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Oliver Welke ist wegen der AfD zum Äußersten bereit – und zieht die Sex-Karte

Die AfD und die "Heute Show", sie mögen sich nicht. Vor dem Super-Wahlsonntag redete Moderator Oliver Welke den AfD-Anhängern noch einmal ins Gewissen - und ist sogar bereit, bis zum Äußersten zu gehen.

Heute-Show-Moderator Oliver Welke setzt gegen die AfD die Sex-Karte ein

"Heute Show"-Moderator Oliver Welke will "oben ohne" moderieren, sollten sich AfD-Wähler doch noch für eine andere Partei entscheiden

 Als "Hassliebe - nur ohne Liebe" hat Oliver Welke das Verhältnis zwischen AfD und der "Heute Show" beschrieben. Nun könnte die rechtskonservative Partei am Sonntag bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt vor allem bei Protest-Wählern kräftig punkten. Grund genug für Welke, die AfD-Anhängern noch einmal beiseite zu nehmen. Und ihnen bei einem Glas Rotwein ein unmoralisches Angebot zu machen.

Musikalisch begleitet von seinem Kapellmeister René Pütz und einen guten Roten in der Hand, wendet sich Welke direkt an die AfD-Wähler, per eigener AfD-Cam. Er habe ja Verständnis dafür, dass sie wegen der Flüchtlinge und der Gesamtsituation wütend seien. Und obwohl er ja zu den gesteuerten Staatsmedien gehöre, hätte er ihnen etwas zu sagen: Selbst die AfD-Wähler trauen der Partei in keinem anderen Punkt außer der Flüchtlingsfrage Kompetenzen zu, die Wähler wollen mit ihrer Stimme also nur schockieren. Das ginge aber auch prima mit anderen Parteien, meint Welke - und hält grinsend eine FDP-Fahne ins Bild. "Ich glaube, das ist das erste Mal, dass wir in dieser Sendung Applaus für die FDP bekommen", feixt er dazu.

Wenn die Tugenden nicht ziehen, muss es der Sex tun

Dann versucht er die so stolz deutschen AfD-Wähler mit urdeutschen Tugenden zu überzeugen: In Sachsen, wo die Partei schon länger im Landtag vertreten ist, sei die AfD nach Recherchen der "Heute Show" die faulste Fraktion. Sogar die Grünen hätten doppelt so viele Anträge gestellt. "Kameraden, vielleicht habe ich da auch was falsch verstanden - aber Faulheit ist doch undeutsch." Ein schwerer Schlag für die fleißigen Patrioten.

Doch dann greift Welke zum letzten Mittel: Er zieht die Sex-Karte. "Wenn die AfD am Sonntag in einem Bundesland unter neun Prozent bleibt, dann moderiere ich einen Teil der nächsten Heute Show oben ohne", verspricht er vor johlendem Publikum. Da stellt sich nur die Frage, ob das die AfD-Wähler wirklich dazu bringt, bei einer anderen Partei ihr Kreuz zu machen. Oder ob sie nun erst recht die AfD wählen – um einen nackten Welke zu verhindern. Er selbst scheint da auch nicht so optimistisch zu sein. Das Segment beendet er mit den Worten: "Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein und erfahren Sie meine Körbchengröße, meine Damen und Herren." 


Malte Mansholt
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