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Ob Netflix mit diesem Spin-off richtig liegt?

Brauchen wir wirklich ein Spin-off von "Full House"? Als Kinder liebten viele Zuschauer die Sitcom, doch die neue Netflix-Produktion wirkt auf ersten Fotos erschreckend altbacken.

Fuller House

Kimmy (Andrea Barber), Stephanie (Jodie Sweetin) und D.J. (Candace Cameron Bure) haben die Haare schön: Die ersten Bilder der Fortsetzung der Kult-Sitcom "Full House" zeigen, dass die Show mit Look und Bildsprache nah am Original bleibt. Ob das 2016 noch funktioniert?

In den 80er-Jahren war die Familien-Sitcom "Full House" ein riesiger Erfolg: Acht Staffeln lang erlebte der alleinerziehende Vater Danny Tanner (Bob Saget) kleine Alltagsabenteuer mit seinen drei Töchtern. Ihm zur Seite standen sein Schwager Jesse (Jon Stamos) und Kumpel Joey (Dave Coulier). Die Sendung lebte von den niedlichen Kinderdarstellern (unter anderem die Olsen-Zwillinge) und der immer wieder ausgespielten "Drei Männer und ein Baby"-Komik. Es war eine typische amerikanische Sitcom - mit harmlosen Gags und klischeehaften Figuren.

Umso verwunderlicher ist es, dass sich ausgerechnet Netflix, sonst für hintergründige Comedy und hochqualitative Serien bekannt, einem Spin-off angenommen hat. "Fuller House" heißt die Serie, die es ab dem 26. Februar zu sehen gibt. Gerade wurden die ersten Bilder aus der Show veröffentlicht.

Alles nah am Original - ob das funktioniert?

Und die zeigen, dass wenig Innovatives zu erwarten ist: Von den perfekt sitzenden blonden Hausfrau-Locken bis zur altmodischen Bildsprache wirkt alles ziemlich konservativ. Da hilft es auch wenig, dass die Geschlechterrollen vertauscht sind: Im Mittelpunkt steht Dannys Tochter D.J. (Candace Cameron), die plötzlich Witwe ist und sich allein um ihre drei Söhne kümmern muss. Damit die Prämisse wieder ähnlich wird, ziehen ihre Schwester Stephanie (Jodie Sweetin) und ihre beste Freundin Kimmy Gibbler (Andrea Barber) samt Tochter bei ihr ein.

Die Zielgruppe für die Serie dürfte recht klein sein: Klar werden sich noch viele Zuschauer gern an die Serie zurück erinnern - nur waren sie damals Kinder. Angesprochen fühlen werden sich also vor allem alte Fans, die mittlerweile Kinder haben und auf der Suche nach familienfreundlichem Programm sind. Die breite Masse der Netflix-User bleibt außen vor. Denn wenn der Look der Gleiche ist, bleibt die Befürchtung, dass auch der Tonfall beim Original bleiben könnte. Vor allem die neue Hauptrolle der schon damals nervigen Kimmy Gibbler deutet darauf hin. Diese Art von Blödel-Komik findet man heutzutage nur noch in den gängigen Disney-Serien, die sich speziell an Kinder richten. 

Was "Fuller House" zum Erfolg verhelfen könnte: Wenn die Serie eine große Portion Selbstironie mitbringt und ganz viel Klischees abstreift. Oder Kimmy Gibbler los wird.

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