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Quotensieg trotz Tiefstwert

"The Voice of Germany" erreichte eine Woche vor dem Finale einen neuen Tiefpunkt. Dennoch ging der Tagessieg an die Castingshow von Sat.1 und ProSieben.

Von Ellen Ivits

  "The Voice of Germany" geht in die entscheidene Liveshow-Phase. Die Blind Auditions sind bei den Zuschauern jedoch beliebter.

"The Voice of Germany" geht in die entscheidene Liveshow-Phase. Die Blind Auditions sind bei den Zuschauern jedoch beliebter.

  • Ellen Ivits

Die Liveshows bei "The Voice of Germany" konnten seit jeher nicht mit den Blind Auditions mithalten. Im Verlauf der aktuellen Staffel sanken die Quoten immer weiter. Am vergangenen Freitagabend erreichte die Show einen neuen Tiefstwert. Die Konkurrenz konnte die Castingshow trotzdem abhängen. Mit 2,96 Millionen Zuschauern konnten zur besten Sendezeit 10,2 Prozent Marktanteil verzeichnet werden. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sah es noch wesentlich besser aus. Hier schalteten 1,85 Millionen Zuschauer ein. Das macht einen Marktanteil von 17,3 Prozent aus.

Die Zahlen sind trotzdem ein Dämpfer für die Produktion von Sat.1 und ProSieben. Erstmals sahen in dieser Staffel weniger als drei Millionen Zuschauer zu. Im Vergleich zur vergangenen Woche verlor "The Voice of Germany" über 300.000 Zuschauer. Zur Erinnerung: Bei den Blind Auditions zu Beginn der Staffel konnte die Show über fünf Millionen Zuschauer vor den Fernseher locken.

Der überraschende Austritt der Kandidatin Freaky T. aus der Show konnte auch nicht aus dem Quotentief helfen. Mit dem Song "Inferno" absolvierte die Sängerin ihren letzten Auftritt. Nach ihrer Performance, bei der sie in Team Xavier Naidoo, 41, gegen Michael Lane antrat, verkündete Freaky T., dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter an der Show teilnehmen werde.

Jauch und Geissen können nicht mithalten

Im Anschluss an "The Voice of Germany" setzte Sat.1 auf Kickboxen. Der Kampf zwischen Christine Theiss und der Bosnierin Sanja Samardzic erreichte ab 23.20 Uhr noch 1,7 Millionen Zuschauer. Somit fiel der Marktanteil bei den Zuschauern auf 9,2 Prozent. Die junge Zielgruppe scheint aber am Kickboxen kein großes Interesse zu haben. Lediglich 0,92 Millionen der 14- bis 49-Jährigen verfolgen den Kampf. Das reichte für immerhin solide 12,1 Prozent Marktanteil.

Die Kölner Konkurrenz von RTL kam mit der Quizshow "Wer wird Millionär?" an diesem Freitagabend nicht an "The Voice of Germany" heran. Die Günther Jauch-Show kam lediglich auf 1,57 Millionen junge Zuschauer und einen mittelmäßigen Marktanteil von 14,5 Prozent. Die nachfolgende Sendung "Kuschelrock - Die große Weihnachtsshow", moderiert von Oliver Geissen, fiel sogar auf 13,5 Prozent mit 1,31 Millionen Zuschauern zurück. Beim Gesamtpublikum siegte hingegen das Jauch-Quiz mit 4,89 Millionen und starken 15,5 Prozent.

Die öffentlich-rechtlichen Sender können auch zufrieden sein. Sowohl ARD als auch ZDF schafften es auf überdurchschnittliche Werte. Im ZDF erreichten die Krimiserien "Ein Fall für zwei" und "SOKO Leipzig" Reichweiten von 4,62 und 4,52 Millionen Zuschauer. Beim Gesamtpublikum macht es einen Martktanteil von 14,6 Prozent aus. In der Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen sahen hingegen nur noch höchstens 0,87 Millionen zu. Im Ersten Deutschen Fernsehen läutete man mit der deutschen Komödie "Weihnachten... ohne mich, mein Schatz" bereits die Festtagsstimmung ein. Mit 5,37 Millionen Interessenten konnten damit sehr gute 17,0 Prozent Marktanteil erobert werden.

Ellen Ivits

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