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Serien-Tipps für den Urlaub

Sie brauchen Serien-Nachschub für den Urlaub? Die Knast-Serie "Orange is the New Black" müssen Sie sehen. Sex in der Knastkirche und der fieseste Schnurrbart überhaupt inklusive. Unsere Empfehlungen.

Von S. Stendel, U. Klode, C. Fröhlich, C. Heidböhmer

  Sie kommen, um zu bleiben: Wenn eine Serie fesselt, werden die Charaktere zu guten Bekannten.

Sie kommen, um zu bleiben: Wenn eine Serie fesselt, werden die Charaktere zu guten Bekannten.

Egal, ob man eine Nacht lang viele Folgen nacheinander schaut, oder ob man zehn Abende lang je eine Folge genießt - wer Serienfan ist, hat seine eigene Art, die neueste Staffel zu konsumieren. Doch was, wenn die aktuelle Staffel der derzeitigen Lieblingsserie durchgeguckt ist? Ein echter Serienliebhaber sucht dann nach der nächsten guten Geschichte, die ihn fesselt. Da können wir weiterhelfen: Wir haben Serien zusammengestellt, die man einfach gucken muss. Weil sie so spannend sind. Weil sie das Kinoerlebnis in Serie bringen. Weil die Schauspieler grandios sind. Weil die Idee einzigartig ist. Weil sie unglaublich komisch sind. Meist sogar alles auf einmal.

Auf den folgenden Seiten sagen wir Ihnen, warum Sie "Orange is the New Black", "Sherlock", "House of Cards", "Breaking Bad", "Game of Thrones", "Downton Abbey", "True Blood", "Community", "Girls", "Hit and Miss", "Homeland" und die deutsche Satire "Götter wie wir" sehen müssen.

  Piper Chapman (Taylor Schilling) muss sich als neuer Häftling im Gefängnis behaupten.

Piper Chapman (Taylor Schilling) muss sich in ihrem neuen Leben im Knast behaupten.

Hart aber herzlich: "Orange is the New Black"

Worum geht’s?
Die Unternehmerin Piper Chapman (Taylor Schilling) hat sich gerade mit ihrem Freund (Jason Biggs) verlobt und genießt ihr gutbürgerlich-situiertes Leben, als ihre Vergangenheit sie einholt: Sie muss eine einjährige Haftstrafe in einem Frauengefängnis antreten. Vor zehn Jahren war Piper in einer lesbischen Beziehung und ließ sich von ihrer Freundin (Laura Prepon) in Drogenschmuggel-Geschäfte verwickeln. Der damalige Ausrutscher stellt nun ihr Leben auf den Kopf: Im Gefängnis trifft sie auf kriminelle Frauen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten, darunter ausgerechnet auch auf ihre Exfreundin, die sie verraten hat. Piper muss besser schnell lernen, sich dort zu behaupten.

Und auf der Meta-Ebene?


Was passiert, wenn ein eigentlich gesetzestreuer Mensch in den Knast geworfen wird? "Orange is the New Black" rüttelt an der Weltanschauung der privilegierten Piper, die unweigerlich immer mehr in den Sog der irren Gefängnis-Welt gerät. Und die hat ihre eigenen Regeln: Die Jagd auf ein imaginäres Huhn ist eröffnet, es gibt Bestechungsversuche, Unterdrückung durch machtgeile Wärter und Sex in der Knastkirche. In Rückblenden werden außerdem die Schicksale von Pipers Mithäftlingen erzählt - jedes einzelne fast ein eigener kleiner Krimi. Machtsysteme, soziale Ungerechtigkeit, Abhängigkeiten, Gruppendynamiken, Homosexualität sind die Themen, die dabei zur Sprache kommen.

Warum muss ich das gucken?
Wer endlich einmal authentische weibliche Hauptrollen jeder Hautfarbe und Herkunft sehen will, ist hier richtig. Schöngeredet wird nichts: Es ist erschreckend, wie verrückt und willkürlich ungerecht es im Frauenknast zugeht. Die dunkle Comedy hat auch nichts mit der oberflächlichen RTL-Serie "Hinter Gittern" zu tun. Denn die Story basiert auf einer wahren Geschichte. Als Zuschauer fühlt man erst mit Piper mit und schließt nach und nach fast alle kriminellen Damen ins Herz. "Ich bin noch keine zwei Wochen hier und wurde schon ausgehungert, begrapscht, geärgert, verfolgt, bedroht und Taylor Swift genannt," beschwert sich Piper zu Beginn ernsthaft, ohne zu merken, dass den meisten Anderen um sie herum weitaus Schlimmeres im Leben widerfahren ist. Witzig ist es trotzdem und das ist eine weitere Stärke: "Orange is the New Black" kann nicht nur Gesellschaftskritik und Beklemmung, sondern ist oft richtig lustig.

Wer hat’s erfunden?


Die Serie basiert auf dem biografischen Roman der Amerikanerin Piper Kerman. Der Video-on-Demand-Dienst Netflix hat sich die Rechte an ihrer wahren Knast-Story geschnappt und damit nach "House of Cards" seine zweite Eigenproduktion gestemmt. Kenji Kohan hat das Drehbuch geschrieben. Sie hat auch die Serie "Weeds" erschaffen, in der - lange vor "Breaking Bad" - eine Familie in Drogengeschäfte abrutschte.

