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20. Juni 2009, 10:21 Uhr

Harmlos, nett und bieder

"Ich kann Kanzler" wollte die Jugend in Form einer Casting-Show für Politik begeistern. Leider ohne Erfolg: Über Jugend und Politik erfuhr man nicht viel Neues - dafür aber eine Menge über das ZDF. Was als mutiges Experiment angekündigt war, entpuppte sich als biederer Abklatsch der privaten Erfolgsformate. Von Bernd Gäbler

Ich kann Kanzler, Anke Engelke, Günter Jauch, ZDF , Casting-Show

Siegte in der ZDF-Casting-Show "Ich kann Kanzler": Jacob Schrot© ZDF

Was war denn das für eine Sendung? Um 23 Uhr 19 stand der Sieger der „politischen Talent-Show“ des ZDF endlich fest: Jacob Schrot, 18 Jahre, 16 Ehrenämter, aus Brandenburg an der Havel, mit Ludwig-Ehrhard-Poster an der Wand und CDU-Parteibuch in der Tasche. Damit aber nicht genug. Im anschließenden „heute-journal“ kam er mit einem bereits nachmittags aufgezeichneten „Zwischenruf“ zur Rente noch einmal zu Wort. Als Sieger der Casting-Show „Ich kann Kanzler“ hat er ein Praktikum und Geld in Höhe des Netto-Monatsgehalts der Kanzlerin gewonnen. Im Finale besiegte er Philip Kalisch, 30, Bundestagsreferent aus der Boygroup des SPD-rechten Seeheimer Kreises.

Aber: Was war das für eine Sendung? Es war eine Show, eine Casting-Show, die aber alles daran setzte, das nur ja nicht sein zu wollen. Es war also eine Sendung, die ihren Charakter immerfort dementierte. Vielleicht wirkte sie auch deswegen arg länglich.

Bei einer Show müssen die Spielregeln von Anfang an klar sein. Hier war nicht durchschaubar, warum die Jury welche sechs Kandidaten fürs Finale ausgesucht hatte. Per Telefon-Voting wähle das Publikum den Sieger, hieß es am Donnerstag im ersten Teil der Show. Aber es gab zunächst noch einige Ausscheidungsrunden inklusive mehrfacher Abstimmerei des Saalpublikums. Was den Show-Charakter aber definitiv ad absurdum führte war Moderator Steffen Seibert, der durch die Sendung stolperte. Mag ein kompetenter Nachrichtenmann sein, ein Showmaster ist er nicht.

Zudem wurde das sonst genre-übliche Bespielen von Leistung und Versagen zugunsten einer allseits erbaulichen Pädagogik vermieden. Immer waren alle nett zueinander. Es sollte um höhere und ernste Ziele gehen: Die Casting-Show war nur die Leimrute, die ausgelegt wurde, um die Jugend für Politik zu interessieren. Was kaum gelang, denn die schaute gar nicht erst zu. Bei der Vorrunde am Donnerstag waren es gerade einmal 280.000 Zuschauer unter 50 Jahre.

Die Jugend will auch keine Mogelpackungen. Die handelsübliche Hochstapelei des Titels „Ich kann Kanzler“, den ohnehin nur die Juroren ernst nahmen, konnte kaum darüber hinwegtäuschen, dass wir letztlich nicht viel mehr sahen als ein einigermaßen professionell gefilmtes und verpacktes „Jugend debattiert“. Ganz nett, sehr harmlos.

Wer heute über die Zugänge junger Menschen zur Politik nachsinnt, betont in der Regel, ihr Engagement sei ideologiefrei und projektbezogen. Weniger politik-, sondern parteienverdrossen seien die meisten. Beim ZDF war es genau umgekehrt. Das Finale war ein Triumph der Parteibuch-Jugend. Am Ende standen sich ein für sozialen Zusammenhalt plädierender Jung-CDUler und ein für Familienpolitik kämpfender SPD-Referent gegenüber. Die Große Koalition in Jeans und Turnschuhen - sogar mit Halstuch, was Juror Günther Jauch sogleich als „unangepasst“ missdeutete.

