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"Game of Thrones" ist zurück - und startet mit einem Paukenschlag

Das Helden-Epos "Game of Thrones" ist wieder da - und wie. Schon die ersten Minuten von Staffel 7 beginnen mit einem Paukenschlag. Und auch sonst zeigt die Folge klar, wo es hingeht.

Achtung: Dieser Text enthält Spoiler für sämtliche Staffeln von "", inklusive der ersten Folge der gerade gestarteten siebten Staffel. Wer lieber nicht wissen will, wie es weitergeht, sollte nun aufhören zu lesen.

Ab heute ist es endlich soweit: Die siebte Staffel von "Game of Thrones" ist gestartet - der Winter ist da. Und die Macher verlieren keine Zeit. In der Auftaktfolge werden sofort die Weichen gestellt, wohin es diese Staffel gehen wird. Wir nennen die sechs wichtigsten Momente der Start-Folge.

Arya nimmt Rache

Gleich die erste Szene hat es schon in sich: Der fiese Walder Frey hält ein Festmahl ab, alles erinnert an das brutale Gemetzel der Roten Hochzeit. Das ist kein Zufall. Nachdem alle angestoßen und getrunken haben, ändert sich Freys Ton. Statt zu feiern hält er plötzlich eine Klagerede gegen seine ganze Familie, die die Starks ermordeten. Währenddessen winden sich die Gäste unter den Folgen des vergifteten Weines. Am Ende der Szene zieht Frey sein Gesicht ab - und Arya enthüllt ihr wahres Gesicht.

Wohin es die Stark-Tochter als nächstes treibt, ist ebenfalls klar: Als eine Gruppe Lannister-Soldaten sie zum Essen einladen - unter ihnen Sänger -, erzählt sie völlig offen, dass sie Königin Cersei Lannister ermorden will. Die Soldaten nehmen es als Scherz, Arya sicher nicht.


Cersei will alles - und riskiert die Liebe ihres Bruders

Aryas Ziel Cersei und ihr Bruder/Lover Jaime krachen derweil in Königsmund aneinander. Cersei will nicht weniger als ein tausendjähriges Dynastie zu schaffen - worauf Jaime herausrutscht: "Eine Dynastie für wen? Unsere Kinder sind tot." Cersei ficht das nicht an. Sie ist sogar bereit mit dem schmierigen Euron Greyjoy anzubandeln. Der sucht praktischerweise eine Königin und hat die Flotte, die Cersei für den Krieg gegen Daenerys braucht. Jaime ist alles andere als begeistert, nicht nur weil sich Euron vor versammelter Mannschaft über ihn lustig macht. Ob die Zwillinge am Ende der Staffel noch auf derselben Seite stehen?

Wie stark bindet Wolfsblut?

Auch bei anderen Geschwistern knirscht es mächtig. Während der frisch gekrönte König versucht, die Mauer zu besetzen, grätscht ihm öffentlich Schwester Sansa hinein. Während Jon für Ausgleich sorgen will, zieht sie eine harte Hand vor, auch gegenüber der drohenden Cersei. Als sie Jon warnt, dass die Königin noch jeden Gegner habe ermorden lassen, stellt er nur trocken fest: "Klingt fast so, als würdest du sie bewundern." Kann er Sansa noch trauen?

Der Hund sieht das Licht

Eine Wandlung in die andere Richtung macht der Bluthund Sandor Clegane. Gemeinsam mit der Bruderschaft ohne Banner sucht er Zuflucht in einem verlassenen Bauernhaus. Dort findet er die beiden Leichen von Vater und Tochter - denen er in Staffel vier das letzte Geld stahl. Um einen Hungertod zu verhindern, scheint der Vater beide getötet zu haben. Nachts werden die anderen wach, weil Clegane ihnen im vereisten Boden ein Grab schaufelt. Vorher hatte er von der Bruderschaft den Herrn des Licht gezeigt bekommen - und Visionen von den Weißen Wanderern im Feuer gesehen. 

Clegane und die Bruderschaft werden diese Staffel wohl eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen deren Invasion spielen: Schon im Trailer kämpfen sie gegen die untoten Horden - an der Seite von Jon Snow.

Ein unerwartetes Wiedersehen

Jons bester Freund Sam hat sich indes in der Zitadelle eingerichtet. Statt endlich mehr über die Weißen Wanderer zu lernen, muss er allerdings Bettpfannen leeren. Pragmatisch stiehlt er den Schlüssel zum geheimen Teil der Bibliothek - und entdeckt prompt einen ganzen Berg aus der einzigen Waffe gegen die Untoten: Drachenglas. Das muss Jon Snow erfahren. Ist das Glas der Grund, aus dem Jon und Daenerys aufeinandertreffen werden?

Fast nebenbei treffen wir in der Zitadelle auf einen lange Vermissten: Als Sam die Schalen mit Essen vor den Krammernkammern einsammelt, greift eine verschuppte Hand nach ihm. Der Mann im Schatten fragt, ob Daenerys schon angekommen ist. Nur an der Stimme ist zu erkennen: Hier siecht Daenerys langjähriger Vertrauter Jorah vor sich hin. Und erwartet ihre Ankunft.

Daenerys kommt nach Hause

Endlich ist es soweit: Schon in der ersten Folge wollte Daenerys Targaryen nur eines: nach Hause. Seitdem ist aus der zerbrechlichen Prinzessin die starke Mutter der Drachen geworden. Nun kommt sie gemeinsam mit ihrer Armee der Unbefleckten und Tyrion Lannister in ihrer Heimat Drachenfels an, berührt ehrfürchtig den Sand zu ihren Füßen. Lange lässt sie sich von der Nostalgie aber nicht überwältigen. Statt ihren Platz  auf dem mächtigen Steinthron einzunehmen, geht es gleich weiter an den Kriegstisch, an dem auch Stannis Baretheon schon seine Eroberung plant. Ihr erster Satz im neuen, alten Zuhause schließt die Folge passend ab: "Wollen wir beginnen?"

Was für ein Staffeleinstand!

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