Bis wann lohnt sich das Gucken?
Am besten alles in Marathon-Durchgängen schauen - genau dafür veröffentlicht Netflix ja alle Folgen auf einmal.

Für wen ist die Serie geeignet?


Für alle, die auf anspruchsvolle Serien und schwarzen Humor stehen und Lust auf vielschichtige, spannende und hauptsächlich weibliche Charaktere haben.

Und sonst?


Schon allein für den Schnurrbart von Gefängniswärter Mendez, genannt "Pornstache" lohnt sich das Einschalten. Wie fies ist der denn?!

Wie kann ich die Serie gucken?


Auf Amazon kann man sich die erste Staffel auf DVD und Blu-Ray aus Großbritannien importieren. Und dann am besten Daumen drücken, dass zum Start von Netflix Deutschland die Serie mitgekauft wurde.

Wie lange dauert’s?


Die zwei Staffeln haben jeweils dreizehn Folgen, die zwischen 51 und 60 Minuten lang sind.

Von Sarah Stendel
Sie können der Autorin hier auf Twitter folgen: @sarah_stendel.

  Dr. John Watson (Martin Freeman, li.) und Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) wohnen auch in der modernen Adaption des Klassikers in der Baker Street Nr. 221B

Dr. John Watson (Martin Freeman, li.) und Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) wohnen auch in der modernen Adaption des Klassikers in der Baker Street Nr. 221B

Atemberaubend: "Sherlock"

Worum geht's?
Die guten alten Sherlock Holmes-Fälle von Sir Arthur Conan Doyle werden modern erzählt: Sherlock Holmes hat außergewöhnliche geistige Fähigkeiten, ist ein Soziopath und fasziniert von menschlichen Abgründen und Verbrechen. Er berät New Scotland Yard in einigen spektakulären Fällen im London der Gegenwart. Ihm zur Seite steht sein Mitbewohner und Ex-Militärarzt John Watson, der für die nötige Erdung des geistigen Überfliegers sorgt. Gemeinsam kommen sie grausamen Verbrechern auf die Spur.

Und auf der Meta-Ebene?


Nö, eine Meta-Ebene hat "Sherlock" nicht zu bieten. Vermisst man aber auch keine Sekunde.

Warum muss ich das gucken?


Benedict Cumberbatch (spielt Sherlock). Benedict Cumberbatch. Benedict Cumberbatch. Martin Freeman (spielt Watson). Andrew Scott (spielt Sherlocks Erzfeind Jim Moriarty). Und: ein Seherlebnis, das es so im Fernsehen sehr selten zu sehen gibt - atemberaubende Schnitte, großartig komponierte Bilder. Achja: Benedict Cumberbatch, falls das noch nicht klar geworden sein sollte.

Wer hat's erfunden?
Ursprünglich natürlich der gute alte Sir Arthur Conan Doyle. Aber es ist die moderne Adaption, die diese Serie so reizvoll macht. Die smarten Köpfe dahinter sind Steven Moffat (ja, genau der Moffat, der Chefautor bei "Doctor Who" ist) und Mark Gatiss, die die Idee hatten, die Drehbücher schreiben und das ganze für die BBC produzieren. Mark Gatiss spielt sogar selbst eine wichtige Nebenrolle: Mycroft Holmes, Sherlocks Bruder.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Jedes noch so kleine Fitzelchen ist es wert, geschaut zu werden (Trailer! Mini-Episode im Netz!). Besonders großartig: Wenn man denkt, dass eine Folge besonders gut war, wird sie von der nächsten noch übertroffen.

Für wen ist die Serie geeignet?


Sherlock-Holmes-Fans. Benedict-Cumberbatch-Fans. Martin-Freeman-Fans. "Doctor-Who"-Fans. Aber die kennen die Serie vermutlich ohnehin alle auswendig. Wer einen guten Krimi mag, der auf moderne Art erzählt ist und vor ungewöhnlichen Charakteren nur so strotzt, ist bei "Sherlock" genau richtig.

Und sonst?


Nach Cumberbatchs Sherlock kann es im Grunde keinen anderen Sherlock mehr geben. Überlegenheit und Arroganz, vereint mit sozialer Tollpatschigkeit und Androgynie. Wahnsinn.

Wie kann ich die Serie gucken?


Die BBC hat die dritte Staffel im Januar 2014 ausgestrahlt, in Deutschland liegen die Rechte bei der ARD. Die zeigt die drei Folgen der dritten Staffel nun ab Himmelfahrt: am Donnerstag, 29. Mai, am Pfingstsonntag, 8. Juni, und am Pfingstmontag, 9. Juni, jeweils um 21.45 Uhr. Die alten Folgen laufen auf Einsfestival und im NDR. Einen Überblick über die Sendetermine gibt es bei den Kollegen von fernsehserien.de. Ansonsten: DVD oder Blu-ray, iTunes oder Watchever.

Wie lange dauert's?


Die drei Staffeln haben je drei Folgen. Ja, für eine Serie sind das sehr wenige Folgen. Dafür sind sie aber auch ungewöhnlich lang: 85 bis 90 Minuten.

Von Ulrike Klode
Sie können der Autorin hier auf Twitter folgen: @FrauClodette.

  Die Intrige in Washington hat einen Namen: die Underwoods. Francis (Kevin Spacey) und seine Frau Claire (Robin Wright) beherrschen das Spiel der erfolgreichen Manipulation.

