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Die späte Reue des angeblichen Prügelopfers

Mit ihrem Fake-Anruf bei Jürgen Domian schockierte sie die Radiozuhörer und löste einen Polizeieinsatz aus. Nun hat sich das angebliche Prügelopfer erstmals im Fernsehen zu dem Vorfall geäußert.

Jürgen Domian und Anruferin Christina

Christina rief in der vergangenen Woche bei Jürgen Domian an - und gab sich als Prügelopfer aus

In der Radiotalkshow von Jürgen Domian rufen oft Menschen an, die sich in einer Notlage befinden und nicht mehr weiterwissen. In der vergangenen Woche gab es wieder so einen Fall: Christina, 23, berichtete unter Tränen, wie sie regelmäßig von ihrem Freund verprügelt wird. Doch dann geschah etwas Ungewöhnliches: Während sie mit Domian am Telefon sprach, betrat ein Mann den Raum und rief: "Mit wem redest du?". Es folgte ein deutlich hörbares Schlaggeräusch und der Schrei der Anruferin. Domian war geschockt - genau wie zahlreiche Zuschauer, die den Vorfall in der Nacht live mitbekamen. "Jetzt mach ich mir ernsthaft Sorgen", sagte Domian. Seine Redaktion informierte daraufhin die Polizei. 

Doch die polizeilichen Ermittlungen konnten keine Gewalteinwirkung feststellen. Tatsächlich ist inzwischen klar, dass es sich um einen Fake-Anruf gehandelt hat. Die Anruferin und ein Freund haben sich einen Scherz erlaubt. In der Sendung "Extra - Das RTL Magazin" sprach die 23-Jährige nun erstmals im Fernsehen über ihre Tat. "Ich hätte nicht gedacht, dass das solche Auswirkungen hat", sagte Christina. Und Patrick, der den prügelnden Freund gab, ergänzt: "Wir wollten nicht, dass jemand zu Schaden kommt." Es sei eine "blöde Aktion" gewesen, die nun leider nicht mehr rückgängig zu machen sei, gibt Christina die Reuige. Seit einer Woche trauen sich die beiden nicht mehr aus der Wohnung. 

Spontaner Anruf bei Jürgen Domian

Wie sind die beiden auf diese Idee gekommen? Es sei, sagt Patrick, ein langweiliger Abend gewesen, irgendwann habe man WDR eingeschaltet, wo gerade "Domian" lief. Dann habe man spontan beschlossen, anzurufen. Ohne vorher lange zu überlegen, habe Christina improvisiert und im Vorgespräch den Psychologen von der Echtheit ihres Anrufs überzeugt. Kurz darauf war sie live auf Sendung.

Wenn die beiden mit einer Woche Abstand von ihrem Anruf erzählen, finden sie es aber noch immer wahnsinnig komisch. "Ich bin eine gute Schauspielerin", sagt Christina und lacht. Und als Patrick noch einmal den prügelnden Freund gibt, kriegen sich beide kaum ein. 

All der Ärger für ein "Prank-Video"

Um 2.14 Uhr rief in besagter Nacht die Polizei an, kurz darauf standen Beamten vor der Tür. Christinas Eltern und Schwester wurden wach. Ihre Schwester ist bis heute sauer, ihre Eltern von ihr enttäuscht. All der Ärger für einen Video-Streich, ein sogenanntes "Prank-Video", das die beiden ins Internet stellen wollten, um ein paar Klicks abzugreifen. 

"Im Nachhinein finden wir, dass wir zu weit gegangen sind", sagt Patrick bei "Extra". Die Reue nimmt man den beiden allerdings nicht wirklich ab. Sie scheinen noch immer nicht ganz realisiert zu haben, was genau sie falsch gemacht haben. Die Angelegenheit ist noch nicht überstanden: Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft, ob der Anruf rechtliche Konsequenzen hat. 

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