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Reich-Ranicki macht Gottschalk zum Kolumnisten

Einst sorgte der Literaturkritiker Reich-Ranicki für einen Eklat in einer von Thomas Gottschalk moderierten Sendung. Seither verstehen sich beide prächtig – und helfen sich auf beruflicher Ebene.

  Der erhobene Zeigefinger im Duett: Thomas Gottschalk und Reich-Ranicki verstehen sich mittlerweile prächtig

Der erhobene Zeigefinger im Duett: Thomas Gottschalk und Reich-Ranicki verstehen sich mittlerweile prächtig

Vor ziemlich exakt vier Jahren sorgte Marcel Reich-Ranicki für einen Eklat, als er den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk als Moderator des "Literarischen Quartetts" ablehnte. "Ich gehöre nicht in diese Reihe. Ich finde es schlimm, dass ich das hier heute Abend erleben musste", polterte der deutsche Literaturpapst, der zu viel "Blödsinn" im Fernsehen beklagte. Seine Wut auf das Fernsehen bekam damals vor allem der Moderator der Preisverleihung ab: Thomas Gottschalk.

Seit ihrem gemeinsamen Zusammenstoß auf der Bühne verstehen sich beide prächtig. und zwar so sehr, dass Reich-Ranicki dem TV-Mann jetzt einen neuen Job verschafft. Gottschalk geht unter die Zeitungskolumnisten. Für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS) wird er sich von Ende Oktober an wöchentlich zu Wort melden. Gottschalk, der sich im vergangenen Jahr als Moderator von "Wetten, dass...?" verabschiedet hatte, soll in der "FAS"-Ausgabe an diesem Sonntag vorgestellt werden. Der "Bunten" zufolge war das Engagement Gottschalks ein besonderer Wunsch Reich-Ranickis. Der 92-Jährige schreibt selbst in der "FAS" über Literatur. Die Kolumne des Fernsehmoderators soll den Titel tragen: "Fragen wir Thomas Gottschalk."

tso/DPA/DPA
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