Die Intrige in Washington hat einen Namen: die Underwoods. Francis (Kevin Spacey) und seine Frau Claire (Robin Wright) beherrschen das Spiel der erfolgreichen Manipulation.

Intrigant: "House of Cards"

Worum geht's?
Francis Underwood, langjähriger demokratischer Kongress-Abgeordneter mit Hang zum Höheren, wird ganz knapp nicht zum Außenminister der USA ernannt - und soll stattdessen die Mehrheit im Kongress beisammenhalten. Das tut er mit allen Mitteln: Manipulation, Arroganz, Speichelleckerei. Notfalls auch mit Gewalt.

Und auf der Meta-Ebene?


"House of Cards" ist ein Löchlein in die Kulissenwand, die uns Normalbürger vom wahren Geschehen im Politikgeschäft trennt. Wenn man durch dieses Löchlein schaut und auf Francis Underwoods fiktives Leben und Arbeiten im politischen Washington blickt, erschreckt man und möchte am liebsten wieder weggucken. Gleichzeitig ist man von der Skrupellosigkeit und der Grausamkeit so fasziniert, dass man immer weiter durch dieses Löchlein schauen muss.

Warum muss ich das gucken?


Kevin Spacey. Robin Wright. David Fincher. Und eine großartige Geschichte.

Wer hat's erfunden?


"House of Cards" basiert auf dem gleichnamigen Vierteiler der BBC aus den 90ern, der wiederum als Grundlage den Roman "Ein Kartenhaus" von Michael Dobbs hatte. Das Drehbuch stammt von Beau Willimon, der auch die Vorlage für den Clooney-Film "Die Iden des März" geschrieben hat. Die Idee, eine Politthriller-Serie konzipieren zu lassen, kam von den Chefs des Streamingdienstes Netflix selbst.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Seit Anfang Februar gibt es die zweite Staffel - wie bei der ersten auch hat Netflix alle Folgen auf einmal ins Netz gestellt. Für die erste Staffel gilt: Jede neue Folge übertrifft die vorhergehende. Ähnlich begeistert sind die Kritiken für die zweite.

Für wen ist die Serie geeignet?


Wer den Film "Ghostwriter" mochte, wird diese Serie lieben. Und natürlich auch alle anderen, die gerne Politthriller sehen. Außerdem: Kevin-Spacey-Fans. Robin-Wright-Fans. Und Fans von David-Fincher-Filmen.

Und sonst?


Ganz großartig: Wenn Francis Underwood sich der Kamera zuwendet, um eine Handlung oder einen Dialog zu erklären. Diese Arroganz!

Wie kann ich die Serie gucken?


In den USA ist die Serie beim Streamingdienst Netflix zu sehen - alle Folgen der zweiten Staffel sind am 14. Februar 2014 auf einmal veröffentlicht worden. Genau wie bei der ersten Staffel, bei der das für Aufsehen gesorgt hatte. Und das kam sehr gut an bei den Serienfans. In Deutschland kann man Netflix nur über einen VPN-Tunnel nutzen - wie das geht, erfahren Sie hier. In Deutschland ist die zweite Staffel beim Bezahlsender Sky Atlantic HD zu sehen. Außerdem gibt es die erste Staffel auf DVD oder bei iTunes.

Wie lange dauert's?


Die Staffeln haben 13 Folgen, jede zwischen 46 und 59 Minuten lang. Die ideale Gucksituation: ein "House of Cards"-Marathon, nur unterbrochen durch den obligatorischen Besuch der Toilette und den Anruf beim Pizza-Service.

Von Ulrike Klode
Sie können der Autorin hier auf Twitter folgen: @FrauClodette.

  "Breaking Bad" ist eine der ungewöhnlichsten und spannendsten TV-Serien

Der Chemielehrer Walter White (rechts) und sein ehemaliger Schüler Jesse Pinkman: Die Serie "Breaking Bad" zeigt, wie ein Mann aus dem Mittelstand auf die schiefe Bahn gerät.

Ätzend: "Breaking Bad"

Worum geht's?
Die Frau ist ungeplant schwanger, der Sohn auf Krücken angewiesen, und dann kommt auch noch eine niederschmetternde Krebsdiagnose: Das Leben meint es nicht gut mit dem 50-jährigen Chemielehrer Walter White. Damit die Familie nach seinem Tod finanziell ausreichend versorgt ist, beschließt Walter, gemeinsam mit einem ehemaligen Schüler die Chemiedroge Crystal Meth zu kochen und zu verkaufen. Doch schnell findet der High-School-Lehrer Gefallen an dem illegalen Geschäft - und wird zum gefürchteten Drogenbaron.

Und auf der Meta-Ebene?


"Breaking Bad" zeigt das Ende des amerikanischen Traums. Weil sein Mickergehalt nicht ausreicht, um die Krebsbehandlung zu finanzieren, bleibt Walter nichts anderes übrig, als kriminell zu werden. Er bricht aus der tristen Vorstadtidylle aus und zahlt einen hohen Preis: Um zu überleben, muss er seine Familie belügen und Gesetze brechen. Nur mal schnell ein paar Drogen produzieren, verkaufen und sich dann entspannt zurückzulehnen, das funktioniert nicht. Ganz oder gar nicht - das ist die Devise von "Breaking Bad".