Begonnen hatte das Freitagsfinale in hübsch paritätischer Zusammensetzung: ein Hamburger und zwei Bayern, West und Ost, eine junge Mutter und eine junge Frau mit Migrationshintergrund, alle freundlich und strebsam. CDU, CSU und zweimal SPD waren vertreten, die parteilose junge Mutter war zudem eine glühende Verehrerin von Ursula von der Leyen.

Bunte Vögel wurden aussortiert

Die noch in der Vorrunde vereinzelt aufgetretenen „bunten Vögel“, die eine „soziale Grundsicherung für alle“ oder die „Auflösung nationaler Armeen“ forderten, waren samt und sonders aussortiert worden. Zwar wurde ständig etwas von „neuen Ideen für Deutschland“ erzählt, aber diese hießen: mehr Bildung, bessere Familienpolitik, mehr Integration, ein gerechteres Steuersystem, Optimismus und „Machen statt Meckern“. „Peacenicks“ oder „Dritte-Welt-Bewegte“, Globalisierungskritiker, strenge Ökologen oder Feministinnen; auch nur Ansichten, die quer zum Mainstream liegen oder parteipolitische Schemata sprengen, kamen gar nicht erst vor. Auf die Welt schaute keiner. Letztlich maßen nur innenpolitisch fixierte freundliche Kinder der Wohlstandsgesellschaft ihre Fähigkeit zu Rede und Selbstdarstellung. In beidem waren sie erstaunlich gut, ab und an sogar angenehm. Schon in der Vorrunde aber hatte Anke Engelke vermutet, dass so viele seiner Klassenkameraden vielleicht mit dem späteren Sieger Jacob Schrot nicht gerne in Urlaub fahren würden. Aber wenigstens glaubt man ihm seine Leidenschaft.

Was sagt die Sendung aus über Jugend und Politik? Nichts. An der Jugend vorbei gesendet wurde ohnehin. Selbst wenn es ein paar Kommentare im Internet gab. Aber auch das war seltsam an diesem Show-Zwitter: Es sollte um Politik gehen, es wurden auch einige brave Fragen zur Staatsbürgerkunde gestellt, auch schaute der Studioleiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey, vorbei, aber eigentlich war Politik gar nicht präsent. Kein Politiker weit und breit - nicht mal ein Provinz-Bürgermeister tauchte auf. Dafür viele prächtige und stets „konstruktive“ Ideen.

Viel leeres Stroh gedroschen

Sagen wir es offen: es wurde auch viel leeres Stroh gedroschen. Manches war Gehabe, Äußerlichkeiten spielten eine Rolle. Aber selbst einen wirklichen Argumentations-Wettstreit gab es nicht. Ob CSU oder SPD - alle lagen sich in den Armen. Letztlich traf die Sendung nur eine Aussage darüber, welche Vorstellung von politischem Engagement jene ohnehin überengagierten Jung-Politiker haben, die an einer solchen Sendung teilnehmen.

In Kanada, woher die Show-Idee ursprünglich stammt, ist der Bezug zur Politik schon deswegen enger, weil die Juroren tatsächlich Politiker sind: knorrig, erfahren, allesamt ehemalige Regierungschefs. Hier fehlte genau diese Position in der Jury. Der populäre frühere Bremer Bürgermeister verkörperte nicht den Politiker, sondern gab den jovialen rüstigen Opa, der einfach begeistert ist von diesen engagierten jungen Leuten. Günther Jauch war dabei, weil seine Firma „i+u“ die Sendung nur dann für das ZDF produzieren durfte, wenn er den Mainzern auch seine persönliche Popularität zur Verfügung stellte. Er gab am ehesten den harten, sachorientierten Frager. Stets war er besorgt, dass die Ideen auch einer Mehrheit zu vermitteln sind. Gelegentlich scheint es, er strebe ins höhere Fach eines nationalen Universalpädagogen. Für die Emotionen und persönliche Fragen war Anke Engelke zuständig. Sie trocknete Tränen, bewunderte und hatte alle lieb. So haben wir über die Jury fast mehr erfahren als über die Kandidaten. Auf jeden Fall, dass sie sich ganz fest vorgenommen hatten, dass dies die erste Kuschelecke-Casting-Show im deutschen Fernsehen werden sollte.

