste. Könnte natürlich dennoch sein.
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