Warum muss ich das gucken?


Der Wandel des Walter White vom spießigen Vorstadt-Lehrer zum wahnwitzigen Drogen-Genie ist eine der faszinierendsten Geschichten der letzten Jahre. Stets gehe es ihm nur darum, das Beste für seine Familie zu tun, erklärt Walter. Er ist eine sympathische Figur, doch je mehr Grenzen er überschreitet, desto unsympathischer wird er - bis der Zuschauer nur noch blanken Ekel empfindet.

Wer hat's erfunden?


Die Idee stammt von Vince Gilligan der bereits Ende der 90er Drehbücher für die Mystery-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" lieferte.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Alle fünf Staffeln sind sehr gut - die fünfte toppt alles bisher Dagewesene.

Für wen ist die Serie geeignet?


"Breaking Bad" ist brutal, düster und bitterböse. "Breaking Bad" ist wunderschön, melancholisch und stellenweise sehr lustig. Die Serie ist ein Auf und Ab der Gefühle. Sie eignet sich für alle TV-Zuschauer, die eine spannende Handlung und dramatische Dialoge lieben. Nur Zartbesaitete sollten lieber nicht einschalten.

Und sonst?


"Ich bin nicht in Gefahr. Ich bin die Gefahr."

Wie kann ich die Serie gucken?


"Breaking Bad" ist in den USA mittlerweile beendet - die fünfte Staffel war die letzte. In Deutschland sind alle Staffeln im Streamingdienst Watchever zu sehen. Auf iTunes und DVD/Blu-ray sind alle fünf Staffeln erschienen.

Wie lang dauert's?


Es gibt 62 Episoden mit je rund 50 Minuten Spielzeit.

Von Christoph Fröhlich

  König Robert Baratheon (Mark Addy) fordert Ned Stark (Sean Bean, knieend) auf, sein engster Berater - die "Hand des Königs" - zu werden

König Robert Baratheon (Mark Addy) fordert Ned Stark (Sean Bean, knieend) auf, sein engster Berater - die "Hand des Königs" - zu werden

Nicht von dieser Welt: "Game of Thrones"

Worum geht's?
Westeros ist in Aufruhr. In der mittelalterlich anmutenden Welt kämpfen mächtige Adelsfamilien um Macht und Herrschaft. Skrupellose Intrigen, brüchige Allianzen und komplizierte Familienbande lassen den Kontinent auf einen Bürgerkrieg zustürzen. Währenddessen bedrohen weitgehend unbemerkt auch Kräfte von außen Westeros. Und dann ist da noch längst verschwunden geglaubte Magie ... Und Drachen werden auch wieder zum Leben erweckt.

Und auf der Meta-Ebene?


Sex, Macht, Rache - die großen Themen für große Dramen werden in "Game of Thrones" in epischer Breite abgehandelt. Die Charaktere handeln ständig in der moralischen Grauzone zwischen Gut und Böse. Über allem aber schwebt der Tod. Alle kämpfen ständig auf die eine oder andere Weise ums Überleben. Wirklich jede Figur in dieser Serie kann sterben. Der Autor der Romanvorlage, George R. R. Martin, gab vor kurzem folgende Anekdote zum Besten: Schauspieler der Serie hätten ihn schon gebeten, ihren Charakter nicht umzubringen.

Warum muss ich das gucken?


Gewaltiger war Fernsehen selten: Schauplätze, Kostüme, Kulissen und Spezialeffekte sind auf Kinoniveau. Die Besetzung ist bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt, die Atmosphäre düster, schmutzig und gewalttätig. Die Verwicklungen, Verschwörungen und die Wendungen der Geschichte erfordern volle Aufmerksamkeit (und eine Liste der Figuren und Schauplätze).

Wer hat's erfunden?


Das Mammutprojekt wird vom US-Bezahlsender HBO gestemmt. "Game of Thrones" basiert auf der bisher fünfbändigen Fantasy-Romanserie "Das Lied von Eis und Feuer" des US-amerikanischen Autoren George R. R. Martin. Derzeit schreibt Martin am sechsten Band, sieben sollen es insgesamt werden.

Bis wann lohnt sich das Gucken?
Alle Staffeln sind absolut sehenswert. In der dritten Staffel gibt es eine Folge, die die Zuschauer bis ins Mark erschüttert. Und nein, es handelt sich bei dieser Folge nicht um das Staffelfinale.

Für wen ist die Serie geeignet?


Fans von düsterer Fantasy und historischen Dramen müssen unbedingt reinschauen. Aber auch alle, die komplexe Geschichten lieben, kommen auf ihre Kosten.

Und sonst?


Die Titelsequenz mit der Landkarte von Westeros, aus der alle Schauplätze der Serie emporwachsen.

Wie kann ich die Serie gucken?


RTL 2 zeigt die Serie in der Regel in mehreren Blöcken, wann die vierte Staffel gezeigt wird, steht noch nicht fest. TNT Serie hat "Game of Thrones" ebenfalls gelegentlich im Programm. Auf DVD/Bluray gibt es die Serie, ebenso auf iTunes. In den USA läuft die Staffel vier seit Anfang April. Der deutsche Bezahlsender Sky zeigt die Folgen in Originalfassung immer einen Tag nach US-Ausstrahlung innerhalb der Pakete SkyGo und Sky Anytime. Ab 2. Juni läuft die synchronisierte Fassung auf Sky Atlantic HD.