Wenn die Sendung letztlich so furchtbar viel mit Politik doch nicht zu tun hatte, auch recht wenig mit „der Jugend“, so haben wir doch indirekt sehr viel über das ZDF erfahren. Es traut sich Experimente zu, will dabei aber nichts riskieren. Es will Politik und Unterhaltung paaren, und heraus kommt ein Hybrid, der beides nicht ist. Es will ein bisschen so aussehen wie das Private, aber in die Form einen gegenteiligen Inhalt pressen, was nicht hinhaut. Es will junge Leute, aber auf keinen Fall welche, die aus dem Ruder laufen. Alles muss harmlos bleiben, nett und bieder. Am Ende kam in der nur gut gemeinten Sendung eine Jugend zum Zug, wie sie das ZDF gerne hätte: allzeit konstruktiv und strebsam. So wie wahrscheinlich auch Steffen Seibert und Bettina Schausten vor fünfzehn Jahren waren.

Von Bernd Gäbler
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
El_Presidente (22.06.2009, 17:12 Uhr)
Kritik eines der letzten 40 Kandidaten
Grüss Euch liebe Leser,
da wurde ja nun von Presse und manchen Mitstreitern die Show bewertet, also möchte ich das auch mal tun.
Ich kann Kanzler? Nein,”Ich könnt kotzen”
So sehr mir klar war, daß Jacob oder Kalisch die Show für sich entscheiden werden, so sehr ich mir gewünscht habe, dass Antje das Rennen macht, so bitter und ätzend ist doch meine Einschätzung der Show. Und das wird nun sehr dreckig, direkt und subjektiv:
Diese Sendung war eine angepasste Scheisse. Und dieser Vorwurf richtet sich nicht an die Kandidaten, das muss ja jede/-r für sich selber entscheiden, wer er/sie sich selber, seine Leistung und das Dargebotene zu bewerten.
Das ZDF hat hier ein Glanzstück an angepasstem Rentner-TV geliefert, handwerklich bedenklich, keine Spur kontrovers und zusammengeschnitten wie ein englischer Rasen. Schon in der 45min. Doku, dann auch in dem 3h Marathon des Nachts und erst recht in der Livesendung. Von Rentnern für Rentner, abgekartet und voraussehbar. Alle systemkritischen und anstößigen Texte wurden rausgeschnitten. Der Zuschauer bekam dann eine Suppe der Beliebigkeit serviert und musste ja zwangsläufig den Eindruck bekommen, dass wir alle genausogut unsere bestehende Politikerkaste behalten können.
Das entspricht aber keineswegs meinem Eindruck der Kandidaten. Hinter den Kulissen wurde sehr wohl kontrovers Diskutiert, wurden unangepasste Meinungen vertreten und auch mal hitzig Debattiert.
Also stellt sich für mich schon die Frage, ob hier nun alle Gewinner sind, wie ich es von vielen Teilnehmern und ZDF-Leuten gehört habe.
Das kann ich nur für mich bewerten: Nein. Es geht eben nicht um gewinnen oder verlieren! Für meinen Teil kann ich nur feststellen, dass ich zu angepasst war, zu brav, zu wenig Zähne gezeigt habe und diesesn Vorwurf muss ich mir gefallen lassen. Sobald eine Kamera auf einen gerichtet ist, da vorne so ein paar bekannte Gesichter sitzten, bekommt man das Muffesausen. Habe ich doch in einer Show mitgewirkt, die zementiert was ich an dieser Gesellschaft kritisiere. Es glaubt doch nicht einer ernsthaft, dass sich nun ein paar junge Menschen auf die Beine stellen und sagen: Das kann ich auch.
Viel mehr ist der Effekt: Das kenn ich schon. Typisch ZDF Sernioren-TV. Alles ganz nett. Zum Einschlafen - so wurde die Sendung von allen meinen Bekannten bewertet, langweilig und zum einschlafen.
Dem entsprechend sind ja auch die meisten Rezensionen in der Presse, nur die TAZ hat hier ein Lobgesang abgeliefert. Das befremdet und zeigt analogieen zur Show, wo alles austauschbar war.
Das ZDF hatte aus meiner Sicht schon vor dem Casting das Finalistenteam(zumindest 4 der Finalisten) besetzt, es gibt einiges an Hinweisen auf dieses Vorgehen. Weiter wurden eben doch Kandidaten vorgeführt, ich erinnere nur an das weinende Mädchen im Rennwagen, und vieles an kontroversen Ideen für Deutschland unter den Tisch fallen gelassen.
Und hier ist mein fundamentaler Kritikpunkt: Es ging nicht um die Idee. Von den Ideen hat man ja auch wenig bis nichts gesehen, es ging um gefällige Personen, zu zeigen wie sich unser durch alle finanziertes Florian-Silbereisen-TV den Politiknachwuchs vorstellt. Alles zu glatt, zu ölig, zu angepasst und deshalb zum kotzen. Das kann ich nur in aller Deutlichkeit feststellen.
Die Jury:
Da fällt mir nun wirklich nichts mehr dazu ein. Eine Frau Engelke die sich als jungen Hüpfer verkaufen wollte und dem Jacob ein “Kurt Cobain”-Poster wünscht, liebe Frau Engelke, das war so zu unserer Zeit. Herr Scherf gab den Old-Style Bürgernahen und Herr Jauch, naja ein wenig nahhaken ist nun auch nicht besonders mutig. Aber auch hier: Mit der Show müssen sie selber klar kommen. Schönreden kann da hilfreich sein.
Die an die Kandidaten gestellten Fragen, vom Art.1 GG bis hin zur “Schätzkompetenz” war die Show ein einziges Geblubber, keine kritischen Töne einer Generation, die den größten Schuldenberg aller Zeiten überreicht bekommen hat, eine zerstörte Umwelt und eine Regierung, die sich anschickt das einzig freie Medium Internet zu zensieren.
Fazit: Für mich persönlich war die Sendung sehr wohl ein Gewinn. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, habe einiges über unsere Medien erfahren, war euphorisch, niedergeschlagen, erheitert, wütend - man kann sagen ich habe mich gespührt, und zwar richtig. Die Idee Democratica wird weiterleben und darum geht es mir, die Idee und nicht die Person. Denn die können blenden.
Doch war die Sendung ein Gewinn für Deutschland, wie es so manche Pressestimme konstatiert? Das vermag ich kaum zu bewerten, ich denke wohl nicht.
Es bleibt nur zu hoffen, dass dem ein oder anderen auch noch ein selbstkritischer Gedanke in die Knochen fährt. Allen voran der ZDF-Crew und dieser sehr farblosen und unkritischen Jury.
Den Kandidaten selber wünsche ich weiterhin alles Gute, auch vor der Sendung waren die Wege derer ein Stück weit vorgezeichnet und vielleicht hat man hier ja auch ein paar echte Freunde gefunden, das wird die Zeit zeigen. Doch lasse ich es mir nicht nehmen auch an dem Format Kritik zu üben, gerade wegen der sehr harmonischen Stimmung. Da mecker ich gerne, denn auch das gehört zum Pluralismus.
Schöne Grüße
Marc Antoine Schaut
(Sollten sich hier Rechtschreibfehler finden, sie wissen ja, die Show hatte den Namen “ich kann Kanzler”)
apophyllit (20.06.2009, 17:53 Uhr)
Gute Alternativen
Zum Glück gibt's bei den Privaten auch richtige gute Castingshows wie DSDS oder "Germany's next topmodel".
eurocrimi (20.06.2009, 16:43 Uhr)
PISA Titel
PISA Sendung - PISA Teilnehmer - PISA Sender GEZ Ganz Einfach Zumachen
Pamela_1971 (20.06.2009, 13:57 Uhr)
Voll ins Schwarze