Wie lang dauert's?


Die Staffeln haben jeweils zehn Folgen à 60 Minuten.

Von Ralf Sander

  Adel und Dienerschaft: Sie alle leben im herrschaftlichen Downton Abbey und erleben gemeinsam die Umwälzungen des frühen 20. Jahrhunderts.

Adel und Dienerschaft: Sie alle leben im herrschaftlichen Downton Abbey und erleben gemeinsam die Umwälzungen des frühen 20. Jahrhunderts.

Mitreißend: "Downton Abbey"

Worum geht's?
Eine Adelsfamilie, die sich nach dem Untergang der Titanic 1912 darum sorgen muss, wer später das Erbe antritt, denn der Graf hat drei Töchter, aber keinen Sohn. Der entfernte Cousin, der dann gefunden wird, ist ein Bürgerlicher. Und tut sich schwer, sich in das Leben seiner neuen Familie einzufinden. Doch es geht nicht nur um die Herrschaft in Downton Abbey, auch das Leben, Lieben und Leiden der Dienerschaft wird geschildert.

Und auf der Meta-Ebene?


Hinter diesem Kostümdrama verbirgt sich eine Studie des Wandels Großbritanniens hin zur industriellen Gesellschaft – politische Umbrüche und technische Umwälzungen inklusive.

Warum muss ich das gucken?


Großartige Ausstattung, interessante Charaktere, treffende Dialoge und ein sehr gutes Drehbuch. Detaillierte Einblicke in zwei Parallelwelten und in die neuere europäische Geschichte, die so bisher nicht zu finden waren.

Wer hat's erfunden?


Produziert hat's der britische Privatsender ITV. Idee und Konzeption stammen von Julian Fellowes, der für sein Drehbuch für "Gosford Park" 2002 einen Oscar bekommen hat.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Die ersten drei Staffeln sind absolut sehenswert, besondere Highlights sind die Weihnachtsspecials. Die vierte Staffel fällt leider etwas ab, hat aber auch ein paar Höhepunkte.

Für wen ist die Serie geeignet?


Alle Fans von Jane-Austen-Verfilmungen, Kostümdramen, Großbritannien und der phänomenalen Maggie Smith.

Und sonst?


"Don't be defeatist, dear, it's very middle class."

Wie kann ich die Serie gucken?


ZDF und ZDFneo zeigen sie, genauso wie der Pay-Sender Sky Cinema. Außerdem per iTunes und im Player von ITV, alle vier Staffeln sind auf DVD erschienen.

Wie lange dauert's?


Die Staffeln haben zwischen sieben und acht Folgen, plus Weihnachtsspecials. Die Folgen dauern zwischen 48 und 65 Minuten.

Von Ulrike Klode

Eine ausführliche Kritik finden Sie hier: Edle Zicke sucht reichen Erben

  Die Hauptdarsteller von "True Blood" auf dem Cover des "Rolling Stone": Alexander Skarsgard (li, spielt den Vampir Eric Northmann), Anna Paquin (spielt die Kellnerin Sookie Stackhouse), Stephen Moyer (spielt den Vampir Bill Compton)

Die Hauptdarsteller von "True Blood" auf dem Cover des "Rolling Stone": Alexander Skarsgard (li, spielt den Vampir Eric Northmann), Anna Paquin (spielt die Kellnerin Sookie Stackhouse), Stephen Moyer (spielt den Vampir Bill Compton)

Blutig: "True Blood"

Worum geht's?
Als das synthetische Blut "Tru Blood" erfunden wird, tritt eine Spezies in die US-amerikanische Öffentlichkeit, die bisher im Verborgenen gelebt hat: die Vampire. In der fiktiven Stadt Bon Temps im US-Bundesstaat Louisiana verliebt sich die telepathisch begabte Kellnerin Sookie Stackhouse in den Vampir Bill Compton. Und das Unheil nimmt seinen Lauf: Vorurteile der Normalsterblichen, Machtkämpfe innerhalb der Vampire, Überfälle, Morde. Je weiter sich die Serie entwickelt, umso mehr Fantasiewesen offenbaren sich, die bisher versteckt unter den Menschen gelebt haben.

Und auf der Meta-Ebene?


Es geht um Vertrauen, Liebe, Sex, Macht - und dass im Leben fast nichts so ist, wie es scheint.

Warum muss ich das gucken?


Spannung pur und gleichzeitig treffende Satire. Dazu gute Sexszenen, viel Blut und unvorhersehbare Wendungen.

Wer hat's erfunden?


Die Geschichte basiert auf den Sookie-Stackhouse-Romanen von Charlaine Harris. Produziert hat's der US-amerikanische Bezahlsender HBO.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Die ersten drei Staffeln sind absolut sehenswert. In der immer noch guten Staffel vier verheddern sich die Erzählstränge bisweilen zu sehr. Die fünfte Staffel hat wieder mehr Tempo und bringt allerhand Nebenplots zu Ende. Die sechste Staffel wirkt in der ersten Hälfte etwas überdreht, es fügt sich aber alles sehr gut zusammen und ergibt am Ende Sinn.

Für wen ist die Serie geeignet?


Horror- und Fantasy-Fans. Jeden, der die "Twilight"-Vampire zum Gähnen findet.

Und sonst?


Alexander Skarsgards Oberkörper

Wie kann ich die Serie gucken?


Per iTunes und auf DVD. RTL2 zeigt hin und wieder eine Staffel, außerdem läuft die Serie auch im deutschen Pay-Sender Sky Atlantic.

Wie lange dauert's?


Die Staffeln haben je zwölf Folgen à 60 Minuten.

Von Ulrike Klode

Eine ausführliche Kritik finden Sie hier: Blut, Sex - und Gefühle

  Eine Gruppe von Außenseitern, selbst an einem Community College: die Darsteller der Comedy-Serie "Community"

Eine Gruppe von Außenseitern, selbst an einem Community College: die Darsteller der Comedy-Serie "Community"

Witzig: "Community"

Worum geht’s?
Der Anwalt Jeff Winger hat seine Anwaltslizenz verloren und muss nun seinen College-Abschluss nachmachen – der war nämlich gefälscht. Um sich an seine Kommilitonin Britta (überzeugte Feministin und früher Anarchistin) heranzumachen, gründet der gutaussehende und wortgewandte Betrüger Jeff eine Lerngruppe, an der zu seiner Verärgerung auch andere Studenten teilnehmen wollen. Eine seltsame Gruppe, die selbst an diesem Community College, auf dem nur diejenigen landen, die von besseren Unis abgelehnt wurden, Außenseiter sind: Abed, ein verrückter Filmstudent mit soziopathischen Zügen; die frisch geschiedene Mutter Shirley, die überzeugte Christin ist; Pierce, ein sexistischer, einsamer, alternder Multimillionär (Chevy Chase!); die strebsame Annie, die nur wegen ihrer Pillensucht nicht auf einem besseren College gelandet ist; der Ex-Quaterback Troy, der ziemlich dumm ist. Gemeinsam durchleben die sieben die Höhen und Tiefen des College-Lebens.

Und auf der Meta-Ebene?


Zusammengehörigkeit, Freundschaft, den anderen so nehmen, wie er ist – alles hehre Ziele, die in der Serie aber auch immer wieder durch den Kakao gezogen werden.

Warum muss ich das gucken?


Das Spiel mit Klischees ist unglaublich komisch. Der typische College-Humor wird hier ad absurdum geführt. Und jede Folge wimmelt nur so von Popkultur-Bezügen, besonders, wenn Film-Nerd Abed eine große Rolle spielt.

Wer hat's erfunden?


Dan Harmon hat die Serie entwickelt, er hat unter anderem die Comedy- Show "The Sarah Silverman Show" für den US-Sender Comedy Central geschrieben. "Community" basiert auf seinen Erfahrungen an einem Community College.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Alle Staffeln sind absolut sehenswert.

Für wen ist die Serie geeignet?


Alle, die absurde Comedy lieben.

Und sonst?


Großartig: Ken Jeong (bekannt aus "Hangover") als der durchgeknallte, rachsüchtige Spanischlehrer Senor Chang.

Wie kann ich die Serie gucken?


"Community" läuft hin und wieder im frei empfangbaren deutschen Sender #link; http://www.comedycentral.tv/;Comedy Central#. Außerdem bei iTunes und auf DVD.

Wie lang dauert's?


Die Staffeln haben 22 bis 25 Folgen à 22 Minuten, die fünfte Staffel läuft in den USA derzeit.

Von Ulrike Klode

  Das Leben, wie es wirklich ist: Hannah Horvath (2. von rechts, gespielt von Lena Dunham) ist die Hauptperson von "Girls", hier mit ihren Freundinnen. In den USA wird die Serie viel diskutiert, weil sie ein ganz anderes Bild zeigt als bisherige Shows.

Das Leben, wie es wirklich ist: Hannah Horvath (2. von rechts, gespielt von Lena Dunham) ist die Hauptperson von "Girls", hier mit ihren Freundinnen. In den USA wird die Serie viel diskutiert, weil sie ein ganz anderes Bild zeigt als bisherige Shows.

Nicht nur für Mädchen: "Girls"

Worum geht’s?
Hannah Horvath ist Mitte 20, lebt in New York, ist Schriftstellerin – und wird von ihren Eltern finanziert. Doch als die ihre Unterstützung einstellen, muss sie sich einen Job suchen und das ersehnte Buch rückt in weite Ferne. An diesem Punkt betreten wir Hannahs Leben und lernen ihre Mitbewohnerin und beste Freundin, zwei weitere Freundinnen und ihre Sex-Beziehung kennen.

Und auf der Meta-Ebene?


Das Leben, wie es ist: unglamourös, unvorhersehbar, nicht immer hübsch. Es geht um das Leben junger, gebildeter Frauen und wie sie sich durchschlagen - natürlich schwingen da auch Feminismus und Selbstbestimmung mit, sind aber nicht die vorherrschenden Themen.

Warum muss ich das gucken?


Hannah hat keine gute Figur, kleidet sich unvorteilhaft, tut seltsame Dinge, ist ziemlich egozentrisch – und doch wächst sie einem schnell ans Herz. Die Dialoge sind erstklassig, die Serie ist bis in die Nebenrollen mit Liebe zum Detail geschrieben. "Girls" ist in der einen Sekunde brüllend komisch und regt in der nächsten zum Nachdenken an.

Wer hat's erfunden?