Eine sehr treffende Beschreibung dieser Sendung - gibt genau das wieder, was auch ich (mit zunehmender Müdigkeit im Blick) wahrgenommen habe. Unangepasste oder unkonventionelle Gedanken kamen entweder nicht vor, oder wurden (wie z.B. beim bedingungslosen Grundeinkommen) ohne nähere Begründung von der Jury rüde aus der Show gedrängt. Übrig blieben dann letztlich noch die, die genau das sagen, was auch alle CDU/SPD-ParteipolitikerInnen sagen. Was auch kein Wunder war - denn es WAREN ja auch CDU- und SPD-Politiker! Also die gleiche Soße wie immer, nur ausnahmsweise halt mal mit jüngerem Gesicht. Dass die politischen Ziele dann im wesentlichen in Plattitüden wie "Machen statt meckern" oder "Bunt ist besser" bestanden... oder der eine Kandidat sich gar nicht mal zu schade war, die uralte Steuererklärung-auf-Bierdeckel-Kamelle auszupacken und als angeblich eigene, "innovative Idee" für Deutschland auszugeben - wunderte einen dann nicht mehr wirklich.
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Gut beobachtet hat der Autor dieses Artikels auch, dass in der Show Oberflächlichkeiten wie Kleidung eine große Rolle spielten - fast wie bei Germanys next Topmodel, nur auf etwas andere Art: da glaubt doch wirklich ein Günter Jauch die angebliche "Unangepasstheit" eines Kandidaten am Tragen eines Halstuches (!) festmachen zu können. Es ist wirklich ein trauriger Witz, dass absolut angepasste, stromlinienförmige Parteipolitiker sich hier als "unangepasst" feiern lassen durften, und das nur wegen eines (absolut normalen, handelsüblichen) Kleidungsstücks am Hals.
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Was außerdem noch auffiel: viele dieser JungpolitikerInnen mit Parteibuch scheinen sich z.T. selbst gar nicht im klaren zu sein, was ihre jeweiligen Parteien für Positionen vertreten. Da gab es z.B. CDU- oder FDP-JungpolitikerInnen, die eine Abschaffung der Studiengebühren (!) forderten. Das wäre so ähnlich, wie wenn ein/e Grünen-PolitikerIn mehr AKWs, oder ein NPD-PolitikerIn mehr Geld für schwule, behinderte, jüdische AsylbewerberInnen fordert ;-)
Shamo (20.06.2009, 13:25 Uhr)
Verfehlt?
Ich habe ja nichts dagegen, dass Sie und mein Vor-Kommentator dieser Meinung sind... allerdings geht sie merkwürdigerweise weit an dem vorbei, was ich und viele meine Bekannten und Freunde zu dieser Sendung sagten.
Interessant, mal was anderes, Politik mit Hoffnung. Mal eine Castingshow mit etwas an Niveau, hoffentlich bald richtige Politiker, authentisch. Das ist es, was man dann zu hören bekommt.
Ich denke, das ist es auch, was ungemein wichtiger ist, als die Meinung von älteren Damen und Herren (in diesem Falle zählen da schon all jene dazu, die die 30 überschritten haben!), denn wir sind die, die angesprochen werden sollen: Junge (um die 20!), mehr oder weniger politisch interessierte aber tlw. von den heutigen Politikern nicht mehr angesprochene Menschen. Kann natürlich sein, dass andere wie wir ganz anders darüber urteilen, aber wenn zumindest einige erfreut waren, diese Sendung zu sehen, dann hat sie schon geschafft, was sie schaffen sollte!
Lg, Shamo
Marquis (20.06.2009, 13:01 Uhr)
Die schönsten Sprechblasen mit den wohlklingendsten Leerphrasen
verhalfen zum Sieg.
Das sagt vor allem auch etwas über die Leute aus, die zugeschaut oder jedenfalls die, die angerufen haben.
Ich habe mir die Sendung gestern auch angeschaut. Alles in allem ein treffende Analyse.
Interessant war, daß Günther Jauch sich seine Vorliebe für den "Spitzenkandidaten der CDU" (der inhaltlich übrigens CDU-fern wirkte) kaum verkneifen konnte. Er hat beinahe den konservativen CDU-Onkel in der Runde gegeben.
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