Lena Dunham – von ihr stammt die Idee, das Drehbuch, sie führt Regie und spielt die Hauptrolle. Es grenzt an ein Wunder, dass die Entscheider des Bezahlsenders HBO genug Vertrauen in die Mittzwanzigerin und ihre Serie mit autobiografischen Zügen hatten.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Die erste Staffel ist großartig, wird von der zweiten sogar noch übertroffen. Die dritte Staffel, die in den USA im März 2014 zu Ende gegangen ist, wurde von den amerikanischen Fans begeistert gefeiert.

Für wen ist die Serie geeignet?


Für Frauen. Und für Männer. Also für alle, die gerne gut geschriebene Serien schauen.

Und sonst?


Hannahs schräge Bettbeziehung Adam, dessen Taten immer absurder werden, je mehr man von ihm kennenlernt.

Wie kann ich die Serie gucken?


ZDFneo hat die erste zwei Staffeln gezeigt, wann dort die dritte Staffel läuft, ist bisher nicht bekannt. Der deutsche Bezahlsender Glitz zeigt die Serie ebenfalls. Außerdem: DVD/Bluray.

Wie lang dauert's?


Die Staffeln haben zehn Folgen à 30 Minuten.

Von Ulrike Klode

Eine ausführliche Kritik finden Sie hier: Zwischen Werkbank-Sex und Buch-Karriere

  Es geht zur Sache: Mia (Chloë Sevigny) war früher ein Mann, arbeitet als Profikiller und muss sich plötzlich um vier Kinder auf einem Bauernhof kümmern

Es geht zur Sache: Mia (Chloë Sevigny) war früher ein Mann, arbeitet als Profikiller und muss sich plötzlich um vier Kinder auf einem Bauernhof kümmern

Fesselnd: "Hit and Miss"

Worum geht's?
Mia war früher ein Mann, wartet auf die alles entscheidende Operation und verdient sich jetzt das Geld als Auftragskillerin für einen Boss der Londoner Unterwelt. Als sie vom Tod ihrer ehemaligen Lebensgefährtin erfährt, ändert das ihr Leben. Denn sie hat einen Sohn, um den sie sich von nun an kümmern will. Und weil der elfjährige Ryan mit seinen drei Geschwistern auf einem kleinen Bauernhof in Yorkshire lebt, zieht sie dort hin, um sich um die vier zu kümmern - arbeitet aber weiter als Profikiller.

Und auf der Meta-Ebene?


Die ewige Suche nach sich selbst in einer sich verändernden Umwelt.

Warum muss ich das gucken?


Chloë Sevigny. Chloë Sevigny. Chloë Sevigny. Sie spielt Mia großartig: zerrissen, ihrer Rolle und Position unsicher, gleichzeitig zerbrechlich und sehr stark. Und eiskalt, wenn sie ihre Aufträge erfüllt.

Wer hat's erfunden?


Bei der Serie handelt es sich um die erste Eigenproduktion des britischen Senders Sky Atlantic. Die Serie stammt von Paul Abbott, der in Großbritannien bereits einige erfolgreiche Serien entwickelt und geschrieben hat, darunter den Mehrteiler "State of Play".

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Es gibt nur eine Staffel, und dabei wird es bleiben. Das hat der Sender im September 2012 bekanntgegeben - obwohl die Serie bei Zuschauern und Kritikern gut ankam. Eine gute Entscheidung. Die Staffel ist einfach nicht zu toppen.

Für wen ist die Serie geeignet?


Wer düstere, britische Serien mag, wird diese lieben.

Und sonst?


Die Atmosphäre beeindruckt nachhaltig.

Wie kann ich die Serie gucken?


Auf DVD. Außerdem hat der Bezahlsender RTL Crime die Serie gezeigt.

Wie lange dauert's?


Die sechs Folgen der einzigen Staffel sind 43 bis 45 Minuten lang.

Von Ulrike Klode

  Zwei vom langjährigen Antiterrorkampf Traumatisierte: CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) und Kriegsheimkehrer Nicholas Brody (Damian Lewis)

Zwei vom langjährigen Antiterrorkampf Traumatisierte: CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) und Kriegsheimkehrer Nicholas Brody (Damian Lewis)

Bedrohlich: "Homeland"

Worum geht's?
Die CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes) hat bei ihrem Irak-Einsatz den Tipp erhalten, dass ein Kriegsgefangener von al Kaida umgedreht worden sei. Als ein US-Kommando den seit acht Jahren verschollenen Sergeant Brody (Damian Lewis) befreit, der als gefeierter Kriegsheld heimkehrt, glaubt sie den Schläfer gefunden zu haben - und ermittelt mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln.

Und auf der Meta-Ebene?


Es geht in der Serie darum, wie es sich anfühlt, wenn der Krieg die Heimatfront erreicht. Wenn die Bedrohung im Alltag angekommen ist. Nicht in Form von bärtigen Turbanträgern, die Flugzeuge kapern und in Hochhäuser lenken. Sondern viel perfider - durch Unterwanderung der Gesellschaft.

Warum muss ich das gucken?


Alles nur Paranoia - oder ist die Bedrohung real? Wer eine Gefühl dafür bekommen will, was der langjährige Krieg gegen den Terror mit den Menschen in westlichen Gesellschaften macht, sollte sich die Serie anschauen.

Wer hat's erfunden?


Entwickelt haben die Serie die Autoren Alex Gansa und Howard Gordon, der bereits für "24" arbeitete. "Homeland" basiert auf der israelische Serie "Hatufim" ("Prisoners of War") angelehnt und wird im Auftrag des amerikanischen Pay-TV-Senders Showtime produziert.

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Die erste Staffel zieht seine Spannung aus der Frage, ob Brody wirklich ein Terrorist ist oder nicht. In der zweiten Staffel ist diese Frage schnell geklärt - dafür nimmt die Handlung zahlreiche neue, überraschende Wendungen. Die dritte Staffel, die in den USA im Herbst/Winter 2013 lief, fällt gegen die ersten zwei Staffel ab. Die Geschichte ist im Grunde auserzählt, wird aber des Erfolgs wegen am Leben gehalten - sehr schade.

Für wen ist die Serie geeignet?


Wer "24" mochte, dem wird auch diese Serie gefallen. Das Thema, der Antiterror-Kampf, ist dasselbe. Allerdings ist "Homeland" weniger rasant und actionlastig, geht dafür mehr in die Tiefe.

Und sonst?


Claire Danes! Die Schauspielerin wurde 1996 an der Seite von Leonardo DiCaprio in "Romeo und Julia" weltberühmt. Doch so richtig zündete die Karriere damals nicht. Erst mit TV-Serien spielte sie sich in die erste Liga. Für ihr Mitwirken an den Serien "Temple Grandin" und "Homeland" gewann sie seit 2010 insgesamt 13 Preise - darunter drei Golden Globes und zwei Emmys.

Wie kann ich die Serie gucken?


Sat.1 zeigt die dritte Staffel, ProSiebenMaxx ebenfalls. Außerdem ist die Serie per iTunes und auf DVD erhältlich.

Wie lange dauert's?


Jede Staffel hat 12 Folgen, die zwischen 48 und 66 Minuten variieren.

  Von diesem Schreibtisch aus leitet das göttliche Zweigestirn die Welt. Doch auch Gott ist nicht immer einer Meinung. Links sitzt Renate (Carsten Strauch), rechts Ingeborg Gott (Rainer Ewerrien), die Hauptpersonen in "Götter wie wir".

Von diesem Schreibtisch aus leitet das göttliche Zweigestirn die Welt. Doch auch Gott ist nicht immer einer Meinung. Links sitzt Renate (Carsten Strauch), rechts Ingeborg Gott (Rainer Ewerrien), die Hauptpersonen in "Götter wie wir".

Himmlische Satire: "Götter wie wir"

Worum geht's?
Ingeborg und Renate sind Gott und berichten, wie es so ist, Gott zu sein. Hört sich einfach an. Ist es aber gar nicht. Das göttliche Zweigestirn - die Damen stehen in der Blüte ihres Lebens - hat seit mehr als 2000 Jahren mit vielen Problemen zu kämpfen. Sei es, dass Adam fast mit Klaus die Menschheit gegründet hätte oder dass Jesus nur noch lustlos in seinem Zimmer herumlungert und sich nicht auf der Erde sehen lassen will.

Und auf der Meta-Ebene?


Von Blasphemie weit entfernt (es gab allerdings Beschwerden beim ZDF-Fernsehrat), stellt "Götter wie wir" die Schöpfungsgeschichte, die Bibel und alles, was Christen glauben, auf den Kopf. Die Perspektive - die Schöpfung aus Sicht der Schöpfer - ist ungewöhnlich, die Episoden hinterfragen das bisher vermittelte Bild.

Warum muss ich das gucken?


Die Dialoge sitzen, die Figuren sind herrlich entwickelt und sehr gut gespielt. Es ist einfach göttlich komisch.

Wer hat's erfunden?


Die Serie stammt von Carsten Strauch und Rainer Ewerrien, die auch die Hauptrollen Renate und Ingeborg Gott und viele weitere Rollen spielen. Beide arbeiten als Schauspieler und Drehbuchautoren, Carsten Strauch auch als Regisseur, er drehte unter anderem den Film "Die Aufschneider" mit Christoph Maria Herbst. "Götter wie wir" wurde übrigens Anfang Oktober 2013 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Comedy" ausgezeichnet. Hochverdient!

Bis wann lohnt sich das Gucken?


Leider gibt es bisher nur eine Staffel, davon würde man sehr gerne mehr sehen.

Für wen ist die Serie geeignet?


Für jeden, der Spaß an guter Satire hat.

Und sonst?


Wer hätte gedacht, dass die Gotts südhessisch sprechen?

Wie kann ich die Serie gucken?


"Götter wie wir" lief Ende 2012 auf dem ZDF-Spartensender, der dem Tode geweiht ist: ZDFkultur. Sie wurde umfangreich im Netz begleitet. Auf der ZDF-eigenen Seite zur Sendung sind kurze Versionen einiger Folgen und ein Google-Hangout mit den Frauen Gott zu sehen, auf der "Götter wie wir"-Seite außerdem zehn Videoblogs und eine Verlinkung zur kompletten ersten Folge auf Youtube. In der ZDF-Mediathek ist ebenfalls die erste Folge komplett zu sehen. Außerdem gibt's die Serie auf DVD.

Wie lange dauert's?


Die Staffel hat sechs Folgen, jede gerade mal 15 Minuten lang. Perfekt zum Naschen zwischendurch.

Von Ulrike Klode

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